KI als Transparenzmotor

Der steigenden Komplexität in der Intralogistik lässt sich mit KI-basierten Lösungen wie der Multi-Tier-Supply-Chain-Visibility von IntegrityNext zukunftsweisend begegnen
Der steigenden Komplexität in der Intralogistik lässt sich mit KI-basierten Lösungen wie der Multi-Tier-Supply-Chain-Visibility von IntegrityNext zukunftsweisend begegnenBild: IntegrityNext GmbH

Intralogistik bezeichnet das Management aller Materialflüsse innerhalb eines Unternehmens, aber auch die Beschaffung und den Absatz außerhalb des Unternehmens entlang der Lieferkette. Die Globalisierung hat diese Ketten deutlich komplexer gemacht. Viele Unternehmen kennen zwar ihre unmittelbaren Lieferanten, doch spätestens beim zweiten, dritten oder vierten Glied der Lieferkette ist der Überblick bestenfalls nur lückenhaft. Diese fehlende Transparenz birgt Risiken: Von Umwelt- bis hin zu Sozialstandards können Verstöße auftreten, die erst spät entdeckt werden und erhebliche rechtliche sowie finanzielle Folgen nach sich ziehen können.

Weiteren Druck erzeugen sich ständig verschärfende gesetzliche Vorschriften wie das Lieferkettengesetz und die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR). Letztere verlangt von Unternehmen sogar, den Ursprung ihrer Produkte offenzulegen und sicherzustellen, dass Nachhaltigkeitsvorgaben eingehalten werden. Besonders problematisch wird dies bei Zulieferern am Anfang der Lieferkette, deren Prozesse kaum überwacht werden. Diese Intransparenz kann dazu führen, dass Unternehmen potenzielle Störungen oder regulatorische Verstöße erst erkennen, wenn es bereits zu spät ist.

Gerade in der Intralogistik, wo schnelle und präzise Abläufe entscheidend sind, führen ungeplante Unterbrechungen der Lieferkette und Verzögerungen durch fehlende Rohstoffe oder geopolitische Risiken zu hohen Kostensteigerungen. Die Fähigkeit, solche Probleme rechtzeitig zu erkennen, bestimmt die Resilienz eines Unternehmens.

Alexander Hellwig ist Head of Sustainability Content bei IntegrityNext. Als Mitglied einer internen Taskforce behält er die regulatorischen Entwicklungen im Nachhaltigkeitsbereich stets im Blick.
Alexander Hellwig ist Head of Sustainability Content bei IntegrityNext. Als Mitglied einer internen Taskforce behält er die regulatorischen Entwicklungen im Nachhaltigkeitsbereich stets im Blick.Bild: Integrity Next GmbH

KI als Lösung für die Transparenzherausforderung

Digitale, KI-basierte Technologien sind die Mittel der Wahl, um eine umfassende Transparenz in mehrstufigen Lieferketten herzustellen. Die Multi-Tier-Supply-Chain-Visibility-Lösung von IntegrityNext geht genau auf dieses Problem ein. Sie nutzt Künstliche Intelligenz, um jedes Glied der Lieferkette sichtbar zu machen und den Nutzern Risiken frühzeitig aufzuzeigen, sodass diese minimiert werden können. Ein konkretes Beispiel: Ein Unternehmen, das elektronische Bauteile produziert, hat direkte Verträge mit Lieferanten für wichtige Komponenten, wie Halbleiter und Leiterplatten. Doch diese Komponenten bestehen oft aus mehreren Rohstoffen, die wiederum von Sub-Unternehmern stammen. Wenn einer dieser Lieferanten Nachhaltigkeitsstandards missachtet oder in einer Region mit hohen Umweltbelastungen produziert, erfährt das Unternehmen dies häufig erst zu spät – zum Beispiel im Rahmen einer externen Prüfung oder nach einem Lieferengpass. Die KI-Lösung von IntegrityNext hilft, solche versteckten Risiken frühzeitig zu identifizieren, indem sie die gesamte Kette von der Rohstoffquelle bis zum Endprodukt kartiert.

