Die Reichweite der Mioty Technologie – laut Fraunhofer IIS „aus einigen Kilometern Entfernung“ – ermöglicht eine frühzeitige Voranmeldung der Ladeeinheiten. Sie soll durch Nahbereichserkennung wie etwa Bluetooth oder RFID ergänzt werden. So kann das System präzise erfassen, wenn ein Fahrzeug eine Schranke passiert oder ein Tor ansteuert. Ein Kernproblem vieler heutiger Yardmanagement Systeme sei die manuelle Eingabe von Wechselbrückennummern. Das kostet Zeit und ist fehleranfällig. Im neuen Ansatz entfällt dieser Schritt vollständig. Sobald ein Rangierfahrzeug eine Brücke unterfährt, erkennt es automatisch, um welche Einheit es sich handelt.

Digitale Services über firmeneigene Softwareplattform

Möller Industriedienstleistungen ist überzeugt, mit Mioty eine geeignete Technologie gefunden zu haben, um eigene Geräte an Kundenstandorten zuverlässig und energieeffizient anzubinden. Dadurch könnte das Unternehmen zusätzliche digitale Services über die firmeneigene Softwareplattform bereitstellen, ohne dabei auf die IT-Infrastruktur der Kunden angewiesen zu sein. Durch eine weitgehend unabhängige und gleichzeitig sehr robuste, drahtlose Kommunikation sollen neue Leistungsmerkmale schneller ausgerollt und bestehende Prozesse flexibler erweitert werden können.

„Es soll eine Identifikationslösung für Wechselbrücken gegenüber Toren und Umsetzfahrzeugen entstehen, die auch die Navigation autonomer Fahrzeuge ermöglicht“, sagt Möller. Liegt also ein Fahrauftrag vor, fährt das Fahrzeug selbstständig zum vorgesehenen Tor. Steuert es versehentlich ein falsches Tor an, gibt das System ein Warnsignal aus. Die digitale Steuerung deckt damit den gesamten Prozess ab – vom Eintreffen der Brücke bis zur Ablage am richtigen Tor. „Wir wollen die Wechselbrücke zu einem digitalen Objekt machen, das sich selbst anmeldet, identifiziert und steuern lässt“, resümiert Möller. Und damit den Weg zu einem effizienteren, sichereren und interoperablen Yardmanagement ebnen.

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