
Eurogate ist Deutschlands größte Containerterminal-Gruppe und betreibt zwölf Hafenterminals in Deutschland, Italien, Marokko und Zypern. Der Containerumschlag im Seehafen, sprich das Laden und Löschen der Containerschiffe für Reedereien, ist das Kerngeschäft von Eurogate. Dazu gehört auch der Umschlag für den kombinierten Verkehr (KV). So kümmern sich am Hamburger Hafen sieben Bahnverladekrane um die Zugabfertigung an insgesamt elf Gleisen des KV-Bahnhofs, der seit 2002 gemeinsam von Eurogate und Kombiverkehr betrieben wird. Das Eurogate Container Terminal Hamburg zeichnet sich durch seine hohe Dynamik aus. Immer längere Wege, höhere Dynamik, extreme Lasten, null Ausfälle: Die Anforderungen an die Krananlagen sind hoch. Die knapp 30m hohen Bahnverladekrane bewegen bis zu 40t schwere Container – und das rund um die Uhr. Für die ständige und zuverlässige Verfügbarkeit der gesamten Hafentechnik ist Eurogate Technical Services zuständig. „Jegliches Equipment wird von uns beschafft, gewartet, instand gehalten und nach Jahren auch wieder entsorgt“, erklärt Torben Schröder, Projektplanung Elektrotechnik, Operation Hamburg, Eurogate Technical Services. „Unser Ziel ist, dass die Terminals immer auf technisch einwandfreies Equipment zurückgreifen können und wir ihre Produktivität steigern.“ Hohe Produktivitätsraten fordern effiziente Arbeitsprozesse. Denn Zeit ist bekanntlich Geld. Die Krananlagen müssen daher leistungsstark und ausfallsicher sein. Gleiches gilt entsprechend für die Energieketten, die auf den Kranbrücken die Energie- und Datenkabel der Laufkatze führen. Aus genau diesem Grund setzt Eurogate auf langlebige und robuste Energiekettensysteme aus Hochleistungskunststoffen von Igus.

Hohe Lebensdauer und geringer Wartungsaufwand dank Igus E-Ketten
„Bei zwei unserer Krananlagen mussten wir in der Vergangenheit einen langen Ausfall verzeichnen. Daher haben wir vor einigen Jahren eine neue Möglichkeit gesucht, wie wir längere Standzeiten erzielen und ungeplante Ausfallzeiten aufgrund von Verschleiß der Energieketten verhindern können“, so Torben Schröder weiter. „Denn unser Ziel ist es, im Kranleben nur einmal eine Energiekette zu wechseln.“ Die Ketten müssen auf dem Verfahrweg von knapp 70m nicht nur hohen Lasten standhalten, sondern auch sämtlichen Wetterverhältnissen und UV-Strahlen, da sie sich im Außenbereich des Krans befinden. „Um den Wartungsaufwand zu reduzieren und die Produktivität der Krananlagen zu erhöhen, brauchten wir also eine zuverlässige, wartungsarme und langlebige Lösung. Daher kommen bereits seit vielen Jahren bei den Terminals, die sich in unserer Betreuung befinden, Energieketten von Igus zum Einsatz.“ 2002 wurde die erste Energiekette in Betrieb genommen. Inzwischen sind sechs der Bahnverladekrane mit Energieketten von Igus ausgestattet. Markus Böhm, technischer Verkaufsberater E-Ketten bei Igus, hebt hervor: „Wir haben seither verschiedene Produkte und Montagekonzepte ausprobiert. Von Umbau zu Umbau haben wir eine neue, optimierte Lösung entwickelt.“

Die Evolution der Rollen E-Kette
Speziell für Heavy-Duty-Einsätze mit langen Verfahrwegen wie Krananwendungen hat Igus die Rollen E-Kette entwickelt. Der Verschleiß ist wesentlich geringer als bei einer Ausführung ohne Rollen und auch der Kraftaufwand für die Bewegung fällt geringer aus. Das Besondere an den Igus E-Ketten: Sie bestehen aus tribologisch – sprich auf Reibung und Verschleiß – optimierten Hochleistungskunststoffen und sind dadurch besonders langlebig. Dank inkorporierter Festschmierstoffe brauchen sie zudem keinerlei externe Schmierung, wodurch sich der Wartungsaufwand zusätzlich reduziert. Seit über 20 Jahren arbeitet Igus an der kontinuierlichen Verbesserung der Rollen E-Kette und hat das Produktangebot entsprechend weiterentwickelt. „Im Fall unserer Verladebrücken haben wir mit der 4040RHD Rollenkette angefangen, die nach wie vor in zwei Kranen zum Einsatz kommt, da es sich nicht rechnen würde, einen ‚alten‘ Kran auf ein neues System umzubauen“, sagt Torben Schröder. Markus Böhm ergänzt: „Mit der Evolution der Rollen E-Kette sind wir bei den anderen vier Kranen inzwischen auf die P4.1 umgestiegen. Auch am siebten Kran wird jetzt unsere P4.1 verbaut. Somit werden alle Bahnverladekrane am Hamburger Hafen mit unseren Energieketten versorgt.“ Das MOVEsystem von IEF-Werner transportiert Bauteile und Produkte zuverlässig, modular und kosteneffizient – ob auf Werkstückträgern, direkt auf Riemen oder in Paletten. Anwender profitieren von maximaler Flexibilität. ‣ weiterlesen
MOVEsystem bewegt mehr:
Die P4.1 ist seewasser- und UV-beständig und schafft lange Verfahrwege über 1.000m sowie Geschwindigkeiten von mehr als 5m/s. Durch Versatz zwischen Obertrum und Untertrum bewegen sich die Kunststoffrollen aneinander vorbei, was einen besonders ruhigen Lauf ermöglicht sowie Reibwert und Antriebsleistung reduziert. In jeder Verbindung der Kettenglieder befindet sich zudem eine Lagerstelle für eine Schwenkbewegung. Diese ist mit wartungsfreien Tribopolymer-Gleitlagern ausgestattet, wodurch sich die Lebensdauer nochmals deutlich erhöht. Ihre Langlebigkeit stellt die P4.1 wie alle Igus Produkte in zahlreichen Versuchen im hauseigenen und branchengrößten Testlabor unter Beweis. „Das ist eine Entwicklung, über die wir uns als Kunde natürlich auch freuen“, meint Torben Schröder. „Denn wir wollen sicherstellen, dass unsere Krananlagen stets auf dem neuesten Stand der Technik sind und so lange wie möglich ausfallsicher laufen.“

Schnell einsatzbereit
Hochflexible Leitungen aus dem Chainflex Programm von Igus, die für den ständigen Biegewechsel in der Kette ausgelegt sind, komplettieren die ausfallsichere Lösung für Krane. Daher wurden bei den letzten Umbauten an den Eurogate Verladebrücken E-Ketten und Leitungen als vorkonfektioniertes Readychain System eingesetzt. Die P4.1 ermöglicht dabei eine besonders einfache und schnelle Montage. „Die Herausforderung bei unseren Krananlagen ist, dass die Arbeiten im laufenden Betrieb durchgeführt werden müssen. Der Kran selber ist zwar für den Zeitraum nicht im Einsatz, aber der Terminalbetrieb geht trotzdem weiter. Hier ist es wichtig, dass alle Beteiligten sich ständig im engen Austausch befinden und kurzfristig reagieren können“, betont Schröder. „Die Projekte wurden im Vorlauf gut vorbereitet und unsere Igus Ansprechpartner stehen uns bei Bedarf auch vor Ort stets zur Seite – das ist uns sehr wichtig.“
















