Smarte Augmentierung am Arbeitsplatz

German Bionic hat seinem aktiven Exoskelett Cray X der 5. Generation eine Menge neuer Features spendiert. Von einem implementierten KI-basierten Ergonomie-Frühwarnsystem über Wappnung vor Nässe und Staub bis hin zur Unterstützung beim Heben, Laufen und Treppensteigen reicht das Spektrum für mehr Performance und Sicherheit.
 Das vernetzte Cray X wird zum Bindeglied zwischen Mensch und Maschine in Logistik- und 
Interlogistikprozessen.
Das vernetzte Cray X wird zum Bindeglied zwischen Mensch und Maschine in Logistik- und Interlogistikprozessen.Bild: GBS German Bionic Systems GmbH

„Das Erklimmen des Gasometers hier in Augsburg war ziemlich genial. 392 Stufen insgesamt. Es war toll, den Cray X auf dem Rücken zu haben, der meine Oberschenkel stützt. Ich war gar nicht erschöpft“, strahlt Tobias Schwarzmann, der gerade vom Test des Cray X Power Suit der 5. Generation von German Bionic zurückkommt.

Das Cray X ist ein intelligentes, aktives Exoskelett, das wie ein kleiner Rucksack auf dem Rücken getragen und mit Gurten an Brust, Hüfte und Oberschenkeln am Körper befestigt wird. Sobald man es anschaltet, verbindet es sich über LTE oder Wifi mit der Systemplattform German Bionic IO und beginnt seine präventive und unterstützende Aufgabe: körperlich anstrengende und repetitive manuelle Tätigkeiten für die Arbeitenden weniger anstrengend und ergonomischer zu machen. Dafür versorgt das KI-basierte Cray X den jeweiligen Träger bei seinen Tätigkeiten mit zusätzlicher, externer Energie – und lernt dabei täglich hinzu.

Damit das Exoskelett immer weiß, wo und in welcher Intensität diese zusätzliche Energie aktuell benötigt wird, ist eine intelligente Sensorik eingebaut. Diese reagiert auf Bewegungen des Arbeitenden und kann so dessen Aktionen antizipieren. „Das Exoskelett stellt beispielsweise fest, dass ich mich nach vorne neige oder mein linkes Bein nach vorne schiebe. Sobald ich beginne, eine Last zu heben oder zu gehen, geben mir die kleinen Motoren an der Seite des Exoskeletts extra Energie“, erklärt Norma Steller, Head of IoT und damit verantwortlich für die Steuerungssoftware des Cray X.

Bild: GBS German Bionic Systems GmbH

Entlastet 30kg pro Hebevorgang

Bereits die Vorgängermodelle haben sich in den letzten Jahren als wirksam beim Schutz des unteren Rückens von Mitarbeitenden erwiesen, die – meist in der Logistik und Intralogistik – schwere Lasten heben. Beispielsweise in Unternehmen wie BMW, Ikea, Hermes sowie dem internationalen Paketzusteller DPD. Pro Hebevorgang bietet das Exoskelett bis zu 30kg Unterstützung. Pro Schicht kommen da bis zu 10t Entlastung zusammen. Das dient dem Arbeitsschutz und kommt zugleich der Kommissionierleistung zugute. Das alles ist über komplette Vernetzung und in Echtzeit messbar.

Mit dem Cray X der 5. Generation eröffnen sich nun weitere Einsatzgebiete und Anwendungsfälle des Exoskeletts. Denn dass es jetzt auch beim Gehen oder Treppensteigen entlastet, ist noch nicht alles.

Erstes Exoskelett, das zwei Körperregionen gleichzeitig unterstützt

„Kurz gesagt, wir haben das neue Cray X intelligenter, leistungsfähiger und vielseitiger gemacht“, sagt Norma Steller. „Intelligenter, weil wir unseren Smart Safety Companion integriert haben, ein KI-basiertes Ergonomie-Frühwarnsystem. Leistungsfähiger, weil wir jetzt eine 40V-Batterieplattform verwenden und auch das Batteriemanagementsystem komplett überarbeitet haben. Und vielseitiger, weil das neue Cray X jetzt auch für den Außeneinsatz geeignet ist. Denn es ist wasser- und staubdicht nach IP54-Standard, was natürlich neue Einsatzmöglichkeiten eröffnet. Am revolutionärsten ist aber vielleicht, dass unser Cray X als erstes Exoskelett seiner Art zwei Körperregionen gleichzeitig unterstützt: den unteren Rücken beim Heben und die Beine beim Gehen.“

Komplett vernetzt: Manuelle Arbeitsplätze werden in digitalen Workflow integriert

Die meisten dieser Features sind überhaupt erst möglich, weil das Exoskelett Cray X über die Systemplattform German Bionic IO komplett vernetzt ist. „Da wir durch die Vernetzung kontinuierlich mit unseren Kunden in Kontakt stehen, können wir Arbeitsprozesse besser als andere Anbieter analysieren und das Cray X auf Basis der User-Feedbacks und eigener Analysen ständig verbessern“, sagt Armin G. Schmidt, Mitgründer und CEO von German Bionic.

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