Foto: Linde
Alles aus Glas

Jede Last ist anders, keine Fahrtroute gleich: Für die Staplerfahrer der Firma Johns Manville in Wertheim bietet ihr Job viel Abwechslung, aber auch manche Herausforderung.

Wie ein Fahrerassistenzsystem sie dabei unterstützen kann, zeigt ein Erfahrungsbericht mit dem Linde Safety Pilot. 

 

Ob Laminatfußboden, Gipskartonplatte oder Windradflügel, eines haben sie alle gemeinsam: Sie enthalten Glasfaservliesstoffe. Ein wichtiger Lieferant für diese Produkte ist Johns Manville in Wertheim am Main. Einen Namen hat sich die Firma in der Branche bereits 1977 gemacht, als Johns Manville als weltweit erster Betrieb damit begann, Glasvlies mit einer Breite von vier Metern herzustellen. Aktuell fertigen die Spezialisten für die Bauindustrie, den Innenausbau, die Filtration und den Energiesektor.

 

Für jede Aufgabe den passenden Stapler


Um die logistischen Abläufe innerhalb des Wertheimer Werks optimal steuern zu können, setzt Wolfgang Zorn als Leiter Logistics/ Warehousing auf ein eigenes Staplerleitsystem: „Unsere Stapler fahren auf Abruf. Ist ein Erzeugnis fertig oder wird ein Rohstoff benötigt, fordert der Mitarbeiter über ein Terminal an seinem Arbeitsplatz einen Stapler an. Das computergesteuerte Leitsystem nimmt den Auftrag an, sucht selbstständig einen verfügbaren Stapler und sendet dem Fahrer die wegeoptimierte Fahranweisung auf sein Display im Stapler“, erklärt er. Dabei achtet die Software darauf, dass der Stapler für das Lastgewicht zugelassen ist und über ein eventuell benötigtes Anbauwerkzeug verfügt. „Wir bewegen Güter mit einem Gewicht zwischen 200 und 3000 Kilogramm und kommen auf circa 350000 Fahraufträge pro Jahr. Um mehrere Paletten gleichzeitig transportieren zu können, setzen wir beispielsweise Schubgabeln ein“, beschreibt der Logistikchef weiter.


Die Terminals des Leitsystems finden sich im ganzen Werk und in zwölf Linde- Staplern. In Spitzenzeiten unterteilt das System die Aufträge nach Prioritäten. „Damit stellen wir beispielsweise sicher, dass die Produktion nicht stehen bleibt, nur weil ein Erzeugnis nicht an- oder abgefahren wurde“, betont Zorn. Und er fügt an: „Ist weniger zu tun, steuert das System Stapler aus und weist dem Fahrer andere Tätigkeiten zu.“

 

Mehr ist weniger


In der Produktion setzt Johns Manville fast ausschließlich auf 3,5-Tonnen-Linde-Diesel-Stapler, selbst wenn in gewissen Bereichen kleinere Stapler durchaus genügen würden. „Unser Werksgelände ist sehr weitläufig; die Fahrstrecken sind entsprechend groß, das Gelände uneben mit Steigungen. Die 3,5-Tonner haben genügend Lastkapazität und Power, um in allen Bereichen Waren aufnehmen und transportieren zu können, diese Flexibilität brauchen wir“, verdeutlicht Zorn. Gefahren wird in drei Schichten, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. In Summe kommen so pro Stapler jährlich bis zu 3500 Betriebsstunden zusammen. „Und das ohne nennenswerte Ausfälle“, unterstreicht Zorn die Zuverlässigkeit „seiner“ Linde-Stapler.

