Ein zentraler Baustein ist der Softwarewartungsvertrag, der über die reine Fehlerbehebung hinausgeht. Regelmäßige Sicherheitsupdates für Betriebssysteme, Datenbanken und Laufzeitumgebungen werden strukturiert geplant, getestet und in Abstimmung mit dem Kunden ausgerollt. Dabei sorgt ein vierteljährlicher Health Check für Transparenz bezüglich des Systemzustands, dokumentiert den Patchstatus und liefert proaktiv Hinweise auf mögliche Schwachstellen. Die Ergebnisse werden in Form eines Berichts zur Verfügung gestellt und können im Sinne der Nachweispflichten gegenüber Behörden oder Auditoren verwendet werden.
Ein weiteres zukunftsorientiertes Angebot ist der Automation-Check-up. Dabei handelt es sich um eine vorausschauende Wartungsstrategie, die deutlich mehr leistet als eine technische Instandhaltung. In einem mehrstufigen Prozess analysiert Unitechnik systematisch Störmeldungen, bewertet den Softwarestand und empfiehlt konkrete Maßnahmen zur Optimierung und Risikoabsicherung. Besonders hervorzuheben sind die Integration sicherheitsrelevanter Softwareupdates und die strukturierte Nachverfolgung ihrer Wirksamkeit – ein Vorgehen, das in der neuen Maschinenverordnung ausdrücklich gefordert wird. Ein Beispiel für sicherheitsrelevante Softwareupdates sind Antriebsregler. Hier wird regelmäßig geprüft, ob die Firmware des Herstellers auf dem neuesten Stand ist.
Darüber hinaus unterstützt Unitechnik aktiv bei der Migration veralteter Steuerungssysteme. Die Umstellung von Siemens Step7 auf das moderne TIA Portal ist aus technischer Sicht längst überfällig und gewinnt durch die Sicherheitsanforderungen an Dringlichkeit. Denn ältere Engineering-PCs mit Windows XP oder 7, wie sie häufig für Step7 benötigt werden, bergen ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Die TIA-Plattform hingegen erlaubt nicht nur den Einsatz aktueller Hardware, sondern auch die Einbindung von sicheren Kommunikationsprotokollen, Benutzerrechteverwaltung und Diagnosefunktionen. All dies sind essenzielle Elemente moderner Cybersecurity-Konzepte.
Auch im Bereich der Systemarchitektur setzt Unitechnik auf Sicherheit: Der Zugang zu Kundensystemen erfolgt grundsätzlich über virtuelle Maschinen. In dieser virtuellen Umgebung sind die individuellen Zugangsmechanismen sowie alle benötigten Entwicklungs- und Diagnosewerkzeuge installiert. Im Falle eines Angriffs ist dadurch eine Isolation gewährleistet, die verhindert, dass Schadsoftware von einem Kundensystem auf ein anderes übertragen werden kann.
Fazit: Cybersecurity wird Pflicht
Die neuen EU-Regularien markieren den Beginn eines neuen Zeitalters in der industriellen Automatisierung. Cybersicherheit ist keine nette Zusatzoption mehr, sondern eine gesetzlich verankerte Pflicht. Betreiber und Inverkehrbringer sind gleichermaßen gefordert, über den gesamten Lebenszyklus ihrer Systeme hinweg für Schutz, Transparenz und Reaktionsfähigkeit zu sorgen.
Automatisierungsspezialisten wie Unitechnik nehmen sich dieser Herausforderung an – nicht erst ab 2027, sondern schon heute. Mit durchdachten Wartungs- und Migrationsdienstleistungen sowie einem tiefen Verständnis der regulatorischen Anforderungen unterstützen diese Fachfirmen die Kunden dabei, ihre Anlagen nicht nur effizient, sondern auch zukunftssicher zu betreiben. So wird Cybersecurity zum festen Bestandteil der Intralogistik – technisch, organisatorisch und rechtlich.
IT-Security (Information Technology Security) schützt klassische Unternehmens-IT wie Server, Netzwerke und Daten vor Cyberangriffen, wobei Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit im Fokus stehen. OT-Security (Operational Technology Security) hingegen bezieht sich auf die Absicherung von industriellen Steuerungs- und Automatisierungssystemen, bei denen vor allem die Verfügbarkeit und die Sicherheit physischer Prozesse (z.B. Materialfluss) im Vordergrund stehen. Während IT-Security stärker softwaregetrieben ist, erfordert OT-Security ein tiefes Verständnis für Maschinen und Anlagen sowie deren Echtzeitverhalten.
















