Schnellere Einführung von One Vision

Newsletter 08 dhf 27 2026
Bild: Cognex Germany Inc.

Cognex, einer der führenden Anbieter im Bereich der industriellen Bildverarbeitung, gab die allgemeine Verfügbarkeit von One Vision bekannt, seiner kollaborativen Entwicklungsumgebung für KI-Bildverarbeitung, die darauf ausgelegt ist, KI-gestützte Inspektionen in Fertigungsbetrieben zu vereinfachen und zu skalieren.

Seit dem Start der Beta-Version im Juni 2025 haben weltweit mehr als 100 Kunden One Vision genutzt, um die Entwicklung und Einführung KI-gestützter Bildverarbeitungslösungen zu beschleunigen. Viele von ihnen konnten innerhalb von Tagen statt Monaten den Sprung von Anwendungen an einzelnen Produktionslinien zu standortübergreifenden Implementierungen schaffen. Diese Dynamik spiegelt einen allgemeinen Wandel wider, da Hersteller sich von vereinzelten KI-Pilotprojekten hin zu vernetzten, unternehmensweiten Inspektionsstrategien bewegen.

„KI-Bildverarbeitung bietet schon seit Langem einen Mehrwert, doch ihre flächendeckende Einführung im gesamten Betrieb stellte bislang eine Hürde dar“, sagte Matt Moschner, President und CEO von Cognex. „Hersteller stehen immer wieder vor denselben Herausforderungen – von fragmentierten Arbeitsabläufen bis hin zu Modellen, die sich nicht an unterschiedliche Umgebungen anpassen lassen. One Vision löst dieses Problem, indem es die Einfachheit der Edge-Technologie mit der Skalierbarkeit der Cloud verbindet und Unternehmen dabei unterstützt, den Schritt von isolierten Pilotprojekten hin zu einer einheitlichen, unternehmensweiten Bereitstellung zu vollziehen.“

Cloud-to-Edge-Architektur für skalierbare KI-Vision

One Vision löst eine seit langem bestehende Herausforderung im Bereich der industriellen KI: die Bereitstellung fortschrittlicher Bildverarbeitungsanwendungen im Unternehmensmaßstab, ohne dabei die Komplexität zu erhöhen oder die Produktion zu verlangsamen. Hiermit wird eine Cloud-to-Edge-Architektur eingeführt, bei der KI-Modelle in der Cloud trainiert, verwaltet und gesteuert werden, während die Inspektion am Edge auf Cognex-Bildverarbeitungssystemen erfolgt, um eine zuverlässige Ausführung in Echtzeit zu gewährleisten. Kunden können nun den gesamten KI-Lebenszyklus zentral verwalten – von der Erfassung und Kennzeichnung von Produktionsbildern bis hin zur Verfeinerung von Modellen – und Updates einheitlich auf allen Geräten weltweit bereitstellen. One Vision ist für die Zusammenarbeit mit den neuesten Systemen von Cognex optimiert, darunter In-Sight 3900 und In-Sight 6900.

„Während One Vision die Cloud für die Entwicklung und Verwaltung nutzt, erfolgt die Inspektion während der Laufzeit weiterhin vollständig am Rand“, sagte Reto Wyss, Vice President of Vision Engineering bei Cognex.

„Sobald ein Modell bereitgestellt ist, ist keine Verbindung zur Cloud erforderlich. Die Produktionsdaten bleiben lokal gespeichert, und die Latenz spielt keine Rolle.“

Durch die Zentralisierung der Modellentwicklung und -verwaltung unterstützt One Vision Hersteller dabei:

  • die Prüfprozesse standortübergreifend zu standardisieren.
  • Doppelarbeit zwischen den Teams zu reduzieren.
  • die Skalierungskosten um bis zu 50% zu senken.
  • die Versionskontrolle und Konsistenz bei allen Implementierungen sicherzustellen.

Kundenerfolg: Vom Pilotprojekt zum globalen Maßstab

In verschiedenen Branchen, darunter die Automobilindustrie, die Elektronikbranche, die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie das Gesundheitswesen, profitieren Kunden von einer schnelleren Entwicklung von KI-Anwendungen, einem höheren Durchsatz und konsistenteren Prüfergebnissen – bei gleichzeitiger Verringerung der Abhängigkeit von Spezialwissen und einer weltweiten Skalierung der Implementierungen.

Essity – Entwicklung von KI-Prüfverfahren: von einem Jahr bis zu einem Tag

„Bei unserem bisherigen Ansatz dauerte die Entwicklung einer zuverlässigen Anwendung zur Dichtheitsprüfung mehr als ein Jahr voller Iterationen und Feinabstimmungen, und Qualitätsprobleme konnten zu vollständigen Chargenrückgaben und erheblichen Materialverlusten führen“, sagte Amin Tajeddine, Manager für Betriebstechnologie und Digitalisierung. „Mit One Vision konnten wir in weniger als einem Tag eine funktionsfähige Lösung entwickeln und vorführen. Die Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit von One Vision haben den Entwicklungsaufwand erheblich reduziert und geben uns die Zuversicht, dass sich KI-Bildverarbeitungsanwendungen schnell auf unsere gesamten Betriebsabläufe ausweiten lassen.“

Schneider Electric – Standardisierung der KI-Prüfverfahren auf globaler Ebene

„One Vision ermöglichte es uns, KI-Prüfstandards zentral zu entwickeln und zu validieren und diese Modelle anschließend in unseren weltweiten Betrieben einzusetzen“, sagte Christophe Ernis, Smart Operation Manager in der Product Power Division. „Dieser Ansatz hat uns dabei geholfen, den Ertrag zu verdoppeln, Fehlauswürfe drastisch zu reduzieren und unsere Abhängigkeit von spezialisiertem Bildverarbeitungs-Know-how zu verringern. Vor allem aber bietet er uns eine reproduzierbare Methode, um bewährte Verfahren zuverlässig auf alle unsere Werke auszuweiten.“

3M – Beschleunigung und Verbesserung der Zusammenarbeit bei der Entwicklung von KI-Bildverarbeitungssystemen

„Mit One Vision können unsere Ingenieure Produktionsbilder schnell beschriften, Modelle erstellen und diese mit deutlich geringerem Aufwand auf Kameras bereitstellen“, sagte Scott Daniels, Senior Manufacturing Technology Engineer.

Da die allgemeine Verfügbarkeit nun begonnen hat, rechnet Cognex damit, dass die Dynamik bei One Vision zunehmen wird, da Hersteller skalierbare KI-Bildverarbeitung benötigen, um die betriebliche Effizienz in ihren globalen Produktionsnetzwerken zu steigern.