
Die Abläufe in der modernen Lagerlogistik sind hochgradig dynamisch. Für deren Abbildung und Planung stoßen herkömmliche Methoden und Tools zunehmend an ihre Grenzen. Tabellenkalkulationen etwa liefern bei statischen Berechnungen zwar solide Ergebnisse, scheitern jedoch an den Anforderungen automatisierter Lager. So lässt sich das komplexe Zusammenspiel aus variablen Taktzeiten, Verkehrsregeln, Ladezyklen und Schichtmodellen in einer Tabelle kaum abbilden.
Hier bieten fortschrittliche 3D-Simulationslösungen wie die von Aimtec eingesetzte Software Flex Sim entscheidende Vorteile: Damit ist es möglich, Logistikkonzepte bereits in der Planungsphase realistisch zu prüfen und den Return-on-Investment (ROI) präzise zu validieren. Dadurch lassen sich bedeutsame Investitionsentscheidungen auf ein solides Fundament stellen.
Der digitale Schatten als Entscheidungshilfe
Zentrales Element der Simulation ist der sogenannte digitale Schatten. Im Gegensatz zum bidirektional vernetzten digitalen Zwilling dient Ersterer als reines Planungsinstrument. Es nimmt Daten aus physischen Systemen, wie etwa einem WMS, ohne steuernd in den laufenden Betrieb einzugreifen. Auf Basis von CAD-Layouts werden dynamische Faktoren wie Lagerstrategien und technische Parameter der Hardware integriert. So entsteht ein virtuelles Abbild, in dem mögliche Engpässe oder wahrscheinliche Kollisionen von Fahrzeugen aufgrund von sich kreuzenden Routen noch vor dem Bau der Anlage sichtbar werden. Die Segmented Transfer Plates schließen die Lücken der Übergabestellen Ihrer Bandförderanlage. Durch einfache Montage sorgen sie für sichere Übergänge, verhindern Staus und Verluste und erhöhen Ihre Betriebssicherheit. ‣ weiterlesen
Weniger Verlust. Höhere Sicherheit.
Lücken sicher überbrücken – mit den Lösungen von Flexco
Ein besonderer Nutzwert ergibt sich bei der Planung von Flotten autonomer mobiler Roboter (AMR): Um Ausfälle zu vermeiden, beschaffen Unternehmen oft mehr Fahrzeuge als nötig. Die Simulation zeigt hier exakt auf, wie viele Roboter für einen stabilen Betrieb erforderlich sind. In der Praxis ließ sich beispielsweise nachweisen, dass eine Auslastung von 70 bis 80 Prozent noch genügend Puffer für Wartungen bietet. Durch die Reduzierung der geplanten Flotte von etwa 20 auf lediglich 16 AMRs werden so erhebliche Investitionssummen eingespart.
Praxisbeispiel GZ Media: Simulation für den Ausbau der Intralogistik
Die Komplexität solcher Projekte zeigt das Beispiel von GZ Media, einem der weltweit größten Hersteller von Vinyl-Schallplatten. Die dortige Intralogistik-Infrastruktur ist geprägt von zahlreichen Förderbändern, Scannern und Systemen zur Steuerung von Kleinladungsträgern (KLT). Die Herausforderung bestand darin, die bestehende Anlage um sechs neue Regale und drei Krane zu erweitern. Dabei musste validiert werden, ob das System das Ziel von 150.000 bis 190.000 Einheiten pro Tag bewältigen kann.
Die Simulation lieferte hierfür klare Antworten: Während für 150.000 Einheiten zwei Krane ausreichten, war für eine Steigerung auf bis zu 170.000 Einheiten zwingend ein dritter Kran erforderlich. Geboten war dies nicht nur wegen der Geschwindigkeit, sondern auch aufgrund der notwendigen Lagerkapazität in den zusätzlichen Regalen. Zudem nutzte das Unternehmen die Lösung, um zwei verschiedene Lieferanten von Roboterarmen zu vergleichen. Daraus wurden grundlegend verschiedene Strategien ersichtlich: Während bei einem Anbieter die Roboter kooperierten, arbeiteten sie beim anderen völlig autark. Die Simulation schuf Transparenz im Hinblick auf die Vor- und Nachteile dieser Logiken und bot so eine fundierte Entscheidungsgrundlage für den Kunden.














