
Neben den Komponenten der Mechanik, Elektrik und Elektronik bietet AMI auch eigene Softwarelösungen an und unterstützt so die Automatisierung seiner Kunden in nahezu allen Branchen. Ein höchst innovatives Produkt der internen Entwickler ist die AMI-WLS (Warehouse-Logistics-Software), die als Gesamtsteuerungssystem des Materialflusses innerhalb eines Betriebes eingesetzt werden kann. Die moderne Plattform vereint als All in One-Lösung wesentliche Anforderungen wie Auftragsmanagement, Materialfluss, Lagerverwaltung, Tormanagement, Ein- und Ausgangskontrollen, Wartungsmanagement und Kommissionierung in einem smarten, modular aufgebauten System. „Derlei Gesamtsysteme sind in der modernen Intralogistik nicht nur ein Effizienz steigerndes und Kosten reduzierendes Element, sondern mittlerweile schlicht unabdingbar.“ erklärt Michael Klein, Software-Entwickler bei AMI. „Die unzählig vielen Parameter, die durch den Austausch von Daten der Kundenanlage mit unserer Plattform zu einer reibungslosen Gesamtperformance für die komplette Intralogistik führen, können nur durch die entsprechenden Schnittstellen und Interaktionen entstehen. Dann funktioniert ein Warenlogistiksystem so ähnlich wie ein internes Warenwirtschaftsprogramm für die gesamte Intralogistik.“, so Klein weiter.
Intelligentes Ordermanagement
Diese Komplettlösung basiert auf fünf Services, die separat voneinander integriert werden und im Gegensatz zu anderen Systemen keinen monolithischen Block darstellen. Denn die einzelnen Elemente der AMI-Software sind cloudfähig oder lassen sich in Containerumgebungen installieren. Die Systeme sind über einen Eventbus untereinander vernetzt. Die Bedienung erfolgt mit speziell entwickelten Apps für Android, iOS oder Windows Desktops, ist aber auch als eigene Web-Anbindung realisierbar. Die Apps kommunizieren über eine REST-Schnittstelle mit dem Backend.
Das AMI-Ordermanagement (AMI-OMS) wird genutzt, um Auftragsdaten aus Kundensystemen (ERP/MES) systemweit, z.B. für den AMI-Materialflussrechner, einheitlich verfügbar zu machen. Es fungiert als Datenspeicher für Aufträge und verwaltet auch Batch-Aufträge. Die Rückmeldung der Aufträge wird ebenfalls darüber abgebildet.
Weiteres Element ist das AMI-Gateway, welches für die Verbindung, sowie die Kommunikation zwischen zwei sich nicht direkt kennenden Systemen – etwa Steuerungen, Roboter, Stapler und übergeordnete Systeme – sorgt. Es fungiert dabei als Brücke, bzw. Übersetzer von Kommunikationsprotokollen. Der Aufwand in Planung und Umsetzung bei der Anbindung unterlagerter Systeme wie Roboter oder SPS wird hierdurch deutlich reduziert. Das MOVEsystem von IEF-Werner transportiert Bauteile und Produkte zuverlässig, modular und kosteneffizient – ob auf Werkstückträgern, direkt auf Riemen oder in Paletten. Anwender profitieren von maximaler Flexibilität. ‣ weiterlesen
MOVEsystem bewegt mehr:
Ein AMI-Ordergateway wird als die Verbindung zu mehreren Kundensystemen (z.B. ERP und MES des Kunden) zum AMI-OMS eingesetzt. Das AMI-OMS interagiert mit dem AMI-Materialflussrechner (AMI-MFR). Der MFR ist verantwortlich für alle Transporte, deren Tracking und Tracing und eine effiziente, stabile Funktion der Fördersysteme sowie aller nachgelagerten Prozesse. Parallel zum Materialflussrechner dient der AMI-Lineanalyser der lückenlosen Analyse von Schwachstellen und Engpässen und erlaubt es, gezielte Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten. Zur Optimierung der Produktionsabläufe bietet der Lineanalyser die Möglichkeit, neben eigenen Automatisierungseinheiten auch Fremdsysteme anzubinden. Alle Komponenten des AMI-WLS können als steuernde Software in bestehende Anlagen integriert werden. In einem solchen Fall ist ggf. ein Retrofit der SPS-Software notwendig.
Nach Kundenbedarf wachsendes System
Die besondere, im Markt wohl einzigartige Software-Architektur der AMI-WLS ist für Michael Klein klares USP des Produkts, da sie unabhängig von Betriebssystemen, sehr flexibel und erweiterbar ist. Zudem, so erläutert der Entwickler, handele es sich bei der Plattform nicht um ein starres Paket, sondern um ein agiles, am Kundenbedarf stets wachsendes und individuelles System. So gebe es innerhalb der Software selbst derzeit neun eigene Entwicklungsprojekte, mit denen weitere Leistungsbausteine etabliert würden. Zu denen gehöre unter anderem ein Printservice für Ausdrucke von Labels, Lieferscheinen, Etiketten, Barcodes oder anderer Dokumente. „An großen Kundenprojekten wächst die Anforderung an AMI und unsere Softwareplattform WLS. Dieses „lebende System“ ist unser Beitrag zur Digitalisierung und Automatisierung im Sinne von Industrie 4.0.“, fasst Klein abschließend zusammen und sieht große Potentiale für die Softwarelösungen von AMI Förder- und Lagertechnik.
fünf Services, die separat voneinander
integriert werden und im Gegensatz
zu anderen Systemen keinen
monolithischen Block darstellen.“
















