
Robin Kohlhoff fasst das Unternehmens-Konzept so zusammen: „Wir bieten weit mehr als nur Ersatzteile, um die Maschinen am Laufen zu halten.“ Der Geschäftsführer von TVH Deutschland beschreibt zwei Szenarien aus der alltäglichen Praxis: Wenn der Kunde genau weiß, was er braucht, zählt vor allem die Supply Chain. Bestellt ein Betrieb beispielsweise am Montagabend ein Teil, soll es am nächsten Morgen dort liegen, wo der Techniker startet, etwa am Wareneingang oder direkt am Einsatzort. Diese scheinbar einfache Leistung ist prozessrelevant, denn wenn ein Stapler still steht, kostet jede Minute Produktivität.
Das zweite Szenario beginnt so: Ein Kunde bringt ein Gerät zum Service oder zur Reparatur, die Garantie ist abgelaufen, das Fabrikat ist dem Techniker nicht vertraut. Normalerweise arbeitet er z.B. an Linde-Staplern, aber jetzt hat er es mit einem Jungheinrich-, Heli- oder anderem Gerät zu tun. Jetzt sind die TVH Vertriebsmitarbeiter als Problemlöser gefragt. Aus Typenschild und Fehlerbild wird per Datenbankrecherche eine konkrete Teile-Nummer ermittelt. Der Webshop, die Datenbank, die Software und die Lernplattform Knowledge Hub sind autarke Werkzeuge, doch wenn ein Techniker an einer Maschine nicht weiterkommt, hat er einen Ansprechpartner, der einordnet und routiniert hilft.

Komplex funktionierendes System
TVH hat angesichts der anspruchsvollen, täglich wechselnden Herausforderungen über Jahrzehnte ein perfekt funktionierendes System aufgebaut, bestehend aus Lager, Online-Plattform, Beratung, Bestellprozessen, Niederlassungen und Versandlogistik. Die großen Lager- und Verteilstrukturen in Belgien, Polen und im Nahen Osten bilden dabei internationale Knotenpunkte eines Netzes, das die schnelle Verfügbarkeit sicherstellt. Der moderne Lagerbetrieb ist hochdigitalisiert – und produziert täglich riesige Datenmengen. Diese können Unternehmen jetzt ebenso einfach wie produktiv für die Optimierung ihrer Intralogistik nutzen. Der Schlüssel dazu: myLinde AI. ‣ weiterlesen
myLinde AI: KI-Support für die Flotte

TVH University zur Weiterqualifizierung
Service-Techniker für Flurförderzeuge kommen häufig aus den Bereichen KFZ, Nutzfahrzeuge, Landmaschinen, Baumaschinen oder Elektrotechnik. Die meisten sind versierte Praktiker, doch wenn auf dem Display ein unbekannter Fehlercode erscheint, kommen sie an ihre Grenzen, zumal es keinen Ausbildungsberuf zum ‚Flurförderzeugmechaniker‘ gibt. Hier setzt die Weiterqualifizierung durch die TVH University mit digitalen Lerneinheiten und Präsenzschulungen, etwa zu Hydraulik oder Elektronik, an. Die Schulungen helfen den Technikern, Fehlerquellen schneller einzugrenzen, Ersatzteile sich zuzuordnen und Reparaturen effizienter durchzuführen.
„Wissen so wertvoll wie Lagerbestand“
Der neue Knowledge Hub des Unternehmens unterstützt die Weiterbildung als digitale Plattform noch weiter. Hier gibt der Nutzer Marke, Modell und Fehlercode in die App ein und erhält Informationen und Antworten: Was bedeutet der Code? Welche Fehlerursachen kommen in Frage? Welche Punkte sollte der Techniker prüfen? „In einer Branche mit unzähligen Modellen, Serien und Varianten kann Wissen genauso wertvoll sein wie Lagerbestand“, erklärt Kohlhoff. Darüber hinaus bietet TVH einen sogenannten Look-Up-Service für besonders schwierige Service-Fälle, wenn ein Teil zunächst nicht identifizierbar ist. Diagnose-Tools wie Jaltest unterstützen bei der Suche.
















