
In vielen Unternehmen sind Staplerflotten über Jahre gewachsen. Neue Geräte wurden angeschafft, wenn zusätzlicher Bedarf entstand. Mietgeräte kamen bei Auftragsspitzen hinzu, Gebrauchtgeräte für weniger intensive Anwendungen. Das kann funktionieren, solange Markt und Prozesse stabil bleiben. Doch diese Stabilität ist in vielen Branchen nicht mehr selbstverständlich.
Kunden erwarten kurze Lieferzeiten, Märkte verändern sich schneller, Energiepreise und Lagerflächen bleiben ein Kostenfaktor, den es zu optimieren gilt. Hinzu kommen Anforderungen an Arbeitssicherheit, Transparenz und Nachhaltigkeit. Die Flotte muss zum heutigen Einsatz passen und zugleich flexibel genug sein, um auf Veränderungen reagieren zu können. „Hier ist Toyota Material Handling mit der Long-Term-Rental besonders stark aufgestellt“, sagt Lorenz.
Flotten neu denken
Eine resiliente Long Term Rental Flottenstrategie beginnt mit einer Analyse der Prozesse. Welche Geräte werden wie stark genutzt? Welche Transporte sind standardisierbar? Welche Rolle spielen Energieversorgung, Service und Verfügbarkeit? Erst dann lässt sich entscheiden, welche Kombination sinnvoll ist.
Toyota Material Handling Deutschland betrachtet dabei den gesamten Materialfluss: von der Analyse über die Planung bis zur Umsetzung und zum laufenden Betrieb. Zum Portfolio gehören Flurförderzeuge, Regaltechnik, Automatisierungslösungen, Software, Service, Mietmodelle sowie Finanzierungslösungen über Toyota Commercial Finance.
„Am Ende zählt für den Kunden nicht der Stapler allein, sondern die Performance seiner Logistik“, betont Lorenz. „Deshalb starten wir nicht mit der Frage nach dem richtigen Gerät oder der Möglichkeit zur Automatisierung, sondern mit dem Materialfluss Prozess.“

Energiemanagement im Lager: Elektro-Gabelstapler als Basis
Die Elektrifizierung ist einer der zentralen Hebel für moderne Intralogistik. Elektro-Gabelstapler sind längst nicht mehr nur die klassische Lösung für Innenbereiche. Moderne Geräte erreichen hohe Leistungswerte, arbeiten lokal emissionsfrei und lassen sich mit passenden Batterietechnologien auch in anspruchsvollen Einsatzprofilen nutzen.
Wer auf Elektromobilität setzt, muss Energie, Ladeverhalten, Schichtmodelle sowie Einsatzprofile und Recyclingvorgaben, wie aus dem Batterierecht-Durchführungsgesetz (BattDG), zusammendenken. Lithium-Ionen-Technologie, Gelegenheitsladen und intelligente Ladeinfrastruktur können die Verfügbarkeit und den Lagerdurchsatz deutlich erhöhen und Standzeiten reduzieren. Gleichzeitig lassen sich elektrische Geräte gut in digitale Flottenmanagementsysteme integrieren.
Mit der neuen Toyota Traigo-Baureihe bietet Toyota Material Handling elektrische Gegengewichtsstapler für unterschiedliche Tragfähigkeiten und klassenbeste Performanceprofile. Der neue Traigo80 im Segment von 3,5 bis 5,0t steht beispielhaft dafür, wie sich elektrische Leistung, höchste Energieeffizienz und die von Toyota bekannt robuste Performance verbinden lassen.
Finanzierungsmodelle, Miete und Gebrauchtgeräte schaffen Spielraum
Nicht jeder Bedarf ist dauerhaft. Saisonale Spitzen, Projektgeschäfte, Umbauten oder schwankende Auftragsvolumina erfordern flexible Kapazitäten. Mietgeräte helfen, schnell zu reagieren, ohne die eigene Flotte dauerhaft zu vergrößern oder Kapital langfristig zu binden.
Auch professionell aufbereitete Gebrauchtgeräte gewinnen an Bedeutung. Sie können eine wirtschaftliche Alternative sein, wenn sie zum Einsatzprofil passen und hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllen. Gleichzeitig unterstützen sie nachhaltige Strategien, weil vorhandene Ressourcen länger genutzt werden.
„Gebrauchtgeräte sind kein Kompromiss, wenn Qualität und Einsatzprofil zusammenpassen“, sagt Simonis. „Sie sind ein bewusstes Instrument, um Wirtschaftlichkeit und Ressourcenschonung miteinander zu verbinden.“

