Produktionsversorgung Just-in-Sequence

Albert Craiss verantwortet künftig die komplette Intralogistik am Tübinger Lager- und Montagestandort eines namhaften Technologiekonzerns. Aufgabe ist es, im Werk absolute Liefertreue Just-in-Sequence sicherzustellen. Innerhalb von zwei Jahren wird Craiss ein neues Intralogistikkonzept implementieren und die Anlagen modernisieren.
Jürgen Manuschewski leitet den bald größten Standort der Craiss Unternehmensgruppe, Tübingen.
Jürgen Manuschewski leitet den bald größten Standort der Craiss Unternehmensgruppe, Tübingen.Bild: Fany Fazii

„Wir realisieren in Tübingen ein hochkomplexes Projekt, das wir nur dank unserer jahrelangen Expertise in der Intralogistik stemmen können“, sagt Jürgen Manuschewski, Standortleiter Tübingen von Albert Craiss. Der Logistikdienstleister wurde von einem bekannten Technologiekonzern damit beauftragt, die Intralogistik in seinem Lager- und Montagewerk auf kürzeste Durchlaufzeiten, höchste Qualität in der Montageversorgung, maximale Liefertreue und geringste Prozesskosten auszurichten. Weiterhin übernimmt Craiss die Rolle eines Entwicklungspartners, der die Optimierung der Intralogistik kontinuierlich und aktiv vorantreibt.

Schnelle Montageversorgung mit ‚Fast-Track‘-Stellplätzen

Mit einem Konzept, dessen Umsetzung die Verschlankung, Digitalisierung und Beschleunigung der Prozesse sowie eine umfangreiche Modernisierung der 8.600qm großen Logistikfläche beinhaltet, hatte Craiss sich im Ausschreibungsverfahren gegen elf Mitbewerber durchgesetzt. Ein Beispiel der vorgesehenen Maßnahmen ist die Integration von sogenannten „Fast-Track“-Stellplätzen im Lagerbereich anstelle des klassischen Bereitstellbahnhofs in Sequenz für kommissionierte Aufträge. Diese sind frei belegbar und ermöglichen durch direkten Zugriff auf jeden Auftrag eine hochflexible und schnelle Versorgung der Montage bei geringerem Flächenbedarf.

Selbststeuernde Regelkreise arbeiten im Pull-Prinzip und reduzieren den Steuerungsaufwand in der gesamten Prozessabwicklung in erheblichem Maße. In der Montage bringt der Einsatz von Etagenwagen anstelle von Gitterboxen einen weiteren Flächengewinn. Der Austausch der Gabelstapler durch Routenzüge erhöht die Sicherheit bei der Produktionsver- und -entsorgung, minimiert den Verkehr, reduziert die Geräuschkulisse und steigert die Produktivität.

Übernahme im laufenden Betrieb

Seit Oktober 2019 ist Craiss für den Wareneingang, die Lagerhaltung und -logistik sowie die Produktionsver- und -entsorgung verantwortlich. Da die Produktionsversorgung zu jeder Zeit sichergestellt werden musste, erfolgte die Übernahme durch Craiss nach intensiver Schulung der 50 Mitarbeiter im laufenden Betrieb.

Die derzeit noch bei dem Technologiekonzern angesiedelten Bereiche Verpackung und Versand wird Craiss ebenfalls in diesem Jahr übernehmen. Damit verantwortet der Dienstleister künftig als Third-Party-Logistics-Anbieter (3PL) die komplette Intralogistik. Manuschewski beschreibt den Auftrag als Vorzeigeprojekt der Firma Craiss: „In Tübingen entsteht aktuell nicht nur der größte Standort unseres Unternehmens, sondern auch die modernste, schnellste und effizienteste Intralogistik für ein sehr variantenreiches Montagewerk.“

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Still automatisiert den innerbetrieblichen Transport im Nestlé Produktionswerk Biessenhofen mit Automated Guided Vehicles (AGVs). Herausforderung war, dass die Intralogistik während der laufenden Produktion reorganisiert werden musste. Das Resultat der Automatisierung ist ein kontinuierlicher Transport zur Versorgung und Entsorgung der Produktion an 24/7. Der Warenfluss konnte dadurch geglättet und die Warenbestände an den Maschinen abgebaut werden. Des Weiteren wurden auf dem Werksgelände sechs Lager für die Verpackungen der Nestlé Produkte aufgelöst und in Still Pallet Shuttle Kanallagern zusammengefasst. Die Automatisierung sorgt für eine Steigerung der Durchsatzleistung, Flexibilität und Prozesssicherheit.