AGV übernimmt die ‚tote‘ Arbeit

Newsletter 04 dhf 27 2026
Bild: Global AGV

Die Mitarbeiter bei Priess A/S müssen nicht länger das erledigen, was sie selbst als ‚tote‘ Arbeit bezeichnen. Ein AGV von Global AGV hat eine monotone, aber wichtige Route übernommen, die mindestens viermal pro Stunde gefahren werden muss. Gleichzeitig wurden die Produktionsgänge freigeräumt, was die Sicherheit erhöht. „Unsere Mitarbeiter müssen die kurze und monotone 340m-Strecke von der Stanz- und Biegemaschine zum Lager nicht länger mindestens viermal pro Stunde fahren. Unser neuer AGV erledigt dies schneller und sicherer. Wir freuen uns, keine Staplerfahrer für das einsetzen zu müssen, was wir als ‚tote Arbeit‘ bezeichnen – uninteressante Aufgaben, die keinen Mehrwert schaffen“, erklärt Lager- und Logistikleiter Karl Gustav Bruzen von Priess in Dänemark.

Freigeräumte Gänge erhöhen die Sicherheit

Bevor Priess den AGV einführte, waren die Gänge rund um die Stanz- und Biegemaschine mit Paletten mit fertigen Biegeteilen gefüllt, die auf den Weitertransport warteten. Mit dem neuen AGV werden die Paletten schneller abgeholt und im Lager abgestellt. Das Lager ist voll mit Teilen für große modulare Gebäude: Wände, Türen und Dachplatten in vielen Größen. In der großen Halle des Unternehmens werden die Teile zu kundenspezifischen, armeegrünen Gebäuden für Transformatorstationen sowie Wasser- und Energieanwendungen montiert.

Vorprojekt sicherte eine erfolgreiche Lösung

Als Karl Gustav Bruzen mit der Suche nach dem ersten AGV für Priess begann, hatte er zwei feste Anforderungen. Der neue autonome Gabelstapler musste sehr große Teile handhaben können, da Priess‘ Paletten für Wandelemente bis zu 2.600mm lang sein können. Dafür sind längere Gabeln erforderlich, als der Markt üblicherweise anbietet. Zudem musste der AGV die Größe der Last selbst messen können, damit Sicherheitsanforderungen stets erfüllt werden, ohne die Transportwege bei kleineren Lasten durch eine unnötig große Sicherheitszone zu blockieren.

Diese beiden Anforderungen führten dazu, dass mehrere Anbieter ausstiegen. Global AGV war jedoch bereit, die Herausforderung anzunehmen. Priess schickte eine Auswahl der größten Teile für ein Vorprojekt, woraufhin Global AGV die 1.150mm Gabeln seines Standardmodells um mehr als 50% auf 1.800mm verlängerte. Mit den verlängerten Gabeln kann der AGV nun selbst die größten Paletten mit kompletten Wandelementen handhaben.

Global AGV löste beide Herausforderungen

Gleichzeitig wurde der neue AGV mit einem Lastsensor ausgestattet. Dieser ist innen am Hubgerüst montiert und erkennt alle Teile. Anschließend passt er die Sicherheitszone an das breiteste oder längste Mass plus 100mm an. Karl Gustav Bruzen ist mit dem neuen AGV und den beiden Anpassungen sehr zufrieden: „Global AGV hat auf unsere Anforderungen gehört und eine Lösung gefunden, die unseren Bedarf erfüllt. Die beiden Anpassungen funktionieren im Alltag sehr gut und helfen uns Schäden zu vermeiden. Gleichzeitig können wir den AGV einfach selbst programmieren und steuern – sowohl aus der Produktionshalle als auch vom Büro aus.“ Der Lastsensor wurde inzwischen in die Standardoptionen von Global AGV aufgenommen.

Einfach zu programmieren

Einer der Mitarbeiter, der mit dem neuen AGV besonders zufrieden ist, ist Lagermitarbeiter Jeppe K. S. Svendsen. Er spricht mit deutlicher Begeisterung darüber, wie einfach der neue AGV zu programmieren ist: „Man bekommt ein gutes Gefühl, wenn man merkt, dass man es selbst zum Laufen bringen kann. Ich glaube, jeder könnte das lernen. Ich brauche nur zwischen 30 Minuten und einer Stunde, um eine neue Route einzurichten. Deshalb haben wir unser Routennetz bereits an beiden Enden erweitert.“

Eine gute Investition

Auf die Frage nach der Amortisation antwortet Karl Gustav Bruzen mit einem Augenzwinkern: „Konkrete Zahlen dazu nennen wir nie. Aber Sie können sicher sein: Wenn es sich nicht gerechnet hätte, hätten wir es nicht gemacht.“

Vor den Stapler getreten

Die Mitarbeitenden von Priess haben ihren neuen ‚Kollegen‘ gut angenommen. Anfangs waren sie jedoch etwas nervös, von ihm angefahren zu werden. „Dann habe ich allen demonstriert, wie ich ruhig vor ihn treten konnte – und er stoppte. Heute haben sich alle daran gewöhnt. Sie sind einfach froh, die ‚tote‘ Arbeit nicht mehr machen zu müssen“, schließt Karl Gustav Bruzen.