Gehört SAP WM mit der Einführung von S/4HANA auf die Resterampe?

Viele SAP-Kunden stehen vor der Herausforderung, von ihrem SAP ERP-System auf das neue S/4HANA zu wechseln. Mit diesem kommen auch viele funktionale Änderungen auf die Unternehmen zu. Bisherige Standard-Lösungen werden nicht mehr angeboten oder durch neue ersetzt - wie auch das verlässliche WM-Modul (Warehouse Management).
 Optionen für Lagerstrategien unter SAP S/4HANA.
Optionen für Lagerstrategien unter SAP S/4HANA.Bild: Leogistics GmbH

Sobald ein Kunde auf eine platzgeführte Bestandsführung angewiesen war, bot SAP mit dem WM eine bewährte Lösung an, die allerdings mit der Einführung von EWM (Extended Warehouse Management) nicht weiterentwickelt wurde. Dennoch war es bislang weiterhin möglich, seine Bestände platzgenau zu verwalten, mit SAP-Scanner-Anwendungen zu arbeiten oder sogar mit Materialflussrechner zu kommunizieren.

SAP WM ist endlich – keine Panik vor der Umstellung!

Mit der Einführung von S/4HANA hat sich SAP dazu entschieden, EWM als strategische Lösung für eine Lagerverwaltung zu etablieren und das alte WM-Modul auslaufen zu lassen. Sobald sich Unternehmen mit dem Thema SAP S/4HANA beschäftigen, kommen sie schnell auf das Thema Warehouse Management und sind verunsichert, was es nun für sie bedeutet, wenn sie mit dem alten WM-System auf die neue S/4-Welt zusteuern.

Wichtige Termine für SAP WM-Kunden

Mit der Einführung der SAP S/4HANA-Welt wurden auch die Termine für die Einstellung der Wartung für das WM-Modul verkündet. Zunächst ist es erst einmal wichtig zu wissen, mit welchen zeitlichen Restriktionen umgegangen werden muss. Hier ein Überblick:

1. Umstellungsfristen für das ERP ECC-System – Ende 2027/2030

Ursprünglich war seitens der SAP vorgesehen, dass der Support für das ERP ECC 6.0 Dezember 2025 endet. Als nun klar wurde, dass die Kunden für ihre Umstellung auf S/4HANA mehr Zeit benötigen als von der SAP geplant, gab es noch einmal einen Aufschub. Im Februar 2020 verkündete der Anbieter dann, dass die Kunden nun einen Aufschub erhalten und eine Umstellung erst bis 2027 notwendig ist. Sollten Unternehmen jedoch darüber hinaus noch Wartung benötigen, können sie gegen eine Gebühr die Laufzeit bis 2030 verlängern.

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