Systematisch aufgesetztes Nachhaltigkeitsprogramm

Bis 2022 plant der Logistikdienstleister Dachser seine rund 6.000 Flurförderzeuge in Europa sukzessive durch Fahrzeuge mit energiesparender Lithium-Ionen-Batterietechnologie zu ersetzen. Parallel steht gesteigerte Nutzerfreundlichkeit auf der Agenda, die gemeinsam mit Partner vorangetrieben werden soll.


Im Vergleich zu herkömmlichen Blei-Säure-Batterien zeichnen sich Lithium-Ionen-Batterien durch eine deutlich längere Lebensdauer und verringerte Ladezeiten aus. Das erhöht die Einsatzflexibilität und macht spezielle Batterie-Laderäume obsolet. Es entsteht Platz in der Umschlaghalle, der für den Warenumschlag gebraucht wird. „Nimmt man dazu den entfallenden Aufwand für Wartung und Beschädigungen, da die Batterien nicht mehr jeden Tag zum Laden aus dem Fahrzeug entfernt werden müssen, dann rechnet sich schon heute der Einsatz einer Lithium-Ionen-Flotte“, sagt André Bilz, Team Leader Fleet Management Terminal Equipment bei Dachser.


Darüber hinaus soll die Umstellung auch zur ökologischen Nachhaltigkeit beitragen. Zum einen enthielten herkömmliche Batterien, die bereits nach rund 1.200 Ladezyklen ausgetauscht werden müssten, das giftige Schwermetall Blei. Wie Dachser ferner mitteilt, sparen die Lithium-Ionen-Batterien zudem Energie und damit rund 1600 kg CO2 pro Flurförderzeug und Jahr. Bei 6000 Flurförderzeugen seien das 9,6 Mio. kg CO2 im Jahr.


Die Umstellung aller europäischen Road Logistics-Standorte auf die neue Technologie erfolgt sukzessive. Ein Mischbetrieb ist an den Standorten nicht vorgesehen. Mit den verschiedenen Lieferanten von Flurförderzeugen will Dachser wie bisher zusammenarbeiten. Bei Batterietechnik, Ladeinfrastruktur und Energiemanagement-Software setzt der Logistikdienstleister auf den Anbieter Triathlon als „Preferred Supplier“. Mit dem Umstieg auf Lithium-Ionen-Technologie ist das Projekt allerdings nicht abgeschlossen: „Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir die Entwicklung der Flurfördertechnik weiter vorantreiben. Ziel ist es, mit kleineren und wendigeren Fahrzeugen und geringeren Gewichten die Usability der Fahrzeuge zu steigern“, so André Bilz.

www.dachser.de

 

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