Tobias Zierhut, Linde
Linde-Stapler mit eigener Li-Ionen-Lösung

Auf der Kundenveranstaltung World of Material Handling (WoMH) hatten sie Premiere, jetzt startet der Verkauf der Gegengewichtstapler von Linde Material Handling mit Lithium-Ionen-Batterie.

Interview mit Tobias Zierhut, Head of Product & Service Marketing bei Linde Material Handling

Herr Zierhut, für welche Kunden könnte sich bereits heute der Einsatz von Lithium-Ionen Geräten lohnen?


Tobias Zierhut: Ganz allgemein gesprochen sind das Betreiber, die Batterien wechseln. Mit Lithium-Ionen-Akkus sparen sie sich zeitraubende Tätigkeiten wie Batteriewechsel oder Batteriepflege und vermeiden Unfallgefahren beim Handling. Ein bevorzugter Einsatzbereich der neuen Akku-Technologie ist die sensible Lebensmittelindustrie, wo austretende Gase und Säuren unerwünscht sind. Da bei Lithium-Ionen-Geräten kein Raum für Wechselstationen plus Absaugung benötigt wird, kann dieser Platz anderweitig genutzt werden, was sich nicht zuletzt bei Neubauten auszahlt. Last but not least erzielen Li-Ion Geräte aufgrund ihres besseren Wirkungsgrades Energieersparnisse von circa 30 Prozent und leisten damit einen spürbaren Beitrag zur Verbesserung der C02-Bilanz.

 

Wie gelingt die Umstellung von Blei-Säure-Batterien auf Lithium-Ionen-Batterien bei größeren Flotten?


Wir verzeichnen ein großes Interesse an der neuen Batterietechnologie. Jedoch ändern sich mit der Umstellung bestimmte Prozesse, sodass der Einsatz von Lithium-Ionen-Akkus Fragen aufwirft, beispielsweise wo Ladestationen einzurichten sind. Gleichzeitig haben die Mitarbeiter umzudenken. Denn während bei der Blei-Säure-Batterie ein Zwischenladen nicht empfohlen wird, ist es beim Li-Ion Akku Teil des Konzepts, weil die Batterie mit einer geringeren Kapazität ausgestattet werden kann. Deshalb ist eine kompetente Beratung vor der Investition, wie sie die Linde-Vertriebsorganisation leistet, sinnvoll und empfehlenswert.

 

Warum ist die in der Produktvorstellung genannte eigene Lithium-Ionen-Lösung von Linde für Kunden so interessant?


Ein wichtiger Bestandteil der Lithium-Ionen-Lösung von Linde ist das Batteriemanagementsystem, welches ein intelligentes Zusammenspiel von Batterie und Fahrzeug ermöglicht. Der Akku kommuniziert über CAN-Bus mit dem Fahrzeug und teilt den exakten, aktuellen Ladezustand mit. Sinkt dieser auf einen kritischen Wert, wird kontrolliert die Fahr- beziehungsweise Hubgeschwindigkeit des Geräts reduziert. Damit wird verhindert, dass sich die Batterie plötzlich abschaltet und dadurch beispielsweise die Lenkung ausfällt. Dies könnte bei externen Batterieladeanzeigern passieren, wenn der Fahrer beispielsweise die Entladeanzeige ignoriert. Bedeutsam für den Betreiber ist auch, dass es bei der Lösung von Linde eine gemeinsame CE-Konformität für Stapler und Batterie gibt und dem Komplettsystem ein mehrstufiges Sicherheitssystem zugrunde liegt. Dieses reicht vom speziellen Aufbau der Batteriezelle mit hoher Eigensicherheit über das Batteriemanagementsystem zur Vermeidung von Überdruck, Tiefenentladung, Überstrom, Kurzschlüssen und Überhitzung bis hin zum besonders robusten Linde-Batterie-Trog inklusive Schocksensor. Da aber das beste System nur so gut sein kann wie der Service, gehört dieser zum Rundum-Angebot dazu. Unsere Kunden haben einen Ansprechpartner, angefangen beim Fahrzeug über die Batterie, das Ladegeräte bis hin zum Service.

 

Welche Modelle bietet Linde bereits heute mit Lithium-Ionen-Batterie an und wann kommen weitere Geräte auf den Markt?


Schon seit zwei Jahren hat Linde Niederhubwagen, Kommissioniergeräte und Schlepper mit Lithium-Ionen-Batterie im Programm. Vor kurzem kamen die ersten Gegengewichtstapler sowie ein Niederhubwagen mit ergonomischem Hub und ein Doppelstockbelader hinzu. Anfang nächsten Jahres folgen weitere Doppelstockbelader und Hochhubwagen. Im weiteren Verlauf des Jahres folgen dann Schubmaststapler und größere Gegengewichtstapler.

www.linde-mh.de

 

Zum Beitrag aus dhf 12.2016

 

Interview aus dhf 12.2016

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