Individuelle Lagerlogistik aus einer Hand

CTI Systems, Hersteller von Intralogistiksystemen mit Sitz im Norden Luxemburgs, bietet optimierte Lagersysteme für mittelständische Fensterbauer und verwandte Branchen an.
 Blick in eine Lagerhalle, ausgestattet mit einem
dynamischen Prozesspuffer von CTI Systems.
Blick in eine Lagerhalle, ausgestattet mit einem dynamischen Prozesspuffer von CTI Systems.Bild: CTI Systems S.à r.l.

Im Zeitalter von Industrie 4.0 steht die Steigerung der Effizienz aller Prozesse weit oben auf den To-do-Listen von Unternehmenslenkern. Besonders in Branchen mit anhaltend wachsender Auftragsentwicklung ist dies gleichbedeutend mit der Umstellung auf automatisierte Abläufe.

Im Bausektor führte die zunehmende Nachfrage nach einem individuell gestalteten Lebens- und Wohnumfeld zudem zu einer höheren Produktvielfalt. Bei den Herstellern dieser Güter wie etwa Fensterbauern erzeugt die daraus resultierende höhere Variantenzahl vor allem im Lager- und Kommissionierbereich einen permanent wachsenden Zeit- und damit Kostendruck. Deshalb verspüren mittelständische Unternehmen die Notwendigkeit, ihre Fertigungsprozesse anzupassen, um erfolgreich im Wettbewerb zu bestehen.

Als Lieferant individueller Lösungen im Bereich der Intralogistik hat CTI Systems mit Sitz im luxemburgischen Lentzweiler diese Unternehmen im Blick. In der Regel verfügen Betriebe dieser Branche über eine ganze Bandbreite von Fensterprofilen aus PVC oder Aluminium. Am Beispiel eines mittelständischen Fensterherstellers zeigt CTI, welche Effekte und Vorteile die Umstellung auf einen weitgehend automatisierten dynamischen Prozesspuffer bietet.

Oftmals wird die Lagerhaltung mittels Kragarmregalen realisiert, die von Seitenstaplern umständlich bedient werden. Die Schwachstelle in diesem System stellt das Kommissionieren dar, da der Such- und Entnahmeprozess sowie das Anfahren der verschiedenen Regale mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden sind.

Diesen Zeitaufwand spürbar zu verringern und damit Kosten zu reduzieren war die primäre Motivation für die Entwicklung der realisierten dynamischen Lagerlösung. Weitere Ziele waren es, die körperlichen Belastungen der eingebundenen Arbeitskräfte zu reduzieren und gleichzeitig die Fehlerquote zu verringern – all das unter möglichst optimaler Ausnutzung der vorhandenen Gebäudestruktur.

Dynamische Lagerlösung mit IT-Anbindung an ERP-System

Bei der nun vorgestellten CTI-Lösung werden die PVC Profile sortenrein in Kassetten angeliefert, die in Stapelpuffern übereinander auf Stapelgestellen vorgehalten werden. Die einzelnen Stapel wiederum werden in höchster Lagerdichte nebeneinander in mehreren Zonen platziert.

Dem Materialeingang nachgeordnet befindet sich die Vorbereitungs- bzw. Pufferzone, die bereits gemäß der Reihenfolge des täglichen Produktionsbedarfs befüllt wird. Von dort werden die Kassetten mit einem Stapelkran in die vorgelagerte Sortierzone automatisch umgestapelt. Die Profile werden schließlich an der Frontseite der Kassetten entnommen.

Auch hierbei werden die Positionen in einer gemäß der Fertigungsplanes vorgegebenen Reihenfolge durch einen höhenverstellbaren Shuttle halbautomatisch angefahren. Dem mitfahrenden Personal wird es damit problemlos ermöglicht, die Profile direkt in die dort befindlichen Produktionskassetten einzuladen.

Nach Beendigung des Kommissionierprozesses wird die befüllte Produktionskassette zur weiteren Bearbeitung am Hallenausgang bereitgestellt.

