Wave versus Waveless-Kommissionierung

Der E-Commerce verändert die Art und Weise, wie Bestellungen in Lagern bearbeitet werden. Waveless-Kommissionierung ersetzt dabei zunehmend die bisher gängige Wave-Methodik. Manhattan Associates, Anbieter von Supply-Chain- und Omnichannel-Lösungen, gibt einen Überblick über die Unterschiede und Vorteile der einzelnen Arbeitsweisen.
 Order Streaming optimiert nicht nur Effizienz und Serviceebenen, es unterstützt Teams außerdem beim Umgang mit kurzfristigen Änderungen und Unternehmen bei ihrer langfristigen Weiterentwicklung.
Order Streaming optimiert nicht nur Effizienz und Serviceebenen, es unterstützt Teams außerdem beim Umgang mit kurzfristigen Änderungen und Unternehmen bei ihrer langfristigen Weiterentwicklung.Bild: Manhattan Associates GmbH

Die Bearbeitung von Aufträgen nach der Wave-Methode beinhaltet die Kommissionierung in der bekannten und klassischen Weise. Eine sogenannte ‚Wave‘ bezeichnet die Gruppierung von Arbeiten, die auf der Grundlage allgemeiner Parameter zur Kommissionierung freigegeben werden. Einfach ausgedrückt: Die Aufträge werden gruppiert und dann gebündelt nach Liste abgearbeitet. Danach folgt die zweite Welle mit gleichem Ablauf. Der große Vorteil besteht darin, dass dadurch die Route des Kommissionierers optimiert und damit die Effizienz verbessert wird.

Eine Technik, die im Einzel- und Großhandel gut funktioniert, aber im E-Commerce an ihre Grenzen stößt. Bestellungen können nicht warten, denn Schnelligkeit ist das A und O – schließlich wurde dem Kunden versprochen, dass das Produkt morgen oder sogar heute geliefert wird. Das sehr variable Ordnungsmuster von Online-Bestellungen erfordert daher auch einen anderen Ansatz.

Bevorzugte Behandlung von Online E-Commerce-Bestellungen?

„Prioritäten innerhalb des bestehenden Wave-Betriebs zu setzen, kann eine Lösung sein, jedoch macht diese Anpassung den Betrieb weniger effizient“, erklärt Urban van Loon von Manhattan Associates. „Die Folge ist, dass die Pakete an den Packstationen verspätet ankommen können, was keine optimale Lösung darstellt.“

Waveless-Fulfillment als Lösungsansatz

Waveless-Fulfillment geht nicht von einer klassischen Planung wie beim Wave-Fulfillment aus, sondern die Aufträge werden automatisch und separat vom WMS vorbereitet. Gewöhnlich erfolgt dies nach dem Zufallsprinzip, aber wenn nötig prioritär. Die einzelnen Schritte beinhalten unter anderem den Zeitpunkt der Zustellung und den Annahmeschluss des Paketdienstes. Gleichzeitig werden die Kapazitäten der verschiedenen Abteilungen – Kommissionieren, Sortieren, Verpacken – analysiert. Abhängig von der Verfügbarkeit werden Aufträge freigegeben. „Statt wie bei der Wave-Kommissionierung gebündelt weiterzuverarbeiten, wird bei Waveless eher ‚gepulst‘. Das bedeutet auch, dass die operative Kontrolle anders abläuft. Der Manager muss sich die Verfügbarkeit in den verschiedenen Abteilungen genau ansehen und entscheiden, ob zusätzliche Kommissionierer hinzugezogen oder eine zusätzliche Packstation geöffnet werden muss, um den Fluss zu optimieren. Die Vorteile sind mehr Flexibilität und Freiheit und dadurch ein erhöhter Durchsatz. Denn mit den gleichen Mitarbeitern und Geräten können mehr Pakete bearbeitet werden, da alle verfügbaren Kapazitäten voll ausgenutzt werden.“

Order Streaming: das Beste aus beiden Welten

Für diejenigen, die nicht wählen, sondern die Vorteile beider Konzepte nutzen wollen, gibt es ebenfalls eine Lösung auf dem Markt: Manhattan Associates bietet sie unter dem Namen Order Streaming an. Order Streaming sorgt durch die Abstimmung von Mensch und Maschine für eine optimale Kombination beider Kommissionierungsstrategien, sodass das Lager und die Arbeitsverteilung effizienter, profitabler und flexibler arbeiten. Hinzu kommt, dass immer mehr Unternehmen angesichts des wachsenden Omnichannel-Handels und der Komplexität ihrer Fulfillment-Strategie, eine geeignete Technologie benötigen, um den Wandel zu meistern.

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