Ein Bauteil, fünf Handgriffe, kein Heben mehr!

Hebelift ZH von Zeilhofer Handhabungstechnik bei der Innenkasten-Handhabung
Hebelift ZH von Zeilhofer Handhabungstechnik bei der Innenkasten-HandhabungBild: Zeilhofer Handhabungstechnik GmbH & Co. KG

In der Montage entscheiden zwei Dinge über Qualität und Kosten: wie oft ein Bauteil angefasst wird und wie sicher es dabei bleibt. Beides wird kritisch, sobald die Teile schwer, sperrig oder empfindlich sind. Genau hier setzt der Hebelift ZH von Zeilhofer Handhabungstechnik aus Holzkirchen an. In einem aktuellen Erklärvideo zeigt das Familienunternehmen den vollständigen Ablauf am Beispiel eines Edelstahl-Innenkastens: aufnehmen, heben, um 180° drehen, ablegen, positionieren. Fünf Schritte, die ineinandergreifen, ohne dass jemand die Last selbst tragen muss.

„Wir nehmen der Last das Gewicht. Der Werker führt das Bauteil nur noch, er hebt es nicht mehr“, erklärt Johann Zeilhofer, Geschäftsführer von Zeilhofer Handhabungstechnik. „Das senkt die körperliche Belastung, macht die Taktzeit planbar und schützt das Bauteil.“

Berührungslos aufnehmen, statt riskant greifen

Die Innenkästen im gezeigten Anwendungsfall bestehen aus 0,8mm dünnem Edelstahlblech mit scharfen Kanten und empfindlichen Sichtflächen. Ein Hineingreifen wäre weder sicher noch kratzfrei. Der Hebelift nimmt das Bauteil deshalb über einen 2-Kreis-Vakuumgreifer an einer definierten Innenfläche auf, berührungslos und auf Entnahmehöhen zwischen 0,4 und 1,5m. Aufnahme- und Kontaktpunkte sind aus Kunststoff, damit weder Kratzer noch Verformungen oder Korrosion entstehen. Fällt der Strom oder das Vakuum aus, bleibt das Bauteil gesichert.

Heben, drehen, ablegen, alles per Joystick

Den Kern bildet eine Z-Hubeinheit in Leichtbauweise mit integriertem Spindel-Hubantrieb. Per Joystick hebt der Werker das Bauteil stufenlos und führt es zum Montageplatz. Ein Servomotor mit Winkelgetriebe und Überlastsicherung dreht das Teil elektrisch um 180° und fixiert die gewählte Winkelposition, etwa um Anbauteile sicher zu montieren. Eine mechanische Absturzsicherung, Endlagendämpfung, Kippsensorik und Klemmschutz sichern den Betrieb.

Der Mehrwert gilt nicht nur für Innenkästen

Der gezeigte Innenkasten ist ein Beispiel, kein Sonderfall. Das Prinzip ist branchenübergreifend: Überall, wo ein Bauteil mehrfach am Tag aufgenommen, gehoben, gedreht und exakt positioniert werden muss, entsteht derselbe Engpass, der Mensch. „Wenn ein Teil 30, 50 oder 80kg wiegt oder einfach nur empfindlich und sperrig ist, können Sie es nicht beliebig oft manuell bewegen, egal wie viele Schichten Sie fahren“, betont Zeilhofer. „Und ein zerkratztes oder verformtes Teil ist Ausschuss, unabhängig davon, ob es in einer Küche, einer Tür, einem Gehäuse oder einem Fahrzeug verbaut wird.“

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