– Welche Rolle spielt hierbei künstliche Intelligenz?

Künstliche Intelligenz ist ein Sammelbegriff für mehrere Technologiefelder, von denen manche der Auslöser für eben jene verkürzten Innovationszyklen sind. Zum einen sind da Themen wie Predictive Analytics oder Prescriptive Analytics, die im strategischen Bereich Anwendung finden, wo es systemseitig vor allem um Datentransparenz und Aggregationsmöglichkeiten geht. Zum anderen passiert durch Entwicklungen in puncto Perceptive AI und Agentic AI auch viel im Bereich der Automatisierung, was – nicht nur, aber auch – ein Schnittstellen- und Integrationsthema ist. Bei der User Experience spielt KI ebenfalls eine Rolle: ganz konkret und im operativen Bereich, zum Beispiel mit der Integration von LLM-Funktionalitäten, um Mensch-und-System-Interaktion durch Spracheingabe und -ausgabe zu unterstützen.

– Wie lässt sich KI konkret in SAP-Projekten nutzen, ohne die Komplexität zu erhöhen?

In SAP-Lösungen wie SAP EWM und SAP TM lassen sich via SAP Joule Funktionen einfacher integrieren. Und über die SAP Business Technology Platform (BTP) können auch die Wechselwirkungen mit externen Softwarekomponenten für Funktionen mit KI-Unterstützung herangezogen werden. Hier müssen also keine neuen Systeme aufgesetzt werden. Spannend sind hier vor allem die Kombinationsmöglichkeiten: LLM-Szenarien wie zum Beispiel das Abfragen von Informationen via KI-Chat oder das Zusammenfassen von Bildmaterial kommen bei den Prismat-Lösungen schon zum Einsatz und erweitern für konkrete Operationen im Logistikalltag den Grad an Systemassistenz: Unsere 3D-/2D-Lagervisualisierung bietet durch die Echtzeit-Darstellung eines virtuellen Lagers bereits einen intuitiven Überblick über die Lagerplatzinformationen im SAP EWM. Durch die Kombination mit dem KI-Chat, der Meldungen per Sprache erklärt und Handlungsvorschläge für Reaktionen und Anpassungen nicht nur formuliert, sondern als Transaktionen vorbereitet, sehen wir hier in puncto User Experience einen sehr großen Sprung – live in Aktion.

– Zum Abschluss: Wie sehen Sie die Zukunft der Logistik-IT?

Die Systeme werden stärker vernetzt, Daten fließen in Echtzeit, Entscheidungen lassen sich schneller treffen und Automatisierung wird weiter zunehmen. Gleichzeitig bleibt der Mensch wichtig: Er steuert und überwacht die Prozesse. Unternehmen brauchen daher Lösungen, die Technik und Praxis verbinden. Genau daran arbeiten wir jeden Tag.

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