Dieser Prozess läuft automatisiert: Mithilfe von Zolltarifnummern und detaillierten Produktbeschreibungen erfasst die Lösung die Verbindungen zwischen den verschiedenen Zulieferern. Sie visualisiert die Lieferkette, indem sie die Materialflüsse und die involvierten Partner grafisch darstellt. Wenn beispielsweise Aluminium in einer Leiterplatte verwendet wird, kann die Plattform aufzeigen, welcher Lieferant das Aluminium liefert, welche Prozesse es durchlaufen hat und ob dabei Risiken wie Umweltverschmutzung oder Arbeitsrechtsverletzungen bestehen. So lassen sich kritische Bereiche – etwa Zulieferer in Regionen mit hohem Entwaldungsrisiko oder rechtlich unklaren Verhältnissen – sichtbar machen, um frühzeitig zu reagieren.

Dabei greift die Lösung nicht nur auf Schätzungen oder allgemeine Risikoindikatoren zurück, sondern auf validierte Informationen, die direkt von den Lieferanten kommen. Wenn ein Zulieferer beispielsweise ein Nachhaltigkeitszertifikat besitzt oder seine Emissionswerte misst, wird diese Information in die Datenbank aufgenommen und hilft dem Unternehmen, fundierte Entscheidungen zu treffen.

Insgesamt erzeugt diese Lösung eine hochgradig präzise und umfassende Übersicht über die gesamte Lieferkette – von den Rohstoffen bis zum Endprodukt – und hilft Unternehmen dabei, Risiken nicht nur zu erkennen, sondern auch gegenzusteuern und Compliance-Vorgaben einfacher einzuhalten.

Mehr Effizienz und Compliance für die Intralogistik

Neben einer noch nie dagewesenen Transparenz bringt der Einsatz von KI in der Lieferkettenüberwachung auch konkrete Vorteile für die betriebliche Praxis. Ein wesentliches Merkmal ist die schnelle Implementierung dieser Lösungen. Unternehmen, die sich für die Multi-Tier-Visibility-Technologie von IntegrityNext entscheiden, profitieren von einer zügigen Integration in bestehende ERP- und SCM-Systeme. Innerhalb weniger Wochen ist die Plattform voll einsatzbereit und bietet von Anfang an detaillierte Einblicke in die Lieferkette.

Nach der Inbetriebnahme können Unternehmen sofort auf gesetzliche Anforderungen wie die EUDR reagieren und gleichzeitig einen höheren Grad an Effizienz in der Steuerung ihrer Lieferkette erreichen. Durch die Automatisierung der Datenerhebung und -validierung reduziert die Plattform den administrativen Aufwand deutlich, sodass sich die Logistikabteilungen stärker auf strategische Aufgaben konzentrieren können.

Die Möglichkeit, Lieferketten bis zu den Anfängen zu kartieren und zu analysieren, unterstützt auch ein proaktives Risikomanagement. Unternehmen können potenzielle Störungen frühzeitig identifizieren und ihre Lieferkettenstrukturen anpassen, bevor Probleme eskalieren. Dies stärkt nicht nur die Widerstandsfähigkeit gegen externe Einflüsse, sondern trägt auch dazu bei, Nachhaltigkeitsziele konsequenter umzusetzen.

Fazit: KI steigert Transparenz und Resilienz in der Intralogistik

Die Intralogistik sieht sich durch zunehmende Komplexität und striktere Regulierungen mit immer größeren Herausforderungen konfrontiert. KI-basierte Lösungen wie die Multi-Tier-Supply-Chain-Visibility von IntegrityNext sind ein wegweisender Ansatz, um diesen Anforderungen zu begegnen. Mit den weiteren Lösungen von IntegrityNext – darunter Tools zur CO?-Messung und zur Erkennung von Zwangsarbeit – werden Unternehmen in die Lage versetzt, ihre Lieferketten effizient und zukunftssicher zu gestalten. Gerade in der Intralogistik reduziert das Unterbrechungen, optimiert Abläufe und bereitet das Unternehmen optimal auf kommende regulatorische Anforderungen vor.