Foto: Berger der Betriebseinrichter
Neue Regale für die 2G+ Zentrallager

Die Getränkefachgroßhandels-Kooperationen Gefako und Gedig haben mit Berger der Betriebseinrichter ihre logistische Getränkeplattform, das 2G+ Zentrallager in Stuttgart-Weilimdorf, eingerichtet. Sie investieren damit in eine leistungsfähige, automatisierte Logistik und schaffen die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft.


Das 2G+ Zentrallager stellt für die Gesellschafter von Gefako und Gedig sowie auch dritten Unternehmen eine logistische Plattform dar, die es ermöglicht, kostengünstig ein breites Sortiment beziehen zu können. Bis Mitte 2016 konnten sich die Kunden im bisherigen Lager in Maulbronn mit Ware versorgen. Die Abwicklung der Aufträge wurde dort noch mittels Kommissionierlisten ausgeführt. Da das bisherige Lager zu klein wurde, begann die Suche nach einem neuen und moderneren Standort. Aufgrund der vorhandenen Kapazitäten im bisherigen Auslieferungslager der Dinkelacker-Schwaben Bräu GmbH & Co KG fiel die Entscheidung zu Gunsten einer Kooperation mit der Brauerei an deren Standort in Weilimdorf. Das Brauerei-Lager diente bisher ausschließlich der Brauerei Dinkelacker-Schwaben Bräu als reines Produktions- und Auslieferungslager. Seit Anfang 2016 nutzt es nun nicht mehr nur die Brauerei, sondern zusätzlich die Fachgroßhandels-Kooperationen Gefako und Gedig gleichermaßen als logistische Getränkeplattform in Form des 2G+ Zentrallagers, an der beide Kooperationen beteiligt sind.

 

Optimierung durch Anpassung an die neuen Strukturen


Das Lager wurde in der Vergangenheit vorwiegend als Blocklager betrieben. Die Anforderungen an das bestehende Lager haben sich durch die Integration der Logistik mit Anpassungen an die Bedürfnisse des Getränkefachgroßhandels stark verändert. Daher mussten andere Funktionen und Strukturen realisiert werden. Bedingt durch die Ansprüche an ein Fachgroßhandels-Sortiment mit einer bei weitem größeren Bandbreite an Artikeln entstand ein höherer Platzbedarf, dem nur mit Einsatz anderer Lagertechniken auf der vorhandenen Fläche begegnet werden konnte. Einhergehend mit der Notwendigkeit, eine möglichst wirtschaftlich optimale Ausnutzung der vorhandenen Fläche zu realisieren, machte dies eine Modernisierung der Lagerlogistik notwendig. Im ersten Step wurde das vorhandene Lagerverwaltungssystem an die Bedürfnisse eines Handelslagers angepasst. Im zweiten Step erhielt Berger der Betriebseinrichter den Auftrag, eine leistungsfähige Lagerlösung zu konstruieren, zu produzieren und aufzubauen. „In einem eng getakteten Zeitplan und im laufenden Betrieb haben wir das Lager neu ausgestattet. Die Abholprozesse durften dabei nicht beeinträchtigt werden“, betont Stephan Dalheimer, der zuständige Projektleiter bei Berger.


Durch die gemeinsame Nutzung des Lagers profitieren Brauerei und Getränkefachhandel voneinander. Ein Großteil der Gefako- und Gedig-Händler sowie auch Dritte beziehen neben der Handelsware aus dem 2G+ Zentrallager auch Produkte der Brauerei. Vorteile daraus für den Kunden: Das Sortiment der Kooperationspartner ergänzt sich sinnvoll, sorgt für Zeitersparnis bei Getränkebestellung bzw. –abholung, und es ist allzeit ein riesiges Sortiment mit rund 1.300 verschiedenen Artikeln vorrätig. Die Sortimentstiefe der Getränke-Märkte ist garantiert und erspart den regional verteilten Gesellschaftern weite Fahrwege zu den Herstellern.


Das 2G+ Zentrallager arbeitet mit einem eigenen Warenwirtschaftssystem, das zusammen mit einem Lagerverwaltungssystem die gesamten Ein- und Auslagerungsvorgänge, Kommissionen und den Staplerverkehr kontrolliert und verwaltet. Das Supply-Chain-Management der Brauerei ist SAP-gesteuert. Die verschiedenen Systeme sind so vernetzt, dass sie die einzelnen Anlieferungen, Abholaufträge und Auslieferungen, je nach Zugehörigkeit der Ware, sowie Mindesthaltbarkeitsdatum und Chargennummer erfassen, verrechnen und in den jeweiligen Warenwirtschaftssystemen weiterführen und dokumentieren. Grundlage dieser durchgängigen Bestandsverwaltung bildet die Etikettierung der Ware beim Wareneingang. Über das Palettenetikett ist die eindeutige Identifizierung und Rückverfolgung der Ware während des gesamten Prozesses im Lager gewährleistet.