Unabhängig vom produktionsgesteuerten Kommissionierprozess werden die Puffer mittels eines Stapelkrans selbsttätig bedient. Die Befüllung der Vorbereitungszone und die Bereitstellung der Kassetten für die Sortierzone geschieht vollautomatisch in einer für die Bediener abgeriegelten Zone.

Das Stapellagerprinzip ist eine kostengünstige und einfach zu integrierende Lösung. Der Hauptnutzen einer Systemumstellung entsteht durch die Verknüpfung der neuen Anlage mit dem Produktionsplanungssystem des Kunden. Die eigens durch CTI-Spezialisten programmierte Lagerverwaltungssoftware gewährleistet, dass stets genügend Kassetten mit den jeweils benötigten Produktsorten zur Entnahme bereitstehen.

Da das vorgestellte System für einen Drei-Schicht-Betrieb ausgelegt ist, erfolgen insbesondere in der Nachtschicht, in der keine Entnahmen getätigt werden, vollautomatisch reine Stapelvorgänge, die die Bereitstellung benötigter Kassetten für den Folgetag sicherstellen.

Der Kundennutzen lässt sich am besten anhand eines konkreten Beispiels beziffern. Im vorliegenden Praxisfall handelt es sich um ein dynamisches Lagerhaus, in dem Profile mit einer Länge von je ca. 6000mm auf sechs Ebenen gestapelt werden. Dabei werden Kassetten in zwei Höhen (volle und halbe Höhe) verwendet und insgesamt ca. 285 Kassetten vorgehalten. Um problemloses Umsetzen der Stapel zu gewährleisten, wird der Stapelspeicher bis zu einer Auslastung der Lagerkapazität von 85 Prozent befüllt.

Einsparungen bei Zeitaufwand, Personalkosten und Materialeinsatz

Zusammenfassend äußert sich der Kundennutzen in Einsparungen bei Zeitaufwand, Personalkosten und Materialeinsatz. Im Vergleich zu vorher können außerdem in derselben Zeit 30 bis 40 Prozent mehr Aufträge abgewickelt werden.

Die Ausschussquote wird fast vollständig gesenkt: Während es in der Vergangenheit zu Beschädigungen des Stapelguts aufgrund falscher Handhabung oder altersbedingt infolge Nichteinhaltung des FiFo-Prinzips („First in first out“) kam, ist insbesondere Letzteres im neuen System ausgeschlossen.

Auf der anderen Seite stehen Investitionen in eine effiziente, gleichzeitig zukunftsorientierte Technologie, die die vorhandenen Räumlichkeiten optimal nutzt.

Verbleiben zwei Fragen: Wann rechnet sich diese Investition und was spricht für CTI als Systemlieferant?

Zur ersten Frage: Im Beispielfall sprechen die CTI-Verantwortlichen von einer Amortisationsdauer von weniger als drei Jahren, wobei nicht eingerechnet ist, dass auch ein herkömmliches vielleicht schon in die Jahre gekommenes Kragarmregallager Instandhaltungskosten verursacht.

Zur zweiten: CTI Systems verfügt über langjährige Erfahrung mit kundenspezifischen Lösungen für große und sperrige Güter in allen Industriebereichen. Systeme wie oben beschrieben wurden bereits mehrfach bei Fensterbauern – stets nach deren individuellen Vorgaben – installiert. Dies unterscheidet die Luxemburger von allen Anbietern standardisierter Automatisationsanlagen.

Am Standort Lentzweiler werden alle Komponenten der Systeme einschließlich der kundenspezifischen Lagerverwaltungssoftware entwickelt. Dort werden auch die Kernkomponenten des Systems produziert.

Unterfränkischer Ansprechpartner für deutsche Kunden

Als Ansprechpartner für deutsche Kunden verweist Gerhard Reichert auf seine langjährige Erfahrung im Metier. In Unterfranken ansässig, begleitet der CTI Sales Director seit fast zwei Jahrzehnten die Projekte des Unternehmens und kümmert sich nun auch um den Vertrieb der vorgestellten Lagerlösung in Deutschland.

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