Moderne IT-Infrastruktur für Logistiker

Multi ethnic men working at shipping port
Bild: q.beyond logineer GmbH

Globale Standards, IT-as-a-Service-Modelle und Cloud-Technologien helfen Logistikunternehmen, den nötigen Digitalisierungsgrundstein zu legen – und sich auch international Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Nachholbedarf beim digitalen Fortschritt

Die Logistikbranche befindet sich im Wandel: Der Schnelligkeit der Ereignisse, wie technische Innovationen oder die zunehmende Globalisierung, müssen Organisationen mit flexiblen (IT-)Prozessen begegnen. Längst haben die meisten Logistiker digitale Transformationsprojekte gestartet. Gleichzeitig nimmt der Ruf nach modernen Arbeitsplätzen zu.

Bei der Umsetzung der teilweise hochkomplexen IT-Projekte stoßen viele Organisationen schnell an ihre Grenzen. Es fehlen ihnen nicht nur die Ressourcen oder das notwendige Fachwissen: Es mangelt auch an der Basis – einer modernen IT-Infrastruktur. Folglich drohen Verzögerungen bei wichtigen Vorhaben. Im schlimmsten Fall scheitern die Projekte, es entstehen Ineffizienzen oder Datenverluste sowie Cyber-Security-Lücken. Solche Schwächen kann sich niemand in einem hart umkämpften Markt leisten.

Der aktuelle Digitalisierungsindex des Bundeswirtschaftsministeriums zeigt jedoch, dass die Branchengruppe „Gesellschaftsnahe Dienstleister“ – zu der Logistik und Transport zählt – mit 69,6 Punkten wie auch im Vorjahr unterdurchschnittlich abschneidet. Die Folgen sind fatal und wirken sich schnell in einem spürbaren Wettbewerbsnachteil aus.

Basis schaffen – mit modernem IT-Set-up

Schnelle Standorteröffnungen über Landesgrenzen hinweg sind erst mit einem soliden und zeitgemäßen IT-Set-up möglich. Auch dem Fachkräftemangel begegnet man am besten mit modernen Arbeitsplätzen im Unternehmensnetzwerk. Das Ziel für Logistiker ist es demnach, IT-Infrastruktur-Standards zu implementieren, um stets einen sicheren und global funktionierenden Arbeitsplatz zu gewährleisten. Dafür müssen sie weg von einer dezentral organisierten IT-Landschaft, bei der jedes Land sein eigenes „IT-Süppchen“ kocht und sich hin zu einer zentral aufgestellten IT entwickeln. Damit das gelingt, braucht es ein IT-Set-up, welches unternehmensweit flexibel und zukunftsfähig aufgestellt ist – dafür sind laut den Logistik-IT-Experten von logineer im Wesentlichen sechs Schritte notwendig:

1. Hardware-Beschaffung und -Management: IT-Verantwortliche müssen dafür sorgen, dass alle notwendigen Geräte wie Laptops, Mobiltelefone, Festnetztelefone, Router und Drucker gekauft, betrieben und gewartet werden. Auch die Verwaltung dieser Hardware während des Lifecycles fällt in ihren Aufgabenbereich.

2. Software- und Anwendungsmanagement: Dies umfasst die Beschaffung und Installation von Betriebssystemen und Datenbanksoftware, Anwendungen wie Office-Software und Kollaborationstools sowie branchenspezifischen Programmen. Die Verwaltung von Lizenzen, regelmäßige Updates, ein zentrales Patchmanagement und der Betrieb eines Helpdesks sind ebenfalls notwendig.

3. Netzwerkarchitektur: Eine höchstmögliche Vernetzung der Standorte nimmt für IT-Verantwortliche in der Logistik oberste Priorität ein. Alle Geräte in Büros über LAN und WLAN müssen vernetzt, eine stabile Internetanbindung muss vorhanden und der Datenverkehr zur Firmenzentrale wie auch extern abgesichert sein.

4. Benutzer-Management: Dazu gehört die Verwaltung von Benutzerkonten und deren Zuweisung zu Gruppen und Rollen, sowie die zentrale Verwaltung von Anmeldeinformationen, beispielsweise über Microsofts Active Directory. Die Schlagwörter: Datenschutz und Compliance.

5. IT-Risikomanagement: Identifizierung von Sicherheitsrisiken, Festlegung von Verantwortlichkeiten und Entwicklung eines umfassenden Schutzkonzepts, sind relevante Bestandteile eines jeden Risikomanagements.

6. IT-Sicherheit: Implementierung zentral gesteuerter Firewalls an allen Standorten, Nutzung von IT-gestützten Tools zur kontinuierlichen Überwachung der Systeme – mit diesen technischen Schutzmaßnahmen bauen Logistiker eine Basis. Nicht vergessen dürfen sie die Schulung der Mitarbeitenden in Sicherheitsfragen.

Shared und Cloud Services bringen Entlastung

Mit diesen To-dos vor Augen scheint der erste Schritt gerade für viele mittelständische Logistiker schwer zu schaffen. Für die regelmäßig wiederkehrenden Aufgaben – zusätzlich zum Tagesgeschäft – mangelt es an Ressourcen. Die Bündelung von IT-Services, die sich über die Cloud zentral steuern lassen, kann hier maßgeblich entlasten.

Für die Beschaffung und Nutzung von Hardware haben sich beispielsweise IT-as-a-Service-Mietmodelle als lohnende Alternativen herausgestellt. Dabei gehört dem IT-Dienstleister die Hardware. Das Logistikunternehmen zahlt für die Nutzung einen Mietbeitrag. Damit verbunden sind mehrere Vorteile, z.B. müssen sich Verantwortliche bei einer neuen Standorteröffnung nicht um die Kapitalbeschaffung kümmern.

Für Software und Programmupdates bietet die Cloud weitere Benefits. Denn zentral bereitgestellt, lassen sich Aktualisierungen besser kontrollieren und steuern. Gleichzeitig bleibt das Sicherheitsniveau hoch. Ebenso reduziert dieses zentrale Management von Hardware und Software den Ressourcenverbrauch, was sich positiv auf die Nachhaltigkeit eines Unternehmens auswirkt.

Alles in allem profitieren Logistiker so auf verschiedenen Ebenen. Standardisierung für alle Mitarbeitenden erreichen sie über identische IT-Systeme – unabhängig vom Standort. Transparenz wiederum gewinnen sie durch den zentralen Überblick. Ebenso gewinnen sie an Skalierbarkeit.

IT-Grundstein für eine sichere Zukunft

Jederzeit, überall, von jedem erdenklichen Endgerät aus: Eine standardisierte IT-Landschaft ermöglicht Flexibilität und Vernetzung der Mitarbeitenden im Logistikunternehmen. Daneben zählen sichere Daten, weniger Medienbrüche und hohe Standards im Bereich Cyber Security zu den Benefits der IT-Modernisierung. Für den Digital Workplace ist eine moderne IT-Infrastruktur ohnehin unverzichtbar. Logistiker sind darum gut beraten, wenn sie hier schnell und durchdacht investieren.