Die Frage nach der passenden Qualität

Ein wesentlicher Baustein der TVH Erfolgsgeschichte ist die Eigenmarke Total Source. Kohlhoff beschreibt sie so: „Für bestimmte Anwendungen genau passend, dazu preislich attraktiv“. Nicht jeder alte Stapler, der wenige Stunden im Monat läuft, brauche zwingend das Originalteil. Auf der TVH Plattform wählt der Kunde aus einer großen Vielfalt, was zur Maschine, zum Alter, zur Auslastung und zum Budget passt: Originalteil, OEM-nahe Qualität, Total Source als Alternative oder ein remanufactored Teil (Reman). „Ein Servicebetrieb kann zum Beispiel ein gleichwertiges oder passendes alternatives Teil günstiger einkaufen und seinen eigenen Kunden wirtschaftlich sinnvoll bedienen“, so Kohlhoff. Gerade bei Hausmarken gelte: „Wer eine eigene Marke wie Total Source gut etabliert habe, muss dauerhaft Qualität liefern.“ Das gelte für klassische Teile ebenso wie für Joysticks, Reifen, Scheiben oder Batterietechnik mit Marken wie CAM Attachments, Energic Plus und Battec. Die Qualitätskontrollen werden von der Muttergesellschaft in Belgien mit großem Aufwand, u.a. 3D-Scans, durchgeführt.

Remanufacturing, lange bevor es trendy wurde

Was inzwischen unter Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung allgemein diskutiert wird, gehört bei TVH schon seit Jahren zum Alltag. Ein Wiederaufarbeitungs-Zentrum in Belgien nimmt Alt-Teile zurück, zerlegt, prüft, überarbeitet sie und bringt sie zurück in den Wirtschaftskreislauf. Typische Beispiele dafür sind Steuerungen, Joysticks, Hydraulikpumpen, Platinen oder Displays. Nachhaltigkeit ist damit kein Selbstzweck oder abstrakter Anspruch, sondern kann Reparaturvorteile bringen. Vor allem dann, wenn wiederaufgearbeitete Teile für Kunden schneller verfügbar sind als neue Originalteile. Mit dem Wiederaufarbeitungszentrum geht TVH einmal mehr über den klassischen Teilehandel hinaus.

Chinesische Hersteller und vor-ausschauende Partnerschaften

Auch der Herstellermarkt der Flurförderzeuge hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Vor allem asiatische Hersteller drängen mit immer mehr Maschinen auf den europäischen Markt. Ihr Schwerpunkt liegt oft stärker auf dem Neugeräteverkauf, während die Ersatzteilversorgung zum Teil eher nachrangig gesehen wird. Wenn diese Maschinen aus der Garantie laufen, brauchen Servicebetriebe Ersatzteile und technische Unterstützung. Durch Partnerschaften trägt TVH dazu bei, mögliche Versorgungslücken zu schließen. Ersatzteilpartnerschaften bestehen bei TVH auch für renommierte Arbeitsbühnenmarken. Dahinter steht eine Strategie: Wer früh Daten und Lieferketten aufbaut, schafft die Grundlage für eine langfristige Ersatzteilversorgung.

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