Plastic Waste Free World

Bild: Chep Deutschland GmbH

Die Firma Chep nahm als Experte für abfallfreie Lösungen für die Lieferkette an der Veranstaltung Plastic Waste Free World Europe teil und teilte ihr Wissen und ihre Erfahrung als langjähriger Anbieter von wiederverwendbaren Paletten und Behältern und Pionier der Kreislaufwirtschaft. Das Unternehmen präsentierte sein Programm Zero Waste World (ZWW), eine 2019 gegründete Kooperationsinitiative, die Initiativen zur Abfallvermeidung mit Schwerpunkt auf der Beseitigung von Einwegverpackungen leitet. Ziel ist es, gemeinsam einen Mehrwert für die Kunden von Chep, den Planeten und Unternehmen zu schaffen. Das Programm arbeitet mit einem breiten Netzwerk von Herstellern und Einzelhändlern zusammen, um gemeinsame Lösungen zu entwickeln und in großem Maßstab umzusetzen.

Neben den Chep-Experten Katrin Zeiler, Senior Director Zero Waste World, und Daniel Lopez, Director Product und Innovation Management, sprachen Vertreter von rund 130 Unternehmen auf dem Event. Alle Unternehmen verfolgen bereits nachhaltige und kreislauforientierte Ansätze und leisten damit einen Beitrag zur Bewältigung der Plastikverschmutzungskrise weltweit.

Verpackungsfreie Gänge als der nächste Trend

Laut Eurostat wurden im Jahr 2020 in Europa 177,2kg Verpackungsabfälle pro Einwohner erzeugt, davon etwa 40 Prozent aus Karton und Papier, 20 Prozent aus Kunststoff, 19 Prozent aus Glas und 15 Prozent aus Holz. Etwa die Hälfte der jährlichen Kunststoffproduktion weltweit ist für Einwegprodukte bestimmt. Durch eine nachhaltige Verpackung lässt sich dieser Abfall drastisch reduzieren, was Unverpacktläden beweisen.

Chep will einen Schritt weiter gehen und gemeinsam die Einwegverpackungen im traditionellen Einzelhandel reduzieren. Aus diesem Grund hat sich das Unternehmen zusammen mit den britischen Einzelhändlern Marks & Spencer, Morrisons, Ocado, Waitrose & Partners der Refill Coalition angeschlossen, um zusammen wiederverwendbare Nachfüllbehälter und Spender zu entwerfen und skalierbar zu machen. Diese sollen im Einzelhandel aufgestellt einen Gang ohne verpackte Waren bilden. Ziel der Initiative ist es, den Verpackungsmüll um 98 Prozent zu reduzieren.

„Als Kooperationsprogramm, das Initiativen zur Reduzierung von Abfällen und zur Schaffung von Mehrwert für unser Unternehmen, unsere Kunden und unseren Planeten anführt, freuen wir uns darauf, gemeinsam an nachhaltigen und zukünftigen Lieferketten zu arbeiten – auf dem Weg zu regenerativen Lieferketten“, erklärt Katrin Zeiler.

Kreislaufwirtschaft bereits im Designprozess verankert

Im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung des Produktlebenszyklus hat Chep die Beseitigung von Abfall und Umweltverschmutzung von der Konzeption über die Nutzung bis zum Ende der Lebensdauer seines Hauptprodukts, der Kunststoff- und Holzpalette, eingeführt. Dadurch ist es möglich, neue Produkte aus recycelten Materialien zu entwerfen und upzugraden, die sich viele Jahre in der Kreislaufwirtschaft einsetzen lassen. Gleichzeitig reduziert sich der Bedarf an Einwegverpackungen. Schließlich werden die Voraussetzungen geschaffen, dass alle Komponenten und ihre Materialien zu weiteren wiederverwendbaren Produkten recycelbar sind. Diese werden im Rahmen des Pooling-Modells von Chep gemeinsam genutzt. Designpraktiken und integrales Materialmanagement wurden eingeführt, um dabei zu helfen, die Lieferkette zu regenerieren.

„Durch die Übernahme der Grundsätze der Abfall- und Schadstofffreiheit als Teil unserer Innovationsstrategie ist es uns gelungen, einen soliden Plan zur Verbesserung und Entwicklung bestehender und neuer Produkte für den Einzelhandel umzusetzen. Das Ergebnis ist nicht nur das Upcycling von aus der Umwelt zurückgewonnenen Kunststoffabfällen, sondern auch das Schaffen der Voraussetzungen für den Aufbau einer regenerativen Lieferkette. Das Upcycling hat sich hier als entscheidender Faktor erwiesen, da es einen starken abfallpositiven Beitrag zu unserem bereits kreislauforientierten Pooling-Modell leistet“, berichtet Daniel Lopez.

„Wir gehen davon aus, dass wir ab 2023 mehr als 6.000t upgecycelte Kunststoffabfälle in bestehende und neue Store Solutions einbringen werden. Gleichzeitig stellen wir sicher, dass diese viele Jahre lang in der Kreislaufwirtschaft verbleiben. Dies ist ein direkter Beitrag von Chep zur Entlastung der Ökosysteme unseres Planeten und zur Erneuerung der Lieferkette im Einzelhandel“, fügt Daniel Lopez hinzu.

Klimaneutraler Ladungsträger

Ein Beispiel ist die neue Viertelpalette von Chep, die Q+ Reihe von Store Solutions: 2019 führt Chep die Q+ Display-Plattform auf Rädern ein, die zu 100 Prozent aus upgecyceltem Post-Consumer-Polypropylen (PP) besteht, um Neumaterial vollständig zu ersetzen. Im Jahr 2023 wird die statische Q+-Version folgen: Sie wird aus 100 Prozent Post-Consumer-PP-Kunststoff mit mindestens 70 Prozent Upcycling-Material aus privaten und gewerblichen Recyclingquellen hergestellt. Dieser Plan für europäische Store Solutions steht in vollem Einklang mit dem Unternehmensziel, bis 2025 in allen Kunststoffprodukten, die in den Pool eingeführt werden, mindestens 30 Prozent recyceltes Material zu verwenden.

Chep verfolgt seit seinen Anfängen ein in sich nachhaltiges Modell. Seit 2020 geht das Unternehmen einen Schritt weiter und hat eine noch ehrgeizigere Strategie eingeführt: bis 2025 regenerative Lieferketten aufzubauen – durch neue Wege für gemeinsame Nutzung und Kooperation, das Eliminieren von Abfall und Leerkilometern und das Reduzieren von Kosten und Komplexität. Das bedeutet, „über Null hinauszugehen“ und dem Planeten und der Gesellschaft mehr zurückzugeben, als es für die Ausübung seiner Geschäftstätigkeit benötigt.

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