Für den Warenverkehr sind im Außenbereich sechs Spuren vorhanden: zwei für die Anlieferung der Brauereiware, zwei für Abholer und zwei Spuren für Anlieferung von Handelsware des 2G+ Zentrallagers. Das Palettenetikett der durchlaufenden Waren wird hier gescannt oder im Einzelfall bekommt die Ware, falls hier noch nicht vorhanden, ein Etikett mit den notwendigen Lagerprozess-Informationen. Die Artikeldaten sind erfasst, und das Lagerverwaltungssystem generiert einen Transportauftrag, um die Lagerware an den richtigen Ort einzulagern.

 

Erhöhung der Lagerkapazität und Platz zum Kommissionieren


Da die einstige Blocklagerung bei dem nun gehandelten, viel breiteren Sortiment zu wenig Plätze bot, hat der Lagerspezialist Berger in der rund 3500 m² großen B-Halle sechs Durchlaufregalblöcke und 24 Palettenregalzeilen mit einer Höhe von 6 m integriert. Zwei der Durchlaufregalblöcke haben einen Kommissioniertunnel und bilden das Kernstück der Umgestaltung. „Darin werden für die Feinverteilung vorgesehene Artikel gelagert und für die Abholungen kommissioniert“, erklärt Patrick Rohrmüller, Leitung Gefako Gesellschafterbetreuung und Geschäftsführer der 2G+ Zentrallager GmbH. Die Paletten-Durchlaufregale ermöglichen die Lagerung nach dem First-in-first-out–Prinzip. „Nach der Warenentnahme durch den Gabelstapler rücken neue Ladeeinheiten selbständig bzw. automatisiert nach. Dies erleichtert uns die Kommissionierung und macht Durchlaufregale zum idealen Regaltyp für unsere Getränke-Logistik.“ Jeder Auftrag erfolgt über Pick-by-Voice, einem sprachgesteuerten Kommissionierverfahren. Alle Aufträge werden vom Staplerfahrer mittels einer Prüfziffer per Sprachnachricht an den Computer bestätigt; somit wird der Auftrag dokumentiert und die Richtigkeit überprüft.


Das 2G+ Zentrallager ist nicht nur eine Basis für auf die Region abgestimmten Standardprodukte. Neben einer Vielzahl an Mineralwässern und Säften stehen auch überregionale und internationale Bierspezialitäten und Spirituosen zur Abholung bereit. Ebenso Randsortimente, die in kleineren Mengen und teilweise auf Anfrage bestellt werden, lagern auf Paletten und werden vom Lagerverwaltungssystem nach dem FEFO-Prinzip (First end – first out) geführt. Schließlich stellt hier das Mindesthaltbarkeitsdatum das entscheidende Kriterium für die Lagerhaltung dar. Insgesamt stehen somit für Schnelldreher rund 2600 Stellplätze in Paletten- und Durchlaufregalen und rund 3100 Stellplätze für Langsamdreher auf Kistenrollbahnen zur Verfügung. Neben der Umpackanlage hat Berger einen abgeschlossenen Bereich mit 45 Fachbodenregalen für Spirituosen ausgestattet. Hier bedurfte es wegen des Flaschengewichts einer hohen Feldlast von 1000 kg. Damit der Warenfluss für die Kunden des Lagers reibungslos verläuft und Getränke im Einzelhandel stets vorrätig sind, finden im Doppelschichtbetrieb täglich bis 30 Zufuhr- und Abholaufträge statt. Dabei handelt es sich auch um gesammelte Aufträge, was ein komplett durchkommissionierter Lastzug sein kann.

 

Vorteile der leistungsfähigen Logistik


„Berger ist ein kompetenter Partner, der unsere Bedürfnisse schnell erkannt und uns rundum betreut hat. Mit der Planungskompetenz des Betriebseinrichters haben wir unsere Lagerflächen und die logistischen Prozesse in mehrfacher Hinsicht optimiert. Service und der intensive Kontakt zum Kunden wird bei Berger großgeschrieben. „Ein Projektmanager von Berger begleitet die Projektabwicklung von komplexen Lager- und Logistiklösungen vom ersten bis zum letzten Schritt. Dazu gehören Beratung, Planung, Realisation und Montage. Alle Organisationsabläufe sind projektorientiert strukturiert. Ein Auftrag wird bei Berger von der Anfrage bis zur Abnahme durch den Kunden von einem festen Team betreut“, erklärt Dalheimer. „Das erleichtert die Kommunikation, ermöglicht intensive Zusammenarbeit, wertvollen Erfahrungsaustausch und Flexibilität durch kurze Wege.“ Weitere Verbesserungen: reibungslose Abläufe in der Supply-Chain, minimierte Fehlerquote, Erhöhung der Pick- und Staplerleistungen sowie eine lückenlose Chargenverfolgung.

www.berger-betriebseinrichtungen.de

 

 

Beitrag aus dhf 5.2018

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