Produktkonfigurator für Tragrollen

Unter dem Motto 'Bau Deine eigene Tragrolle' bietet Kraus Austria seinen Kunden die Möglichkeit, Tragrollen virtuell selbst zu konfigurieren. Im Interview erklärt Alexander Wagner, Prokurist von Kraus Austria, welch hohen Stellenwert die Digitalisierung für das Unternehmen hat sowie die erfolgreiche Unterstützung seiner Kunden und Komponentenabnehmer, zu denen Logistikunternehmen wie die Deutsche Post, Siemens, Amazon, Zalando sowie verschiedene internationale Flughäfen zählen.
 Digitalisierung als Wettbewerbsvorteil: Kraus Austria startet einen Produktkonfigurator für Tragrollen powered by Cadenas.
Digitalisierung als Wettbewerbsvorteil: Kraus Austria startet einen Produktkonfigurator für Tragrollen powered by Cadenas.Bild: Kraus Betriebsausstattung und Fördertechnik GmbH

– Herr Wagner, das Thema Digitalisierung ist gerade in aller Munde. Welche Veränderungen wird das mit sich bringen und welche Strategien lassen sich für Komponentenhersteller daraus ableiten?

Alexander Wagner: Mit zunehmender Digitalisierung wird es in Zukunft sehr wichtig sein, die verschiedensten Supply Chains, sei es Lieferanten oder auch Kunden, immer stärker miteinander zu vernetzen. Das bedeutet für Komponentenhersteller, dass sie ihren Kunden immer mehr digitale Produktinformationen mit maximalem Komfort zur Verfügung stellen müssen. So kann es gelingen, dass Konstrukteure einfach und schnell ihre Produkte mittels digitaler Zwillinge entwickeln können. Vor allem im Bereich der Fördertechnik werden sich Anbieter von Komponenten zukünftig nur noch am Markt etablieren können, wenn sie 3D CAD Modelle und 2D-Zeichnungen ihrer Produkte auf unkomplizierte Weise bereitstellen. Denn solche komplexen Förderanlagen müssen stets für die jeweiligen Anwendungsfälle speziell konstruiert werden. Am Ende des Tages werden immer Konstrukteure im Spiel sein, die die Förderanlage strategisch planen und von vorhandenen Engineering Daten und der einfachen Konfiguration von Komponenten enorm profitieren.

– Inwieweit ist Digitalisierung etwas, das gerade jetzt in dieser Zeit auch für mittelständische Unternehmen eine strategisch wichtige Rolle spielt?

Gerade in der jetzigen Zeit des Ausnahmezustands und der gesellschaftlichen Restriktionen zahlt sich die Investition in die Digitalisierung und Lösungen, wie den Produktkonfigurator von Cadenas, aus. Wir bei Kraus Austria möchten hier ein Zeichen setzen, dass wir als mittelständisches Unternehmen das Thema Digitalisierung nicht verschlafen. Ganz im Gegenteil, wir möchten die daraus resultierenden Chancen nutzen und stets einen Schritt voraus sein und die Zukunft mit unseren Ideen aktiv mitgestalten. Dank moderner Technik, höchst motivierten Mitarbeitern und gut gefüllten Lagerbeständen sind wir auch in der derzeit herrschenden Krise voll lieferfähig und freuen uns gemeinsam mit unseren Kunden die Aufträge abzuarbeiten.

– Wie können Komponentenhersteller das Thema Digitalisierung und intelligente Produktdaten effizient angehen?

Seit nun mehr zwei Jahren legt das Unternehmen Kraus Austria als Spezialist für Trag- und Motorrollen, Fördertechnik-Komponenten, Hubtische und Betriebsausstattung einen strategischen Schwerpunkt auf das Thema Digitalisierung. Im Jahr 2019 haben wir fast 40 Prozent des Jahresumsatzes des Unternehmens in Gebäude, Maschinen, Mitarbeiter und vor allem in die Digitalisierung reinvestiert. Ich selbst war vor meiner Anstellung bei Kraus Austria in der IT Branche tätig und hatte dort Einblicke, welche Mehrwerte die Digitalisierung mit sich bringen kann. Fest steht, dass es dabei vor allem von zentraler Bedeutung ist, Kunden und Interessenten mehr hochwertigen Content bzw. umfangreiche Produktinformationen möglichst mühelos zugänglich zu machen. In dem Zuge haben wir bereits einige Online-Shops auf unserer Webseite realisiert. Die ‚Creme de la Crème‘ ist jetzt der neue Tragrollen-Konfigurator.

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