Gehört Lithium-Ionen-Staplern die Zukunft?
Elektrostapler mit Lithium-Ionen-Batterien setzen sich immer stärker durch. Insbesondere für anspruchsvolle Anwendungen und im Mehrschichtbetrieb sind sie oft die beste Wahl. Der Flurförderzeuge-Hersteller Hyster bringt deshalb zunehmend Stapler auf den Markt, die bereits ab Werk mit Lithium-Ionen-Batterien ausgestattet werden.

Die robusten Elektrostapler eignen sich insbesondere für Unternehmen der Papier-, Baustoff-, Holz- und Metallindustrie sowie andere Branchen der Schwerindustrie. Sie zeichnen sich durch den kleinsten Wenderadius ihrer Klasse, eine hohe Beschleunigung und ein noch besseres Ansprechverhalten aus.

Alternative zu Verbrennern

„Mit der neuen Staplerserie bietet Hyster nun eine echte Alternative zu Staplern mit Verbrennungsmotor“, sagt Antony. „Dank der Kombination von Lithium-Ionen-Batterie, Hochspannungselektroantrieb und mehrphasigem Dauermagnetmotor sind die Stapler in Bezug auf Produktivität, Bedienung und Autonomie mit Verbrennern vergleichbar.“

Bei entsprechendem Einsatz und Anwendungen bietet diese Staplerserie niedrige Gesamtbetriebskosten über die gesamte Lebensdauer mit allen Vorteilen eines Elektrostaplers in puncto auf Betrieb und Wartung, auch bei geringer Betriebsstundenzahl. Zwar sind die Investitionskosten für den Stapler inklusive Batterie und Ladegerät höher als bei einem vergleichbaren Stapler mit Verbrennungsmotor, amortisieren sich in vielen Fällen bereits nach zwei Jahren.

Die Nachfrage nach effizienten und leistungsfähigen Elektrostaplern mit Lithium-Ionen-Batterien wird in Zukunft deutlich steigen, prognostizieren Experten. Ein Grund: Durch die neuen Emissionsvorschriften und die Einführung von Stufe V steigt der Aufwand um die Abgase verbrennungsmotorischer Stapler zu reinigen überproportional. Neben Abgasreinigungssystemen müssen zum Beispiel zusätzlich auch verschiedene Kühlsysteme eingebaut werden, um die Vorschriften zu erfüllen.

Lebensmittel- und Pharmaindustrie profitieren

Von der Lithium-Ionen-Technologie profitieren auch Unternehmen mit hohen Hygienestandards wie die Lebensmittel- und Pharmaindustrie. Dort werden die Flurförderzeuge meistens in Innenbereichen eingesetzt, die nicht verunreinigt werden sollten. Da Lithium-Ionen-Batterien im Verhältnis zu Blei-Säure-Batterien keine Säure enthalten, die verschüttet werden könnte und keine Dämpfe erzeugen eignen sie sich insbesondere für saubere Produktions- und Lagerbereichen.

Hinzu kommt, dass Lithium-Ionen-Batterien nicht den hohen Wartungsaufwand erfordern wie ihre Blei-Säure-Pendants. Dies trägt dazu bei, die Kosten zu senken und Ausfallzeiten zu vermeiden.

„Bei guter Verfügbarkeit und erschwinglichen Kosten erwarten wir, dass sich immer mehr Unternehmen für den Einsatz von Lithium-Ionen-Batterien entscheiden werden“, fügt Antony hinzu. „Besonders attraktiv dürfte die Technologie für neue Standorte sein, da kein spezieller Laderaum gebaut werden muss und somit viel Platz gespart werden kann.“

Infrastruktur anpassen

Insbesondere für leistungsstarke Lithium-Ionen-Stapler muss die Infrastruktur in den Unternehmen angepasst werden. So benötigen ältere Standorte möglicherweise Änderungen an der Verkabelung, um dem Strombedarf an den Ladestellen zu decken. Darüber hinaus muss berücksichtigt werden, dass Lithium-Ionen-Batterien schneller laden als Blei-Säure-Batterien und deshalb mehr Strom benötigen.

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