Ausgezeichnete humanitäre Logistik 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heuer mal ganz anders! In diesem Jahr ging es in Berlin auf dem Deutschen Logistik- Kongress der BVL nicht nur um aktuelle Trends, neueste Technologien und Logistik-Anwendungen oder um die Befindlichkeit der Branche. Ganz im Gegenteil, einer der Höhepunkte des 32. Logistik-Kongresses war die Rede von Dr. Wolfgang Schäuble am Eröffnungstag. In seinem Vortrag schlug der Bundesfinanzminister eine gedankliche Brücke von der Europapolitik über die aktuelle Flüchtlingssituation bis hin zu wirtschafts- und finanzpolitischen Fragen. Dabei erklärte der Minister: „Natürlich gilt in Europa wie in Deutschland: Wir müssen den Flüchtlingen helfen. Sonst ist Europa nicht Europa.“ Weiterhin führte er aus, dass die Aufnahme von Flüchtlingen aus Kriegsgebieten alternativlos, aber auch nicht unbegrenzt möglich ist und betonte, wie wichtig eine nachhaltige Integration der Flüchtlinge ist, auch in Anbetracht der nicht ganz unproblematischen demografischen Entwicklung in Deutschland.


Jetzt sind Kreativität und schnelles Handeln in der Wirtschaft und der Verwaltung gefragt. Denn manch ein Flüchtling würde aus dem Stand heraus eingestellt werden, wenn dies die gesetzlichen Bestimmungen zuließen. Hier müssen klare Regelungen für Flüchtlinge definiert werden, die bleiben dürfen. Der Staat muss, wie Bundespräsident Joachim Gauck sagt, „angesichts des schnellen Zustroms den Bau von Wohnungen fördern und Schulen bauen, Lehrer und Kindergärtner einstellen, Arbeitswelt und Berufsbildung anpassen, deutsche Sprache und deutsches Recht lehren“.


Wer sein ganzes Leben zurücklässt, ist hochmotiviert. Warum also nicht die Menschen, die zu uns kommen, ausbilden und qualifizieren. Allerdings wäre blauäugig zu glauben, dass wir den gesamten Fachkräftemangel mit Flüchtlingen ausgleichen könnten. Zumindest würden sie aber helfen, unsere Wirtschaft weiter anzukurbeln und die Überalterung der Bevölkerung etwas abzufedern.


Die gewaltige Aufgabe der Flüchtlingshilfe beschäftigte den Logistik-Kongress auch noch an anderer Stelle: So verlieh die BVL zum ersten Mal einen Sonderpreis für humanitäre Logistik und machte damit auf die Bedeutung und die Dringlichkeit des Themas aufmerksam. Die mit einer Spende von 10000 Euro verbundene Auszeichnung ging an die Bundeswehr, das Technische Hilfswerk und das Deutsche Rote Kreuz für das besonders hohe Engagement und die herausragenden logistischen Leistungen bei der Unterbringung und Versorgung der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge. „Diese drei Organisationen leisten Großes und arbeiten in der aktuell schwierigen Situation in vorbildlicher Weise zusammen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der BVL, Professor Raimund Klinkner.

 

Herzlichst

 

 

Christoph Scholze

 


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Editorial aus dhf 11.2015

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