Partnerschaft für virtuelle und reale Integration

Distribution Warehouse With Plexus, Automated Guided Vehicles And Robots Working On Conveyor Belt
Bild: ©onurdongel/Getty Images

Dassault Systèmes und Omron haben ihre Partnerschaft bekannt gegeben, um die Lücke zwischen Informationstechnologie (IT) und Betriebstechnologie (OT) zu schließen. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es Herstellern und Maschinenbauern, mit einem einheitlichen Ansatz, der virtuelle und reale Umgebungen verbindet, intelligentere, flexiblere und leistungsfähigere Produktionssysteme von der Planung über die Simulation bis zur Inbetriebnahme zu entwickeln.

Fabriken stehen heute häufig vor einem grundlegenden Problem: Produktdesign, Automatisierung und Fertigungssysteme arbeiten in isolierten Silos. Diese Fragmentierung führt zu längeren Inbetriebnahmezeiten, höheren Fehlerrisiken und eingeschränkter Flexibilität. Omron und Dassault Systèmes überwinden diese Barrieren, indem sie eine nahtlose Verbindung zwischen 3D-Design und Simulation in der virtuellen Welt sowie Robotern, Sensoren und Produktionslinien in der physischen Welt schaffen.

Virtuelle Zwillinge für Fertigungssysteme

Die Zusammenarbeit verbindet die 3D UNIV+RSES von Dassault Systèmes mit der industriellen Automatisierungsplattform Sysmac von Omron. Auf dieser Grundlage können Hersteller Produktionssysteme innerhalb einer virtuellen Umgebung nahtlos entwerfen, simulieren, validieren und implementieren. Im Mittelpunkt der Partnerschaft steht der virtuelle Zwilling von Fertigungssystemen, der es Unternehmen beispielsweise ermöglicht, eine neue Produktionslinie zu testen, das Roboterverhalten zu validieren oder Logistikflüsse zu optimieren, bevor eine physische Umsetzung erfolgt.

Durch diese IT/OT-Konvergenz profitieren Hersteller von einem durchgängigen digitalen Workflow sowohl vor der Inbetriebnahme als auch während des laufenden Betriebs. Produktionslinien werden in einer durch Virtual Companions erweiterten virtuellen Umgebung entworfen, simuliert und validiert. Dabei werden Leistungs-, Sicherheits-, Wartungs- und weitere Szenarien getestet, um Fehler vor dem realen Einsatz zu beheben. Sobald die physische Produktionslinie installiert ist, fließen Echtzeitdaten von Sensoren, Steuerungen und Robotern in den virtuellen Zwilling. Dies ermöglicht den Vergleich zwischen realem und simuliertem Verhalten, eine optimierte Feinabstimmung sowie vorausschauende Wartung zur Reduzierung von Kosten und Risiken.

Dynamische Produktionssysteme auf KI-Basis

„Eine neue Ära der Fertigung beginnt. Gemeinsam mit Omron entwickeln wir dynamische Produktionssysteme auf Basis von KI, die sich selbst verbessern und softwaregesteuert arbeiten. Dabei verbinden wir virtuelle und physische Prozesse zu einem kontinuierlichen Lernprozess. Mit industriellen Weltmodellen verwandeln wir komplexe Produktion in datenbasierte Intelligenz und heben die Automatisierung in Fabriken auf ein neues Level. So gestalten wir industrielle Systeme neu – weg von reaktiv hin zu vorausschauend, von starr hin zu flexibel und adaptiv – und definieren damit die nächste Stufe der Fertigung“, sagt Pascal Daloz, CEO von Dassault Systèmes.

„Unsere Partnerschaft mit Dassault Systèmes stärkt unsere Fähigkeit, die OT- und IT-Welten zu integrieren und unseren Kunden eine ganzheitliche Lösung von der Simulation bis zur vollständig implementierten, intelligenten Produktion zu bieten“, sagt Motohiro Yamanishi, Company President der Industrial Automation Company (IAB), Omron Corporation.