Foto: Wasmer
Grüne Groß-Flotte

48 Flurförderzeuge von Cesab sind beim Logistikdienstleister Transco seit Juli 2015 im Einsatz.

Zusammen mit Geräten anderer Hersteller hat Wasmer insgesamt 66 Flurförderzeuge ausgeliefert und übernimmt auch die Service-Arbeiten. Die nach Kundenwunsch konfigurierten Geräte sind optimal auf ihre anspruchsvollen Aufgaben abgestimmt.

 

Die Daimler AG hatte für das Mercedes-Benz Werk Mannheim die logistische Organisation des Zentrallagers Ende 2014 ausgeschrieben. Dem Logistikdienstleister Transco, mit Hauptsitz in der Schweiz, ist es unter vielen Mitbewerbern gelungen, Daimler von sich zu überzeugen. Im Werk Mannheim werden unter anderem Nutzfahrzeug- und Industriemotoren sowie Tauschmotoren für Lkws, Transporter und Traktoren hergestellt. Transco übernimmt die logistische Organisation des Zentrallagers Mannheim der Daimler AG und zudem weitere logistische Aufgaben entlang der Wertschöpfungskette.


Der Logistikdienstleister setzt auf das Grundkonzept „grün“ und signalisiert damit, dass er auf nachhaltige, wirtschaftliche, umweltfreundliche und zuverlässige Prozessabwicklung besonderen Wert legt. Daher sind unter anderem auch einzelne Lkw und die gesamten Flurförderzeuge mit Elektroantrieb in Betracht gezogen worden. Transco hat sich für die Lieferung und Versorgung der Flurförderzeuge für die Zusammenarbeit mit dem Komplettlieferanten Albert Wasmer aus Karlsruhe entschieden, wobei unter anderem die betriebswirtschaftlichen Vorteile der angebotenen Geräteflotte überzeugen konnten. Der Leiter der operativen Logistik bei Transco, Pino Fusaro, hatte bereits in einem anderen Logistikprojekt erfolgreich mit der Firma Wasmer zusammengearbeitet.

 

Alles aus einer Hand


Wie Albert Wasmer, Geschäftsführer der Albert Wasmer GmbH, die seit mehr als 30 Jahren als Vertragshändler von Cesab Deutschland agiert, betont, „hat der Kunde bei der Vergabe Wert darauf gelegt, die Flotte von einem Komplettlieferanten aus einer Hand zu erhalten, mit allen damit verbundenen Vorteilen, unter anderem der Möglichkeit, die Geräte nach seinen Wünschen individuell konfiguriert zu erhalten“.


Die Firma Albert Wasmer ist seit über 35 Jahren auch bundesweit ein erfolgreicher Lieferant für Flurfördertechnik, Industrietore, Regalanlagen und weitere Produkte aus der Logistikbranche. Die langjährigen Kunden werden auch in Zukunft auf den guten Service der Firma Wasmer bauen können, denn mittlerweile ist auch die zweite und dritte Generation im Familienunternehmen aktiv.


Neben dem Verkauf der Maschinen ist Wasmer auch bei dem Service und der Vermietung der richtige Ansprechpartner in der Region und darüber hinaus. Neben diesen Aspekten waren Faktoren, wie Umschlag, die Wirtschaftlichkeit der Geräte, die lange Fahrleistung und das effektive Laden der Batterien, mitentscheidend für den Abschluss.


Transco hat alle Geräte gekauft, Wasmer übernimmt den Komplettservice sowie die UVV Wartung für die gesamte Flotte. Der Auslieferumfang umfasst insgesamt 66 Flurförderzeuge, im Wesentlichen 22 Schubmaststapler der Baureihe R 320, fünf Gegengewichtsstapler B 650 mit fünf Tonnen Tragkraft, sieben Gegengewichtsstapler B 625 mit 2,5 Tonnen Tragkraft, zwei Gegengewichtsstapler B 320 mit zwei Tonnen Tragkraft, zwei Niederhubwagen des Typs P 216 sowie sieben Kommissionierer. All diese Geräte sind von Cesab, und auch die von einem anderen Hersteller stammenden elf Schlepper wurden auf Wunsch von Transco in Grün und damit in der Unternehmensfarbe von Cesab lackiert.

