Vakuum-Hebetechnik unterstützt im Versand

Newsletter 09 dhf 35 2026
Bild: Timmer GmbH

Der Onlinehandel mit Baustoffen wächst kontinuierlich. Selbst schwere Produkte wie Fliesenkleber- und Betonsäcke werden zunehmend direkt zum Kunden geliefert. Beim Baustoffhändler Löcken in Schüttorf führte diese Entwicklung zu steigenden Anforderungen im Versand: Um die Handhabung von bis zu 25kg schweren Sackwaren ergonomischer zu gestalten, setzt das Unternehmen auf eine Vakuum-Schlauchheberanlage von Timmer. Die Hebetechnik entlastet die Mitarbeiter bei wiederkehrenden Hebevorgängen und unterstützt sie dabei, steigende Versandmengen ergonomisch zu bewältigen.

„Wir sehen, dass die Nachfrage im Onlinegeschäft steigt, auch bei schweren Artikeln“, berichtet Christian Heissner, Marktleiter in Schüttdorf bei Löcken Baustoffe & Baumarkt. „Produkte, die früher vor Ort abgeholt wurden, werden heute ganz selbstverständlich bestellt und geliefert“, so Heissner weiter. Neben nationalen Bestellungen gehen dabei auch vermehrt Aufträge aus dem europäischen Ausland ein, etwa aus Österreich oder Frankreich.

Körperliche Entlastung – ein Schlüsselthema

Mit dieser Entwicklung steigen die Anforderungen an die internen Logistikprozesse. Insbesondere das manuelle Handling von Sackware mit Gewichten von bis zu 25kg stellte die Mitarbeiter vor zunehmende körperliche Belastungen.

„Einen unhandlichen 25kg Betonsack hebt man vielleicht ein oder zwei Mal ohne Probleme“, sagt Heissner. Bei großen Bestellungen mit bis zu 15 Säcken mache sich irgendwann der Rücken bemerkbar. Gerade zu Wochenbeginn mit Versandspitzen von bis zu 1.500 Paketen pro Tag werde körperliche Entlastung zum Schlüsselthema.

Steigende Belastung, ergonomische Lösung

Vor diesem Hintergrund suchte das Unternehmen nach einer Lösung, um die Arbeitsprozesse ergonomischer zu gestalten und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit im Versand aufrechtzuerhalten. „Für uns stand im Vordergrund, die Arbeit für unsere Mitarbeiter sicherer und attraktiver zu machen“, so Heissner.

Praxistest überzeugt im Auswahlprozess

Im Rahmen der Entscheidungsfindung prüfte Löcken verschiedene Ansätze, darunter auch klassische Hebetechnik wie Kranlösungen. Ausschlaggebend für die Wahl einer Vakuum-Schlauchheberanlage von Timmer war die Kombination aus einfacher Bedienbarkeit, Flexibilität und Praxistauglichkeit. Löcken entschied sich für den Quick Lift aus dem Tim Lift Schlauchhebersortiment. Das System ermöglicht es, Lasten mit nur einem Bedienhebel anzusaugen, zu heben und wieder abzusetzen. Zum Einsatz kommt ein auf die Handhabung von Sackware ausgelegter Saugfuß, der am Schlauchheber befestigt ist. Das System lässt sich über ein Baukastenprinzip an unterschiedliche Anforderungen und Hebegüter anpassen – von Kartonagen über Platten bis hin zu Fässern oder Kanistern.

„Wir haben die Anlage mit unseren eigenen Produkten getestet“, berichtet Heissner. „So konnten wir sicher sein, dass das System für unseren Anwendungsfall funktioniert.“ Insbesondere die regionale Nähe und persönliche Betreuung durch Timmer hätten bei der Entscheidung für den Quick Lift eine Rolle gespielt.

Schnelle Integration in den Arbeitsalltag

Die Installation der Schlauchheberanlage erfolgte rund acht Wochen später. Die Inbetriebnahme verlief ohne Probleme, sodass das System zeitnah in den laufenden Betrieb integriert werden konnte. Auch die Einarbeitung der Mitarbeiter gestaltete sich unkompliziert. „Die Bedienung ist weitgehend selbsterklärend, eine aufwendige Schulung war nicht notwendig“, so Heissner.

Entlastung und Prozesssicherheit bei repetitiven Hebevorgängen

Im Arbeitsalltag kommt die Schlauchheberanlage insbesondere dann zum Einsatz, wenn größere Mengen an Sackware für den Versand verpackt werden. Insgesamt sind acht Mitarbeiter mit dem System vertraut. „Die Unterstützung durch die Hebetechnik erlaubt es uns, das Sortiment unverändert breit zu halten“, sagt Heissner. Angesichts der steigenden körperlichen Belastung stand vor der Einführung sogar zur Diskussion, das Versandangebot auf leichtere Produkte zu beschränken.

Zuverlässiger Betrieb im täglichen Einsatz

Seit der Inbetriebnahme arbeitet der Quick Lift zuverlässig im laufenden Betrieb. Vor dem Hintergrund wachsender Versandmengen und steigender ergonomischer Anforderungen zeigt das Beispiel Löcken, wie sich technische Unterstützung gezielt einsetzen lässt, um Mitarbeiter zu entlasten, attraktivere Arbeitsplätze zu schaffen und Prozesse nachhaltig zu stabilisieren.