– Projekte scheitern immer wieder an der Akzeptanz der Beschäftigten. Wie gehen Sie damit um?

Ein System ist nur so gut wie seine Nutzung. Deshalb beziehen wir die Fachbereiche früh ein. Wir erklären Funktionen verständlich und schulen Mitarbeitende praxisnah. Dabei nutzen wir echte Prozessbeispiele. So erkennen alle Beteiligten schnell den Nutzen. Wichtig ist auch eine gute User Experience, denn moderne Oberflächen helfen, Fehler zu vermeiden. Das steigert die Akzeptanz im Alltag.

– Wie integrieren Sie individuelle Anforderungen, wenn der Standard nicht ausreicht?

Es gibt immer Sonderfälle. Wichtig ist, diese sauber zu bewerten. Wir prüfen zuerst, ob sich der Prozess anpassen lässt und wir komplett im Standard bleiben können. Wenn das nicht sinnvoll ist, suchen wir nach standardnahen Lösungen. Beispielsweise nutzen wir vorhandene Objekte oder Schnittstellen, die wir erweitern, sodass die Standardkonfigurationen nicht beeinträchtigt werden. Das System bleibt stabil und updatefähig. Jede Anpassung muss einen echten Mehrwert liefern und Upgrades ermöglichen, denn sonst lohnt sie sich nicht.

SAP treibt den Wandel in die Cloud konsequent voran. Welche konkreten Vorteile ergeben sich daraus für Unternehmen in der Logistik?

Der strategische Shift von SAP in Richtung Cloud, insbesondere mit S/4Hana Public Cloud, und die zentrale Rolle von SAP Logistics Management sind entscheidend für die post-digitale Transformationsphase von Unternehmen. Es geht dabei um Ansätze, die kürzere Innovationszyklen und schnellere System- und Softwarekombinationen zu ermöglichen – entscheidend für die agile und datengestützte Lieferkette, die den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen gewachsen ist.

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