Spielerischer Umschlag von schweren Betonrinnen

Das Kommissionieren schwerer Teile bedeutet oft Abstriche bei Ergonomie, Sicherheit und Geschwindigkeit. Dass es auch gute Lösungen gibt, beweist ein aktuelles Projekt der schwäbischen Tüftler und Erfinder von Genkinger.
 Das Highlight des Genkinger Hochhubwagens ist der vierachsige Greifarm für das spielerische Handling der Betonrinnen.
Das Highlight des Genkinger Hochhubwagens ist der vierachsige Greifarm für das spielerische Handling der Betonrinnen.Bild: Genkinger GmbH

Ein Hersteller von Betonrinnen fertigt und lagert im Auslieferungslager neben der Produktion Abflussrinnen aus Beton. Die Rinnen werden von den Kunden exakt nach Bedarf für die jeweiligen Bauvorhaben abgerufen. Wie überall ist auf den Baustellen Zeit Geld und Platz Mangelware. Kurze Lieferzeiten, sauber verpackte Ware und schnelle Reaktionszeiten sind ein wesentlicher Faktor.

Auf der Suche nach einer neuen Lösung die schweren Betonrinnen zu vereinzeln und auftragsbezogen auf Europaletten zu stapeln kam die Firma Genkinger ins Spiel. Mit einer Bedarfsanalyse nahm das Projekt Fahrt auf. Die Zusammenarbeit von Anwendern und Konstrukteuren resultiere in einer innovativen Lösung zum einfachen Umschlag der schweren Rinnen.

 Der Bediener führt den Greifer zu den bis zu 200kg schweren Rinnen, klammert diese per Knopfdruck und hebt sie ohne Muskelkraft an.
Der Bediener führt den Greifer zu den bis zu 200kg schweren Rinnen, klammert diese per Knopfdruck und hebt sie ohne Muskelkraft an.Bild: Genkinger GmbH

Vierachsiger Greifarm für sicheres Handling

Die Basis bildet ein Genkinger Hochhubwagen, mit dem im Regelfall Paletten umgeschlagen werden. Das Highlight ist jedoch der vierachsige Greifarm, mit dem der Bediener spielerisch ein oder zwei Rinnen gleichzeitig greift und auf die Europalette auf den Zinken des Fahrzeugs legen kann. Der Bediener führt den Greifer zu den bis zu 200kg schweren Rinnen klammert diese per Knopfdruck und hebt sie ohne Muskelkraft an. Eine Signalleuchte zeigt unmissverständlich, dass die Rinnen sicher aufgenommen werden können. Der Aktionsradius des Greifers ist mit 2.400mm so bemessen, dass auf jeder Seite des Ganges mehrere Lagerplätze erreicht werden ohne das Fahrzeug zu bewegen. Um die Bedienung noch einfacher und ergonomischer zu gestalten, wurden die Bedienelemente inklusive dem Fahrantrieb und der Lenkung direkt an den Greifer gelegt – somit gibt es keine Positionswechsel. Wenn ein Auftrag abgearbeitet ist oder die Palette voll ist, wird diese am Ende des Ganges auf an einen Übergabeplatz gebracht und von dort mit anderen Fahrzeugen zum Versand gebracht. Die Flotte von drei Fahrzeugen bewährt sich nun schon seit über einem Jahr im Regeleinsatz.

www.genkinger.de

Hubkraft der Zinken: 600kg

Hubkraft des Arms: 200kg

Aktionsradius des Greifers: 2.400mm

Das könnte Sie auch Interessieren

Anzeige

Anzeige

Bild: SpanSet GmbH & Co. KG
Bild: SpanSet GmbH & Co. KG
Was heißt: 
„In Anlehnung an die Norm“?

Was heißt: „In Anlehnung an die Norm“?

Dürfen Produkte, die das GS-Prüfzeichen und gleichzeitig den Zusatz „in Anlehnung an die Norm“ tragen, verwendet werden, als seien sie nachweislich sichere Produkte beziehungsweise Arbeitsmittel? Die Antwort lautet: Ja! Doch der Hinweis „in Anlehnung“ sorgt für Unbehagen. Es ist Zeit, über die Hintergründe zu informieren, die heutige Norm zu interpretieren und sie bei nächster Gelegenheit anzupassen. Es geht um die EN 12195-2.

Bild: VETTER Industrie GmbH
Bild: VETTER Industrie GmbH
Gabelzinken-Hersteller 
mit Tradition

Gabelzinken-Hersteller mit Tradition

Vetter ist heute einer der führenden Hersteller von Gabelzinken in Europa. An Produktionsstandorten in Deutschland und den USA wird das wohl umfangreichste Gabelzinken-Produktprogramm für die Flurförderzeugindustrie gefertigt. Mit Einführung der SmartFork – der intelligenten Gabelzinke mit integrierter Kamera- und Sensortechnik – ist Vetter Schrittmacher für mehr Sicherheit beim Staplereinsatz und einer erfolgreichen Logistik 4.0.

Bild: Körber AG
Bild: Körber AG
Warehouse der Zukunft

Warehouse der Zukunft

Körber unterstützt mit seinem Geschäftsfeld Supply Chain den Sportfachhändler Intersport beim Neubau und der Erweiterung des Zentrallagers in Heilbronn. Von der Planungsphase bis zur Finalisierung zeichnet Körber sich verantwortlich für die praktische Umsetzung eines vollautomatisierten Lagers, das nicht nur technologisch State of the Art ist, sondern auch den wachsenden Bedarf an intelligenter Lagerkapazität in den kommenden Jahren abdecken kann.

Bild: Schulte-Henke GmbH
Bild: Schulte-Henke GmbH
Sicherer Transport von 
Elektro- und Konsumgütern

Sicherer Transport von Elektro- und Konsumgütern

Fernseher, Kühlschränke und Waschmaschinen haben eine Gemeinsamkeit. Sie alle werden mit Hilfe von Karton- und Geräteklammern mittels Gabelstapler schnell und sicher transportiert. Da Stabau seine Kunden in schnellwachsenden Branchen wie der Konsumgüter- und Elektronikindustrie bestmöglich unterstützen möchte, bietet das Unternehmen zahlreiche Varianten des Anbaugeräts und individuelle Sonderlösungen an.

Anzeige

Anzeige

Anzeige