Konkret bedeutet das, den Output pro Flächeneinheit zu steigern. Wenn ein Unternehmen seine Stückzahl verdoppeln möchte, ohne die Produktionsfläche zu verdoppeln, kommen wir mit der Takt- oder Fließmontage ins Spiel.

– Welche Investitionskriterien sind entscheidend – und ab wann rechnet sich ein fahrerloses Transportsystem?

Die wichtigsten Entscheidungskriterien sind die jährliche Produktionsmenge und die Anzahl der Schichten pro Tag. Jede Anwendung muss dabei individuell bewertet werden. Der optimale Einsatzbereich unseres Utrack-Systems liegt im Transport schwerer Produkte zwischen 5 und 200t in der Vor- und Endmontage.

In Montagelinien, beispielsweise für Nutzfahrzeuge oder Werkzeugmaschinen, rechnet sich ein FTS in der Regel ab einer Taktzeit von unter einer Stunde. Hierbei gilt: Je mehr Schichten pro Tag gefahren werden, desto besser, da das Weitertakten und der Rücktransport automatisiert verlaufen und sich mit der Ausbringungsmenge linear erhöhen. Das bedeutet: Höherer Output führt zu einer höheren Anzahl an nicht wertschöpfenden Tätigkeiten.

Weitere relevante Kriterien sind die Variantenvielfalt sowie Größe, Gewicht und Abmessungen des Produkts. Ebenso wichtig sind die Komplexität und das Layout der Montagelinie. Je komplexer die Anforderungen an das Layout sind, desto wirkungsvoller zeigt sich die Flexibilität des FTS. Ein FTS ist auch dann wirtschaftlich sinnvoll, wenn der Anteil nicht wertschöpfender Tätigkeiten hoch ist, beispielsweise bei häufigem Krantransport mit mehreren beteiligten Mitarbeitern.

Ein weiterer zentraler Aspekt ist das Verhältnis von Fahrzeuganzahl zu Streckenlänge. Ist dieses Verhältnis unausgewogen, ist ein fahrerloses Transportsystem in der Regel nicht wirtschaftlich. In der Praxis entspricht die Mindestanzahl an fahrerlosen Transportfahrzeugen (FTF) der Anzahl der Montagestationen.

Grundsätzlich gehen wir individuell auf die Anforderungen und Ziele unserer Kunden ein. Unsere FTS werden stets anwendungsspezifisch ausgelegt. Auf Basis der genannten Faktoren entwickeln wir die passende Transportlösung mit einem auf Produkt und Prozess abgestimmten Fahrzeug. Wir verstehen uns dabei als Lösungsentwickler. Dazu gehört ein skalierbares Angebot: Wenn sich ein vollautomatisiertes FTS nicht rechnet, bieten wir alternative Automatisierungsgrade an. Dazu zählen auch manuelle Systeme für Anwendungen, bei denen der Transport z.B. nur an zwei bis drei Tagen pro Woche benötigt wird. In solchen Fällen ist eine Vollautomatisierung wirtschaftlich nicht sinnvoll.

Reduzierung Total Cost of Ownership: Im Vergleich zu anderen FTS punktet Utrack bereits bei den niedrigeren Anschaffungskosten ab einem Gewicht von 5t.
Reduzierung Total Cost of Ownership: Im Vergleich zu anderen FTS punktet Utrack bereits bei den niedrigeren Anschaffungskosten ab einem Gewicht von 5t.Bild: Siempelkamp Transport Systems GmbH

– Wann führt der Einsatz eines FTS zu einem messbaren Produktivitätsgewinn?

Das übergeordnete Ziel unserer Kunden ist es, den Output zu steigern und gleichzeitig den Aufwand zu reduzieren. Dazu gehören reduzierte Transportzeiten, ein geringerer Personalbedarf für nicht wertschöpfende Tätigkeiten sowie eine höhere Flexibilität und ein optimiertes Monitoring.

Messbar wird der Produktivitätsgewinn dann, wenn diese Zeitersparnis beim Endkunden ankommt. Verkürzen sich die Lieferzeiten von Baufahrzeugen oder Maschinen, entsteht daraus ein klarer und nachvollziehbarer Wettbewerbsvorteil. Ein weiterer entscheidender Faktor ist die nachhaltige Reduzierung nicht wertschöpfender Tätigkeiten. Wenn sich Monteure vollständig auf die Montage konzentrieren können, steigt die Produktivität deutlich. Tätigkeiten wie innerbetrieblicher Transport, Materialbeschaffung oder Wartezeiten auf den Kran entfallen oder werden stark reduziert.

In Summe bietet ein FTS einzigartige Eigenschaften, mit denen es sich von anderen Fördertechniken unterscheidet. Gerne zeigen wir Ihnen in einer anwendungsbezogenen Analyse, ab welchem Punkt ein FTS Ihre Montagelinie wirtschaftlich voranbringt.

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