 

Optimale Ausstattung für produktiven Einsatz


Die Schubmaststapler des Typs R 320 von Cesab bieten zwei Tonnen Nutzlast und 6,75 Meter Hubhöhe und sind ab Werk mit integriertem Seitenschieber sowie Zinkenverstellgerät ausgestattet. Wie alle an Transco gelieferten Cesab-Geräte hat Wasmer die Stapler unter anderem mit einem Flottenmanagementsystem sowie einem Schock-Sensor ausgestattet; dieser führt auch die Fahrer-Identifizierung durch und zeichnet eventuelle Unfälle und Schadensereignisse im laufenden Betrieb auf.


Auf Wunsch des Verantwortlichen bei Transco Logistik, Herrn Fusaro, sind die Stapler mit Blue Safety Lights ausgerüstet, was die Einsatz- und Betriebssicherheit der Schubmaststapler signifikant erhöht.


Wie Manuelo Carlet, Geschäftsführer von Cesab Deutschland, erläutert, ist das blaue Licht des Blue Safety Lights immer erkennbar, auch bei Sonneneinstrahlung, so dass Personen oder die Bediener anderer Fahrzeuge in der Halle sofort sehen, dass ein Stapler angefahren kommt. Diese Einrichtung erhöht die Betriebssicherheit für die intralogistischen Transportfahrten erheblich, gerade auch bei kritischen Verkehrswegen wie innerbetrieblichen Kreuzungen.


Ein weiterer Vorteil der gelieferten Schubmast-Gabelstapler R320 ist die Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit bei Kurvenfahrt oder Fahrt mit angehobener Last. Dies dient vermehrt der Betriebssicherheit und trägt auch zur Wirtschaftlichkeit bei.

 

„Mehr Sicherheit kann man nicht einbauen“


Ein weiterer Vorteil erhöht die Sicherheit und steigert gleichzeitig die Umschlagsleistung erheblich. So dreht der Fahrmotor nun bei Lenkbewegungen nicht, wie früher, permanent mit. Dies schont zum einen die Kabel, denn „bei den permanenten Verwindungen war früher ab einem bestimmten Zeitpunkt ein Kabelbruch vorprogrammiert, zumal die Stapler mit einer elektrische 360-Grad-Lenkung ausgestattet sind.“


Durch diese Einrichtung spart der Fahrer spürbar Zeit. Denn muss er beispielsweise rückwärts aus einer Regalgasse fahren, dreht er nun das Lenkrad zwei Umdrehungen weiter, und die Maschine hat automatisch nicht nur das Rad wieder gerade ausgerichtet, sondern auch dementsprechend die Fahrtrichtung geändert. Das bedeutet, der Fahrer invertiert per Umdrehung des Lenkrads die Fahrtrichtung und fährt, ohne einen Fahrtrichtungsschalter betätigen zu müssen, in die gewünschte Richtung. So werden Totzeiten vermieden, die sich bei den eingesetzten 22 Schubmaststaplern über den Arbeitstag zu erheblichen produktiv nutzbaren Zeitspannen summieren.

 

Sensoren für die intelligente Hubmaststeuerung


Des Weiteren ist beim Schubmaststapler R 320 wie generell bei allen Lagertechnikgeräten von Cesab eine neue Hydraulik für den Hubmast installiert worden: Bei den seitlich am Hubmast angebrachten Hydraulik-Leitungen ist ein bajonettähnlicher Schnellverschluss mit Ringdichtung innen angebracht, der den Eigendruck der Hydraulikleitung nutzt. Bei dieser Anordnung muss nichts verschraubt werden, und sie ist im Bedarfsfall leicht zugänglich.


Auch bei den Staplern der B 600er-Reihe spielen Features für die Sicherheit eine zentrale Rolle. So wird beispielsweise der sichere Betrieb des Mastes über eine Reihe von Sensoren intelligent gesteuert: Hierfür ist der Mast mit einem Hubsensor, einem zweiten Sensor am Hubgerüst sowie einem Drucksensor ausgestattet, der unterscheidet, ob Last aufgenommen ist oder nicht. Sobald 10 Prozent der Nominallast auf der Gabel sind, beim B 625 also 250 Kilogramm, wird bei einer Gabelhöhe ab 50 Zentimeter die Geschwindigkeit automatisch reduziert.