Automatisierung mit Augenmaß
Automatisierung bleibt eines der prägenden Themen der Intralogistik. Unternehmen wollen Prozesse stabilisieren, Fehler reduzieren, Flächen besser nutzen und Mitarbeitende entlasten. Gleichzeitig verschärft der Fachkräftemangel den Handlungsdruck. Der Einstieg muss jedoch nicht mit einem vollautomatischen Lager beginnen. Häufig ist ein schrittweises Vorgehen sinnvoller.
Ein Beispiel ist der automatisierte Gegengewichts-Hochhubwagen Toyota SAI125CB, der standardisierte Prozesse automatisieren und in bestehende Abläufe integrieren kann. Auch Angebote wie das Mietmodell Swarm Automation Go senken Einstiegshürden: Kunden können Workflows unter realen Bedingungen testen und die Wirtschaftlichkeit bewerten, ohne sofort langfristig investieren zu müssen.
Bei komplexeren Projekten spielt Integration eine zentrale Rolle. Software, Fördertechnik, Lagertechnik, autonome Fahrzeuge und klassische Flurförderzeuge müssen miteinander kommunizieren. „Für vollständig integrierte Logistiklösungen kann Toyota Automated Logistics zusätzliche Systemkompetenz einbringen, vom einzelnen automatisierten Prozess bis hin zu hochintegrierten Gesamtsystemen“, verweist Martina Möller auf den Partner aus dem eigenen Konzern.
Sicherheit, Daten und Service
Mit zunehmender Vernetzung und Automatisierung steigen auch die Anforderungen an Sicherheit. In modernen Lagern bewegen sich Menschen, Stapler, autonome Flurförderzeuge, Fördertechnik und stationäre Anlagen oft auf engem Raum. Sicherheit ist daher ein wesentlicher Faktor für stabile Prozesse.
Toyota Material Handling treibt diese Entwicklung unter anderem mit Lösungen wie dem kamerabasierten Assistenzsystem für Frontstapler SEnS+ oder dem Ultraschall-Fußschutz ODA für Nieder- und Hochhubwagen voran. „Innovation muss im Betrieb einen klaren Nutzen bringen“, sagt Lorenz. „Bei Sicherheit bedeutet das: mehr Schutz, weniger Unfälle, geringere Schadenskosten und höhere Verfügbarkeit.“
Eine resiliente Flotte braucht außerdem Transparenz. Digitale Flottenmanagementsysteme machen Auslastung, Betriebsstunden, Servicebedarf, Energieverbrauch, Zugriffsberechtigungen und sicherheitsrelevante Ereignisse sichtbar. Daraus lassen sich konkrete Maßnahmen ableiten: Flotten können angepasst, Wartungen geplant und Sicherheitskonzepte weiterentwickelt werden.
Produkte werden vergleichbarer, Services nicht. Für Betreiber zählt vor allem Verfügbarkeit. Geräte und Systeme müssen funktionieren, Wartungen planbar sein und Störungen schnell behoben werden. „Der eigentliche Unterschied entsteht im Betrieb“, sagt Lorenz. „Dort entscheidet sich, wie zuverlässig und effizient eine Lösung wirklich ist.“

Nachhaltigkeit und Mensch im Fokus
Nachhaltigkeit ist in der Intralogistik längst mehr als ein Imagefaktor. Eine resiliente Flottenstrategie setzt durch Elektrifizierung, effizientes Energiemanagement, längere Gerätenutzung, aufbereitete Gebrauchtgeräte und datenbasierte Steuerung an mehreren Stellen an.
„Nachhaltige Lösungen sind in der Regel auch die effizienteren und wirtschaftlicheren Lösungen“, sagt Lorenz. „Energieeffizienz senkt Betriebskosten, Sicherheit stabilisiert Prozesse und eine längere Gerätenutzung schont Ressourcen.“
Bei aller Technologie bleibt der Mensch zentral. Fachkräftemangel, steigende Komplexität und neue digitale Systeme verändern Rollen in Lager und Produktion. Ergonomische Geräte, sichere Prozesse und technologiegestützte Assistenz können dazu beitragen, Arbeitsplätze attraktiver zu machen.
„Für uns ist das Prinzip Jidoka ein wichtiger Gedanke: Automatisierung mit menschlicher Intelligenz“, sagt Lorenz. „Systeme übernehmen Aufgaben, erkennen Abweichungen und schaffen Transparenz. Der Mensch behält dabei jederzeit die Kontrolle.“
Gesamtlösung statt Einzelmaßnahme
Die Zukunft der Intralogistik liegt nicht in der isolierten Optimierung einzelner Geräte. Sie liegt in vernetzten Lösungen, die zum jeweiligen Einsatz passen und mit den Anforderungen des Unternehmens wachsen können. Dafür braucht es Partner, die sowohl die operative Realität im Lager als auch die technologischen Möglichkeiten verstehen.
Toyota Material Handling Deutschland verbindet Flurförderzeuge mit Service-, Automatisierungs- und Digitalisierungskompetenz zu ganzheitlichen Intralogistiklösungen. Ziel ist es, gemeinsam mit Kunden die passende Lösung für ihren Materialfluss zu entwickeln: wirtschaftlich, sicher, flexibel und nachhaltig.
So wird aus einer Flotte ein strategisches Instrument. Sie macht Intralogistik belastbarer, transparenter und zukunftsfähiger und damit bereit für die Anforderungen von morgen.
„Unser Anspruch als weltweiter Marktführer ist klar definiert“, sagt Lorenz. „Wir machen die Intralogistik unserer Kunden leistungsfähiger als die ihrer Wettbewerber. Entscheidend sind Lösungen, die im harten Einsatz funktionieren und deren Mehrwert messbar ist.“

















