Frischer Antrieb fürs Lager

Die Flurförderfahrzeug-Flotte des Kunststoffveredlers Orafol sollte jünger, stärker und grüner werden. Kein Problem für die Experten von Jungheinrich. Mit einem ausgefeilten Plan ersetzten sie in kürzester Zeit und im laufenden Produktionsbetrieb mehr als 100 Altgeräte durch neue mit Lithium-Ionen-Antrieb. Die perfekte Ladesäulen-Infrastruktur lieferten sie gleich mit.
 Im Zuge der Modernisierung wurden auch einige Sonderfahrzeuge, wie beispielsweise 
sieben Ex-Schutz-Geräte, also explosionsgeschützte Fahrzeuge, ausgetauscht.
Im Zuge der Modernisierung wurden auch einige Sonderfahrzeuge, wie beispielsweise sieben Ex-Schutz-Geräte, also explosionsgeschützte Fahrzeuge, ausgetauscht.Bild: Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG

Zufrieden blicken Frank Dwornicki und Manuel Reinfandt auf den Bildschirm: Alles im grünen Bereich. Das Flottenmanagementsystem von Jungheinrich zeigt weder Warnhinweise noch Ausfälle an. Die Flurförderfahrzeuge arbeiten in allen drei Schichten störungsfrei. Das war nicht immer so, erinnert sich Manuel Reinfandt, Teamleiter technischer Einkauf bei Orafol: „Bei uns waren mehr als 250 Flurförderfahrzeuge für gemischte Anwendungen im Einsatz. Einige davon hatten schon über 20 Jahre auf dem Buckel. Die waren noch von Steinbock, einer Firma, die nun schon seit 1994 zu Jungheinrich gehört“, erklärt er und fährt schmunzelnd fort: „Das zeugt natürlich von guter Qualität, aber in letzter Zeit nahmen die Störfälle zu. Bisher haben wir daraufgesetzt, unsere Fahrzeuge selbst instand zu halten. Das hat sich auch lange gerechnet. Erst in letzter Zeit schossen die Reparaturkosten in die Höhe. Der laufende Fertigungsbetrieb litt an der Unzuverlässigkeit der Flotte und die Mitarbeiter waren gefrustet. Wir mussten handeln.“

 2020 beschloss Orafol seine komplette Flurförderzeugflotte zu erneuern - Partner der Modernisierung: Jungheinrich aus Hamburg.
2020 beschloss Orafol seine komplette Flurförderzeugflotte zu erneuern – Partner der Modernisierung: Jungheinrich aus Hamburg.Bild: Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG

Umsteigen, der Umwelt zuliebe

Orafol Europe ist ein Hersteller von innovativen, selbstklebenden grafischen Produkten, retroreflektierenden Materialien, Klebebandsystemen und Polymerfolien. Am Stammsitz Oranienburg, vor den Toren Berlins, produziert das 1921 gegründete Unternehmen auf 250.000m2 Fertigungsfläche für Kunden in mehr als 100 Ländern. Seine Flurförderfahrzeuge kauft Orafol schon seit Anfang der 90er Jahre bei Jungheinrich. Inzwischen ist aus guter Zusammenarbeit eine strategische Partnerschaft entstanden. „Natürlich ist uns nicht entgangen, welche Fortschritte es bei Flurförderfahrzeugen im Bereich der Antriebe gibt. Besonders interessant ist für uns die Lithium-Ionen-Technologie“, erzählt Frank Dwornicki, verantwortlich für den Einkauf und die Logistik der Orafol Gruppe.

2020 beschlossen die Verantwortlichen bei Orafol, die Fahrzeugflotte umfassend zu modernisieren und erstellten ein Konzept mit klarer strategischer Ausrichtung. „Im Fokus stand, Altfahrzeuge durch neue, mit nachhaltigem Lithium-Ionen-Batterieantrieb ausgestattete, zu ersetzen“, erzählt Dwornicki. „Diese Technologie überzeugt uns sowohl mit Blick auf die Arbeitssicherheit als auch mit den kurzen Ladezyklen, die im Dreischicht-Betrieb besonders wichtig sind. Schließlich kostet jeder Stillstand Geld.“ Für den Umstieg von Blei-Säure-Batterien auf Lithium-Ionen-Batterien sprach auch der geringere Stromverbrauch, betont Dwornicki: „Wir sehen es als unsere unternehmerische Verantwortung, umweltbewusst zu handeln und unseren CO2-Fußabdruck so klein wie möglich zu halten.“