„Wenn wir jetzt in den Bereich fahren, in welchem die Maschine anfängt, die Bauhöhe zu verändern, etwa für einen typischen Ein- oder Auslagerungsvorgang im Regalgang, spricht der obere Sensor am Hubgerüst an und reduziert die Fahrgeschwindigkeit auf zwei Kilometer pro Stunde, so dass der Fahrer sich noch vor dem Regal positionieren kann, aber“, wie Carlet betont, „nicht auf die Idee kommt, mit angehobenem, ganz ausgefahrenem Mast zu schnell zu fahren.“

 

Bis zu 40 benutzerspezifische Fahrerprofile


Die optionale automatische Feststellbremse sorgt dafür, dass der Stapler zum Stehen kommt und auch stehen bleibt, wenn der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt. Zudem macht ein Gurtwarnsensor den Fahrer darauf aufmerksam, dass er nicht angeschnallt ist und verhindert solange das Fahren, bis der Sicherheitsgurt ins Schloss eingerastet ist.


Zusätzlich sind die Stapler an der Hinterachse mit Sensoren ausgestattet, die den Lenkwinkel angeben und hier auch in Abhängigkeit von der Lenkung die Geschwindigkeit reduzieren.


Zudem lassen sich pro Gerät bis zu 40 optimierte, benutzerspezifische Fahrerprofile und bis zu 15 unterschiedliche, individuell programmierbare Leistungsprofile einstellen. So lassen sich Fahrgeschwindigkeit und Beschleunigung exakt auf das Fahrverhalten und die Erfahrung des jeweiligen Bedieners einstellen.


„Mehr Sicherheit kann man nicht einbauen“, betont Carlet, „wir versuchen, mit der Ausstattung unserer Geräte dem Fahrer auch bei unvorhersehbaren und unsicheren Momenten sehr weit entgegenzukommen. Allerdings gilt stets: ganz abschalten darf er nicht.“

 

Neue Methode für schnellen Batteriewechsel


Für sparsames Wirtschaften mit der On-Board-Energie sorgen konstruktive Merkmale, die sich als eher wenig spektakulär, dafür aber als wirkungsvoll für die Erhöhung der Batterielebensdauer erweisen. Hierzu zählt der Wegfall des Kühlerlüfters ebenso wie der Einsatz von LED-Energiesparleuchten und eines regenerativen Bremssystems.


Da die Stapler im Mehrschichtbetrieb eingesetzt werden, ist jede Maschine mit einer Wechselbatterie ausgestattet. Wie Manuelo Carlet erläutert, ist bei den Geräten eine neue Art des Batteriewechsels eingeführt worden. So wird die Batterie nicht im klassischen Sinne und verbunden mit erheblichem Handlingaufwand seitlich entnommen; vielmehr werden die an den Batterien nun angebrachten und mit Einfahrösen versehenen Klappbügel hochgeklappt, ein Stapler hebt die Batterie nur minimal an und entnimmt sie, transportiert sie ab und setzt die Wechselbatterie ein. „Mit dieser neuen Methode benötigen wir keine Rollentische, die viel Platz wegnehmen und auch längere Handlingzeiten beanspruchen würden“, betont Carlet.


Zudem spart die eingesetzte neue modulare Ladetechnik von Enersys Zeit und Geld: Eingesetzt werden Ladegeräte der Baureihe Lifetec Modular, und zwar ein 24-Volt-Zweiphasengerät sowie 48- und 80-Volt-Dreiphasengeräte. Mit der erst Ende vergangenen Jahres auf dem Markt präsentierten modularen Ladetechnik können über die Lebensdauer einer Batterie rund 34500 Kilowatt und damit einige Tausend Euro Infrastrukturkosten eingespart werden, ein weiterer signifikanter wirtschaftlicher Vorteil.


So ist auch in puncto Energieversorgung die volle Verfügbarkeit der gesamten Staplerflotte in ihrem anspruchsvollen Einsatzumfeld gesichert. All diese aufgeführten Vorteile waren mit die Grundlage von Herrn Fusaro von Transco, sich im Zuge des Daimler-Projekts für die „grüne Flotte“ zu entscheiden.

www.cesab-forklifts.de

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Beitrag aus dhf 4.2016

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