Ein smarter Zug

Still realisiert effiziente und präzise Versorgung automatisierter Fertigungslinie mit einem manuellen Routenzug – dem Lift Roller.
Still realisiert effiziente und präzise Versorgung automatisierter Fertigungslinie mit einem manuellen Routenzug – dem Lift Roller.Bild: Still GmbH

Die Antwort ist Ja! Insbesondere die platzsparenden Still Lift Roller sind hierfür eine smarte Lösung. Anders als klassische Routenzüge sind sie speziell für die Produktionsversorgung mit Paletten konzipiert und ermöglichen eine Ladungsträgerübergabe per Knopfdruck vom Schleppfahrzeug aus, ohne dass der oder die Bedienende das Fahrzeug verlassen muss.

Die kompakten Komponenten des Lift Rollers sind für eine Doppelstocklösung gut geeignet.
Die kompakten Komponenten des Lift Rollers sind für eine Doppelstocklösung gut geeignet.Bild: Still GmbH

Präzision vom Lager an die Linie

Der wichtigste Vorteil dabei ist die Präzision der Übergabe. „Anders als bei der Versorgung durch Lift Runner, in die die Trolleys manuell eingeschoben und rausgezogen werden, erfolgt die Übergabe beim Lift Roller in zuverlässig reproduzierbarer Präzision über die Rollbahnen“, erklärt Roman Starke, Produkttrainer Routenzugsysteme bei Still. „So kann die reibungslose Weiterverarbeitung in automatisierten Prozessen sichergestellt werden.“ Auch werden durch das präzise Zusammenspiel von Lift Roller und stationärem Conveyer Beschädigungen der sensiblen Sensoren an den Übergabestationen vermieden. Weitere Vorteile sind der geringe Platzbedarf, der personenunabhängige Transport und die Möglichkeit, Ladungsträger nicht nur hintereinander, sondern auch übereinander zu platzieren.

Passgenaue Kundenlösung: Materialver- und -entsorgung smart kombiniert

Eine solche Doppelstocklösung setzte der Hamburger Intralogistikspezialist Still kürzlich für einen Kunden aus der Automobilbranche um. Enge Platzverhältnisse, hoher Warendurchsatz, schwere Lasten, die Synchronisation bereits bestehender und neuer Übergabestationen sowie unterschiedlich große Ladungsträger waren die entscheidenden Rahmenbedingungen der Auftragsvergabe. Weitere Wünsche waren Effizienzsteigerung, Entlastung der Mitarbeiter, eine sprachunabhängige Bedienung, mehr Sicherheit und die smarte Kombination aus Materiallieferung und Leergutentsorgung.

Letzteres bedeutete für Still eine passgenaue Sonderanfertigung, bei der zwei Lift Roller so übereinander platziert wurden, dass zeitgleich und an der gleichen Station Material angeliefert (unteres Stockwerk) und Leergut abtransportiert (oberes Stockwerk) werden kann. „Die kompakten Komponenten des Lift Rollers sind für eine Doppelstocklösung gut geeignet“, erklärt Roman Starke. „Herausfordernd waren die vorgegebenen Übergabehöhen bei gleichzeitig benötigter Mindesthöhe im unteren Laderaum. Dies bedeutete, dass wir das Profil der oberen Ladefläche sehr schlank gestalten mussten.“ Eine lohnende Investition – insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Kunde bislang die Lager-Linie-Lieferung aufgrund des hohen Gewichts der Teile mit Gabelstaplern realisierte.

Ein smarter Zug für Effizienz, Sicherheit und Präzision

Durch die Umstellung auf eine staplerfreie Produktionsversorgung profitiert der Kunde von effizienter und sicherer Just-in-Sequence-Versorgung der Linie, durch den Einsatz der Lift Roller zusätzlich von hoher Präzision sowie einem reibungslosen Zusammenspiel manueller und automatisierter Prozesse. Und auch die Entlastung der Mitarbeiter ist gegeben. Durch den Einsatz von Rollbahnlösungen entfallen das häufige Auf- und Absteigen aus dem Zugfahrzeug sowie das händische Rein- und Rausziehen der Trolleys in die Rahmen – bei schweren Materialien eine erhebliche Steigerung von Ergonomie und Gesundheitsschutz. „In dem genannten Beispiel wurden die Übergabeplätze bislang mit Staplern beliefert. Auch das war aufgrund der beengten Platzverhältnisse und der sensiblen Technik an den Übergabestationen eine mühevolle Aufgabe für die Mitarbeiter, die mit dem Einsatz der Lift Roller-Lösung der Vergangenheit angehört“, erklärt Roman Starke. Denn sowohl die exakte Positionierung als auch die Ladungsprüfung und Übergabe werden via Display und mithilfe von Bodenmarkierungen bequem vom Fahrersitz aus erledigt – und das dank eines symbol- und farbbasierten Menüs gänzlich ohne Sprachbarriere.

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