Mehr Flexibilität durch Mieten statt Kaufen

Auf der Grundlage dieses strategischen Konzepts initiierte Orafol eine Ausschreibung, um frischen Wind in die Fahrzeugflotte zu bringen, und Jungheinrich schlug den Wettbewerb mit dem besten Gesamtkonzept. Es sah neben der Optimierung des Fuhrparks einen Mix aus Kaufoption und Miete vor. „Damit haben wir planbare monatliche Raten und kaum gebundenes Kapital“, erklärt Dwornicki und ergänzt: „Und die Fahrzeuge in unserer Flotte sind in Zukunft immer top modern.“ Das Jungheinrich Konzept beinhaltete zudem einen Full-Service-Vertrag mit einem Zehn-Jahres-Rahmenvertrag. „Die Verjüngung unserer Flotte, ihre effizientere Ausrichtung sowie die sehr guten Konditionen gaben den Ausschlag, uns für die weitere Partnerschaft mit Jungheinrich zu entscheiden“, erzählt Dwornicki. „Gefallen hat uns aber auch, dass wir bei den Jungheinrich Mitarbeitern von Beginn an gespürt haben, wie sehr sie für das Projekt brennen.“

Am Anfang steht die Bestandsaufnahme

Für Robert Pfeiffer, Fachberater Serienbereich von Jungheinrich, begann das Projekt erst einmal mit einem kilometerlangen Fußmarsch. Gemeinsam mit Manuel Reinfandt, der die Projektleitung der Flottenmodernisierung bei Orafol übernahm, machten Pfeiffer und ein paar Kollegen drei Tage lang eine sorgfältige Bestandsaufnahme der bestehenden Flotte. Alle 250 Flurförderfahrzeuge in den insgesamt zwölf Produktionshallen wurden einzeln bewertet. „Orafol wünschte sich nicht nur nachhaltige Antriebe, sondern auch eine gewisse Standardisierung gleichartiger Fahrzeuge, um sie innerhalb der Fertigung flexibel austauschen zu können“, erklärt Pfeiffer und ergänzt: „Außerdem waren viele Geräte den Produktionsanforderungen nicht mehr gewachsen. Hierfür mussten wir passende Lösungen finden.“ Ausführliche Gespräche mit den Bedienern sowie den Hallenleitern brachten Aufschluss darüber, wofür Fahrzeuge eingesetzt werden und welche Arten von Fahrzeugen sich dazu am besten eignen.

Seiten: 1 2 3Auf einer Seite lesen

Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG

Das könnte Sie auch Interessieren

Anzeige

Anzeige

Bild: SpanSet GmbH & Co. KG
Bild: SpanSet GmbH & Co. KG
Was heißt: 
„In Anlehnung an die Norm“?

Was heißt: „In Anlehnung an die Norm“?

Dürfen Produkte, die das GS-Prüfzeichen und gleichzeitig den Zusatz „in Anlehnung an die Norm“ tragen, verwendet werden, als seien sie nachweislich sichere Produkte beziehungsweise Arbeitsmittel? Die Antwort lautet: Ja! Doch der Hinweis „in Anlehnung“ sorgt für Unbehagen. Es ist Zeit, über die Hintergründe zu informieren, die heutige Norm zu interpretieren und sie bei nächster Gelegenheit anzupassen. Es geht um die EN 12195-2.

Bild: VETTER Industrie GmbH
Bild: VETTER Industrie GmbH
Gabelzinken-Hersteller 
mit Tradition

Gabelzinken-Hersteller mit Tradition

Vetter ist heute einer der führenden Hersteller von Gabelzinken in Europa. An Produktionsstandorten in Deutschland und den USA wird das wohl umfangreichste Gabelzinken-Produktprogramm für die Flurförderzeugindustrie gefertigt. Mit Einführung der SmartFork – der intelligenten Gabelzinke mit integrierter Kamera- und Sensortechnik – ist Vetter Schrittmacher für mehr Sicherheit beim Staplereinsatz und einer erfolgreichen Logistik 4.0.

Bild: Körber AG
Bild: Körber AG
Warehouse der Zukunft

Warehouse der Zukunft

Körber unterstützt mit seinem Geschäftsfeld Supply Chain den Sportfachhändler Intersport beim Neubau und der Erweiterung des Zentrallagers in Heilbronn. Von der Planungsphase bis zur Finalisierung zeichnet Körber sich verantwortlich für die praktische Umsetzung eines vollautomatisierten Lagers, das nicht nur technologisch State of the Art ist, sondern auch den wachsenden Bedarf an intelligenter Lagerkapazität in den kommenden Jahren abdecken kann.

Bild: Schulte-Henke GmbH
Bild: Schulte-Henke GmbH
Sicherer Transport von 
Elektro- und Konsumgütern

Sicherer Transport von Elektro- und Konsumgütern

Fernseher, Kühlschränke und Waschmaschinen haben eine Gemeinsamkeit. Sie alle werden mit Hilfe von Karton- und Geräteklammern mittels Gabelstapler schnell und sicher transportiert. Da Stabau seine Kunden in schnellwachsenden Branchen wie der Konsumgüter- und Elektronikindustrie bestmöglich unterstützen möchte, bietet das Unternehmen zahlreiche Varianten des Anbaugeräts und individuelle Sonderlösungen an.

Anzeige

Anzeige

Anzeige