Fallstricke im Anlagenbau

Die tatsächlichen und rechtlichen Knackpunkte bei neuen Anlagen sind Planung, Vertragsschluss und Abnahme. Besteller und Anbieter sollten Fehlplanungen und Missverständnisse vermeiden und sich auf Augenhöhe begegnen.
Bild: ©RABE/stock.adobe.com

Die Errichtung eines neuen Intralogistiksystems ist eine große Sache. Während jedoch der Anbieter schon viele Anlagen professionell geplant und umgesetzt hat, ist der Besteller sehr viel seltener mit einer solchen Aufgabe konfrontiert. Um dieses Erfahrungsgefälle auszugleichen und dem Planer klare Vorgaben machen zu können, sollte man zu allererst die Anforderungen an die Anlage für sich selbst detailliert zusammenstellen.

Vorabplanung

„Es gilt, das System möglichst konkret mittels erster Daten, wie beispielsweise Leistungsfähigkeit, Verbrauch oder Lebenszykluskosten, vorzudefinieren“, rät Dr. Kerstin Müller, Rechtsanwältin und Expertin im Anlagenbau bei Kapellmann und Partner in Frankfurt/Main. „Erst auf Basis dieser Erkenntnisse formuliert man dann die Leistungsbeschreibung.“ Auch der Anlagenbauer profitiert davon, wenn die wesentlichen Anforderungen von Anfang an feststehen.

„Schon im Angebotsstadium trennt sich die Spreu vom Weizen“, sagt Professor Wolf-Michael Scheid von der technischen Universität Ilmenau und rät, misstrauisch zu sein, wenn ein Anbieter scheinbar deutlich bessere Zusagen macht als alle anderen. Man solle sich vergleichbare Referenzobjekte des Anbieters zeigen lassen und deren Betreiber nach ihren Erfahrungen befragen. „Das zu realisierende System darf ruhig ehrgeizig sein, sollte aber kein Prototyp werden“, so Scheid.

Seiten: 1 2Auf einer Seite lesen

Das könnte Sie auch Interessieren

Anzeige

Anzeige

Bild: SpanSet GmbH & Co. KG
Bild: SpanSet GmbH & Co. KG
Was heißt: 
„In Anlehnung an die Norm“?

Was heißt: „In Anlehnung an die Norm“?

Dürfen Produkte, die das GS-Prüfzeichen und gleichzeitig den Zusatz „in Anlehnung an die Norm“ tragen, verwendet werden, als seien sie nachweislich sichere Produkte beziehungsweise Arbeitsmittel? Die Antwort lautet: Ja! Doch der Hinweis „in Anlehnung“ sorgt für Unbehagen. Es ist Zeit, über die Hintergründe zu informieren, die heutige Norm zu interpretieren und sie bei nächster Gelegenheit anzupassen. Es geht um die EN 12195-2.

Bild: VETTER Industrie GmbH
Bild: VETTER Industrie GmbH
Gabelzinken-Hersteller 
mit Tradition

Gabelzinken-Hersteller mit Tradition

Vetter ist heute einer der führenden Hersteller von Gabelzinken in Europa. An Produktionsstandorten in Deutschland und den USA wird das wohl umfangreichste Gabelzinken-Produktprogramm für die Flurförderzeugindustrie gefertigt. Mit Einführung der SmartFork – der intelligenten Gabelzinke mit integrierter Kamera- und Sensortechnik – ist Vetter Schrittmacher für mehr Sicherheit beim Staplereinsatz und einer erfolgreichen Logistik 4.0.

Bild: Körber AG
Bild: Körber AG
Warehouse der Zukunft

Warehouse der Zukunft

Körber unterstützt mit seinem Geschäftsfeld Supply Chain den Sportfachhändler Intersport beim Neubau und der Erweiterung des Zentrallagers in Heilbronn. Von der Planungsphase bis zur Finalisierung zeichnet Körber sich verantwortlich für die praktische Umsetzung eines vollautomatisierten Lagers, das nicht nur technologisch State of the Art ist, sondern auch den wachsenden Bedarf an intelligenter Lagerkapazität in den kommenden Jahren abdecken kann.

Bild: Schulte-Henke GmbH
Bild: Schulte-Henke GmbH
Sicherer Transport von 
Elektro- und Konsumgütern

Sicherer Transport von Elektro- und Konsumgütern

Fernseher, Kühlschränke und Waschmaschinen haben eine Gemeinsamkeit. Sie alle werden mit Hilfe von Karton- und Geräteklammern mittels Gabelstapler schnell und sicher transportiert. Da Stabau seine Kunden in schnellwachsenden Branchen wie der Konsumgüter- und Elektronikindustrie bestmöglich unterstützen möchte, bietet das Unternehmen zahlreiche Varianten des Anbaugeräts und individuelle Sonderlösungen an.

Anzeige

Anzeige

Anzeige