Borussia Mönchengladbach setzt auf Alitrak-Lösung

Borussia Park Stadion
Borussia Park Stadion

Bald ist es wieder öfter zu hören: das regelmäßige Knattern von Rasenmähern. Während des nordeuropäischen Winters konnten sie getrost in die Winterpause geschickt werden. In Mönchengladbach, beim Fußball-Erstligisten Borussia Mönchengladbach, haben sie hingegen ganzjährig Saison. Vor allem im Stadion, dem Herzstück des Borussia Parks. Auf 311.000m2 bzw. 31ha hat sich der traditionsreiche Verein am Niederrhein zwischen Düsseldorf und der niederländischen Grenze eine einzigartige Anlage geschaffen. Das Stadion, sieben Rasen-Trainingsplätze, eine Athletikfläche, ein großer Kunstrasenplatz, zwei kleine Kunstrasenplätze, ein Jugend-Internat für den Fußball-Nachwuchs, ein Reha- und Fitness-Zentrum, ein Kernspinzentrum sowie diverse weitere Spezial-Praxen liegen hier ganz dicht beieinander. Der zentrale Fan-Shop, das Vereins-Museum, Restaurants, ein Hotel sowie 11.000 Parkplätze komplettieren das Ensemble.

Nach eingehender Beratung durch Bartels entschied sich Borussia Mönchengladbach schließlich für den Alitrak OT 900, der über eine Zugkraft von 3.000kg verfügt.
Nach eingehender Beratung durch Bartels entschied sich Borussia Mönchengladbach schließlich für den Alitrak OT 900, der über eine Zugkraft von 3.000kg verfügt.Bild: ©Nicole Keller / Karl H. Bartels GmbH

Hochprofessionalisierte Rasenpflege

Herzstück der Anlage: das 54.042 Plätze fassende Stadion. Es bietet bei Heimspielen 37.897 Sitz sowie 16.145 Stehplätze und wird in den Wochen dazwischen gehegt und gepflegt. Damit der Ball von August bis Mai optimal rollt, ist ein hochprofessionalisiertes 16-köpfiges Greenkeeping-Team tagtäglich im Einsatz. Für den Stadion-Rasen zeichnet Christian van de Flierdt verantwortlich. An diesem Freitagmorgen ist er schon früh auf den Beinen. Drei Tage zuvor hatte Mönchengladbach einen anderen traditionsreichen Bundesligisten zu Gast. Das Spiel hat wie üblich Spuren im Rasen hinterlassen. Direkt danach wurden die von den Stollenschuhen hervorgerufenen Verletzungen im Rasen durch das Greenkeeping-Team mit Handmähern „abgesaugt“. Nun gilt es, das heilige Grün optimal auf das in einer Woche anstehende nächste Heimspiel vorzubereiten. Mähen, Düngen, Bewässern, Spielschäden ausbessern sowie Maßnahmen zur Feuchtigkeitsregulation gehören dabei zum Alltag.

Früher waren immer zwei Leute notwendig, um die Beleuchtungsanlagen zu versetzen - heute erledigt diese wichtige Aufgabe ein Mitarbeiter, unterstützt vom Alitrak OT 900.
Früher waren immer zwei Leute notwendig, um die Beleuchtungsanlagen zu versetzen – heute erledigt diese wichtige Aufgabe ein Mitarbeiter, unterstützt vom Alitrak OT 900.Bild: ©Nicole Keller / Karl H. Bartels GmbH

1,2t schwere Lichtanlagen im Winterhalbjahr ständig im Einsatz

Im Winterhalbjahr sind zudem dauerhaft spezielle Beleuchtungsanlagen im Einsatz, die nur an den Spieltagen für wenige Stunden entfernt werden. Damit trotz nordeuropäischem Winterhalbjahr die Photosynthese aufrecht erhalten bleibt und der Rasen weiterhin wächst, sind die 1,2t schweren Anlagen ständig im Einsatz und oft in Bewegung. Jeden zweiten Tag müssen die sechs Beleuchtungsanlagen versetzt werden, um den gesamten Rasen optimal zu versorgen. Besonders viel Bewegung ist an Spieltagen. „Wenn um 15:30 Uhr Anpfiff ist, fangen wir um 8 Uhr morgens an, die Anlagen rauszufahren“, erläutert van de Flierdt. „Das dauert ungefähr anderthalb Stunden. Danach wird gemäht, teilweise mehrfach, die Linien werden gezogen, die Tore aufgebaut und so weiter.“ Abends nach dem Spiel heißt es dann: alles wieder retour! Die Tore werden wieder entfernt, der Rasen mit Handmähern „abgesaugt“ und die Beleuchtungsanlagen zurück auf den Rasen gesetzt. Da ist jede Erleichterung willkommen. In manch anderen Stadien sind die Lichtanlagen inzwischen ganzjährig im Einsatz, wenn das Dach den Rasen zu stark beschattet.

„Der Hersteller der Lichtanlagen bietet diese auch mit integriertem Motor an, was für uns aber keine Option darstellte“, so der erfahrene Greenkeeper, der bereits seit 13 Jahren für die „Fohlen“ arbeitet. Ein Schleppgerät bot sich als günstigere und vielseitig einsetzbare Alternative an. Bei der Recherche nach einem Mover wurde van de Flierdt auf die Elektroschlepper von Alitrak aufmerksam, die in Deutschland von Karl H. Bartels vertrieben und bei Bedarf angepasst werden.

An der Hinterseite des Schleppers wurde eine zusätzliche Last-Aufnahme montiert, so dass sich die Zugkraft optimal auf die Anlagen überträgt.
An der Hinterseite des Schleppers wurde eine zusätzliche Last-Aufnahme montiert, so dass sich die Zugkraft optimal auf die Anlagen überträgt.Bild: ©Nicole Keller / Karl H. Bartels GmbH

Schleppgerät bringt Entlastung

Die Geräte verfügen je nach Ausführung über eine Schlepplast von einigen hundert Kilogramm bis zu 14t, so dass sich damit sogar Kleinflugzeuge durch eine einzelne Person ohne jegliche Kraftanstrengung bewegen lassen. Borussia Mönchengladbach entschied sich nach eingehender Beratung durch Bartels schließlich für den Alitrak OT 900, der über eine Zugkraft von 3.000kg verfügt. „Wir mussten den Mittelweg finden zwischen einer guten Standfestigkeit und einer geringen Belastung für den Rasen“, erklärt André Herzig, Vertriebsleiter bei Bartels.

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