 

Einsteigen, losfahren


Der jüngste Neuzugang in der Linde-Flotte findet sich im Wareneingang: ein Linde E25. Der kleine Unterschied zum Standard offenbart sich bei einem Blick in die Fahrerkabine: Direkt oberhalb des Staplerleitsystem-Terminals sitzt das Display des Fahrer-Assistenzsystems Linde Safety Pilot (LSP). „Als die Anfrage von Linde kam, ob wir diese Neuheit testen wollen, brauchten wir nicht lange zu überlegen. Denn die Sicherheit unserer Mitarbeiter hat in unserem Unternehmen bei allen Belangen oberste Priorität“, so Zorn. Wie richtig er damit liegt, untermauert Emil Klühspies. Er fährt den E25 mit Linde Safety Pilot. Sein Fazit: „Einfach toll. Jetzt sehe ich mit einem Blick, welches Lastgewicht sich auf den Gabelzinken befindet und kann entsprechend handeln. In puncto Arbeitssicherheit ist das ein riesiges Plus.“ Seiner Meinung nach ebenfalls top: die Anzeige des Neigewinkels der Gabelzinken. „Dadurch sinkt das Risiko, die Palette oder Ware durch die Gabelzinken zu beschädigen, auf ein Minimum; zudem ist sie eine wichtige Hilfe, wenn man Waren im Regal einlagert und wissen möchte, ob die Gabeln gerade sind.“ Auf die Frage, ob er sich an das LSP gewöhnen musste, antwortet Klühspies spontan: „Überhaupt nicht. Das System ist selbsterklärend. Einfacher geht es kaum.“ Deshalb ist für ihn klar: „Das LSP sollten wir in jedem Stapler haben!“

 

Stapler mit Wechseleinrichtung


Diesen Wunsch kann Logistikchef Zorn nur unterstützen: „Vor allem unsere Elektro-Staplerflotte in der Verladehalle ist für einen Einsatz des Fahrerassistenzsystems LSP prädestiniert. Dort lagern wir Glasvliesrollen in den unterschiedlichsten Größen und bereiten sie für den Weitertransport zu unseren Kunden per Lkw vor. Da jede Rolle ein anderes Gewicht hat, ist bereits die Lastgewichtanzeige des LSP von großem Vorteil. Nimmt man noch die anderen Informationen, wie Lastschwerpunkt, aktuelle Hubhöhe und Anzeige des Gabelneigungswinkels hinzu, ist das LSP fast schon unschlagbar, was eine Technik zur Vermeidung von Fehlbedienungen und damit Unfällen betrifft.“ In der Verladestation setzt Johns Manville auf Linde- Elektro-Stapler mit Tragfähigkeiten von 2,5 bis 4,8 Tonnen. Hinzu kommt bei jedem Stapler eine Wechseleinrichtung für Anbaugeräte, wie Dorn, Klammer oder Abschieber. Was, am Rande angemerkt, für das LSP kein Problem darstellt: Bis zu drei Anbaugeräte können ohne großen Aufwand im LSP hinterlegt werden. Programmierung und Kalibrierung übernimmt Linde- Vertragspartner Suffel Fördertechnik. Gearbeitet wird in der Verladestation zweischichtig, wodurch die Stapler auf circa 1 500 Betriebsstunden im Jahr kommen. „Das LSP sehe ich eher bei den 2,5-Tonnen-Elektro-Staplern, da wir im Verladebereich Glasvliesrollen mit sehr unterschiedlichen Gewichten sowie Längen und damit Lastschwerpunkten verfahren. Bei dem großen 4,8-Tonner ist das auf Grund der höheren Tragfähigkeit weniger ein Thema“, konkretisiert Zorn. Wobei er sich sicher ist: „Wenn ein neuer Stapler ansteht, dann auch hier mit LSP.“

www.linde-mh.de

15_6_FFZ_linde_SEI.jpg 

Beitrag aus dhf 6.2015

15_6_TITEL_188.jpg

Gerne können Sie dhf 6.2015 mit weiteren interessanten Beiträgen bestellen:

E-Mail:  cedra@agt-verlag.de         

oder:      Kontaktformular

AGT Verlag Thum GmbH
Teinacher Straße 34
71634 Ludwigsburg

Vertrieb, Frau Beate Cedra
Tel.: 07141/22 31-56

spacer

SL_Banner_180x90-v2.jpg


Herstellerumfrage Anbaugeräte
18_6_UMF_Anabau_188.jpg
spacer
Herstellerumfrage Flurförderzeuge
18_6_UMF_FFZ_188.jpg
spacer
Herstellerumfrage
Schubmaststapler

18_4_UMF_Schubmast_188.jpg

spacer
Enzyklopädie der Flurförderzeuge
Enzy-cover-188.jpg
 
spacer
Online Werbung @ dhf