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Modernisierung und Erweiterung sind anspruchsvolle Aufgaben für jeden Logistiker. Mit der passenden strategischen Entscheidung und einer gekonnten Ausführung sorgen sie für nachhaltige Zukunftsfähigkeit einer Intralogistik, die auch in volatilen Märkten besteht.

Ist meine Lagerstruktur ineffizient, veraltet, gar ein Auslaufmodell? Diese Frage stellt sich früher oder später jedem Logistiker, der bemerkt, dass das Leistungsniveau seiner Bestandsanlagen sinkt, Ersatzteile nur noch schwer zu organisieren sind oder die Kapazität schlichtweg nicht mehr ausreicht, um eine steigende Nachfrage zu bedienen. Wenn dies der Fall ist, wird es – vielleicht sogar höchste – Zeit für eine Modernisierung oder Erweiterung. Doch was heißt das eigentlich konkret? Was kommt auf den Logistiker zu, sowohl strategisch, technologisch als auch organisatorisch? Und wie kann ein Erneuerungsprozess im besten Fall schon in weiser Voraussicht eingeleitet werden, um kontinuierlich ‚am Ball zu bleiben‘, statt in einem Hauruckverfahren disruptive Veränderungen vorzunehmen?

 Das CarryPick-System von Swisslog ist eine mobile und flexible Automatisierungslösung.
Das CarryPick-System von Swisslog ist eine mobile und flexible Automatisierungslösung.Bild: Swisslog AG

Zwei Ausgangssituationen

Zwei Ausgangssituationen liegen der Modernisierung beziehungsweise Erweiterung zugrunde. Zum einen: Ein bestehendes Lagersystem ist bereits automatisiert. Zum anderen: Ein Altsystem funktioniert rein manuell. Wird im ersten Fall die Technologie immer unwirtschaftlicher, sind höchstwahrscheinlich Updates, Upgrades oder neue Automatikkomponenten erforderlich. Reicht im zweiten Fall die Kapazität nicht mehr aus, steht ein grundlegender strategischer Wandel bevor: Ein Unternehmen entscheidet sich erstmals für die Automatisierung seiner Lager- und Kommissionierprozesse – mit allem, was daraus folgt.

Gründliche Analyse

Hier wie dort steht am Anfang jeder zielführenden Modernisierung eine gründliche Analyse. Soll und Ist werden miteinander verglichen, Fehlerquellen, Risiken und Hemmnisse aufgedeckt. In automatisierten Anlagen ist ein halbjährliches oder jährliches Gesamt-Audit üblich. Hinzu kommen regelmäßige Kontroll- und Wartungsintervalle, die zur Problemerkennung beitragen. Als besonders effektiv erweist sich hier das „Condition Monitoring“. Ein intelligenter Mix aus Software, Hardware und Sensorik sorgt beim Condition Monitoring für eine permanente Zustandsüberwachung eines automatischen Logistiksystems. Condition Monitoring bietet nicht nur die Möglichkeit von Ad-hoc-Korrekturen, es lässt auch die Nutzung von Big Data zum Zweck einer ‚Predictive Maintenance‘ zu.

Präziser Plan

Wird durch ein Audit offensichtlich, wo die Defizite liegen, folgt ein präzise ausgearbeiteter Modernisierungsplan. Dieser muss sowohl auf die Gegenwart als auch auf die Zukunft ausgerichtet sein sowie eine günstige Kosten-Nutzen-Relation und einen schnellen Return on Investment im Blick haben. Einen Plan dieser Art zu erarbeiten, ist komplex, erfordert enormes Fachwissen und einen möglichst großen Erfahrungsschatz.

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