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Lesedauer: 6 min
13. Juli 2021
Gerätegeneration ´21
Bild: Safelog GmbH

Die fortschreitende Automatisierung von intralogistischen Abläufen und Produktionsprozessen eröffnet immer neue Einsatzmöglichkeiten für Fahrerlose Transportsysteme. Hersteller von AGVs sind gefordert, die Soft- und Hardwarekomponenten ihrer Geräte an die neuen Aufgaben und gestiegenen Anforderungen anzupassen. Beispiele hierfür sind Akkukapazität, Umsetzung des Kommunikationsstandards VDA5050 oder die Kompatibilität mit 5G-Netzwerken. Die Intralogistikexperten von Safelog stellen sich diesen Herausforderungen und überarbeiten alle Modelle ihres AGV-Portfolios. Den Anfang macht im Sommer 2021 das neue Safelog AGV M4.

„Die Erwartungen unserer Kunden im Hinblick auf Leistungsfähigkeit und Einsatzflexibilität von Fahrerlosen Transportsystemen steigen von Jahr zu Jahr“, berichtet Mathias Behounek, Geschäftsführer der Safelog GmbH. „Diese zu erfüllen, ist uns ein wichtiges Anliegen und selbstverständlich entspricht es auch dem Anspruch an uns selbst, dass wir unsere AGV-Modelle fortlaufend verbessern und Optimierungspotenziale ausschöpfen.“

Mehr Antriebsmoment und neues Hubsystem

Entscheidend für die verbesserte Performance der Safelog AGVs der Generation ´21 ist der speziell entwickelte bürstenlose DC-Motor. Der verschleißarme und leistungsstarke Antrieb sorgt für ein deutlich höheres Anfahrmoment, sodass Transportgüter bis zur Maximallast des jeweiligen Geräts problemlos bewegt werden können. Gleichzeitig unterstützt das gesteigerte Eigengewicht des Safelog AGV M4 die optimale Kraftübertragung. „Mit dem Antrieb können wir ein breites Geschwindigkeitsspektrum von 0,02m/s bis maximal 1,6m/s abbilden. Die reduzierte Minimalgeschwindigkeit eröffnet uns dabei zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der mobilen Montagesysteme“, erklärt Behounek. Die maximale Zuglast beträgt weiterhin 1.500kg, während die Leistungsfähigkeit für Topload auf 1.000kg verfünffacht wurde. Für den Transport und das Handling dieser höheren Lasten stattet Safelog sein AGV M4 mit einem stabilen Stahlchassis sowie mit einem optionalen elektrischen Scherenhub aus. Das beidseitig montierte Hubsystem verfügt über eine maximale Hubhöhe von 40mm, um Paletten und Gitterboxen als Topload automatisch aufzunehmen.

Konstruktionsänderungen erschließen zusätzliche Einsatzgebiete

Trolleys und Anhänger für Intralogistikprozesse werden meist nach Kundenwünschen oder gemäß spezieller Anwendungsanforderungen gefertigt. „Um das Einsatzspektrum des AGV M4 möglichst umfangreich zu gestalten, haben wir die Gerätehöhe um mehr als 15Prozent auf 220mm reduziert“, erläutert Behounek. „Damit sind wir in der Lage, eine Vielzahl der marktüblichen Trolleys und Anhänger zu unterfahren und über ein System aus Hubbolzen und Schnappfalle automatisch an- und abzukoppeln.“ Ein RFID-Reader an der Oberseite des FTS informiert das Steuerungssystem, sobald ein Trolley unterfahren wird. Zur Vereinfachung des Kopplungsvorgangs wurde das Safelog AGV M4 mit einem Kamerasystem ausgerüstet, um die Trolleyposition automatisch zu analysieren. Der mobile Transportroboter berechnet die Ausrichtung und unterfährt den Anhänger entsprechend. Ein exaktes Justieren des Trolleys durch einen Werker ist somit nicht notwendig. Das Gehäuse des AGV M4 ist nach IP54 staub- und spritzwassergeschützt, um in anspruchsvollen Produktionsumgebungen bestehen zu können.

Induktivladesystem und skalierbare Batteriekapazität

Mit der Gerätegeneration ´21 werden die Induktivladesysteme der Wiferion GmbH bei allen neuen Safelog AGVs zum Standard. Das bisherige Ladesystem über Kupferschleifkontakte wird weiterhin als Option angeboten. Die Energieversorgung der FTS über das Wiferion etaLINK 3000 Ladesystem erfolgt voll automatisiert im laufenden Betrieb, ohne den Materialfluss zu unterbrechen. Der Ladevorgang ist verschleißfrei, sodass die Verschmutzung der Arbeitsumgebung durch Abrieb, wie er bei Schleifkontakten entsteht, entfällt. Die Bodenplatte der Ladestation kann aus jeder beliebigen Richtung angefahren werden. Sobald der Empfänger im AGV vollständig über der stationären Platte positioniert ist, wird die Induktivspule automatisch eingeschaltet und die Ladung der LiFePo4-Batterien startet. Ist kein Ladestopp vorgesehen, kann die Ladeplatte ohne Reduzierung der Prozessgeschwindigkeit überfahren werden.

Im Vergleich zum Vorgängermodell ist die Batteriekapazität des Safelog AGV M4 konfigurierbar. Je nach Anwendung kann das FTS mit bis zu vier LiFePo4-Batterien bestückt werden, um eine optimale Prozessanpassung zu erzielen. Die Kapazität reicht dabei von 21Ah bis 84Ah. „Werden die AGVs im Mehrschichtbetrieb unter hoher Belastung betrieben, empfiehlt sich eine Lösung mit vier Batterien“, erklärt Behounek. „Ist prozessseitig ein Zwischenladen z.B. in Pufferplätzen möglich, reicht eine Batterie für einen reibungslosen Betrieb vollkommen aus.“

Schwärme aus verschiedenen Gerätegenerationen

Die neue Gerätegeneration kann innerhalb eines Prozesses problemlos mit AGVs der älteren Modelltypen eingesetzt werden, da Safelog Software-Updates generationsübergreifend zur Verfügung stellt. Dadurch können Schwärme, die aus AGVs verschiedener Gerätegenerationen bestehen, ohne Einschränkungen gemeinsam betrieben werden. Die Schwarmintelligenz der agentenbasierten Steuerung verbindet Jung und Alt und sorgt für eine erfolgreiche Bewältigung der anstehenden intralogistischen Aufgaben.

Safelog GmbH
http://www.safelog.de

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