Jedem Knopf sein Lagerplätzchen

Digitale Bildverarbeitung und DataMatrix Codes helfen die Lagerverwaltung auf einfache Art und Weise zu automatisieren. Lediglich ein Handy und ein Drucker sind dafür von Nöten. Die innovative Verwaltungslösung von Strelen Control Systems macht das Wiederfinden eines Produkts unter 15.000 Artikeln zum Kinderspiel - via Handykamera.
 Regale und Lagerbehälter sind mit DataMatrix Codes gekennzeichnet.
Regale und Lagerbehälter sind mit DataMatrix Codes gekennzeichnet.Bild: Peter Büdel GmbH

Zielstrebig steuert die Mitarbeiterin Regal 19, Regalfach 12 an, um die Box mit den silbernen 4-Loch-Knöpfen zu holen. Doch der Lagerbehälter steht nicht an seinem Platz, offensichtlich hat ihn jemand nach der letzten Entnahme falsch zurückgestellt. Eine aufwändige Suche beginnt, denn 17.354 Lagerbehälter im Hochregallager – gefüllt mit Knöpfen, Schließen, Haken, Ösen und vielem mehr – bilden das riesige Sortiment der Firma Peter Büdel in Laufach. Um Fehleinsortierungen in den Griff zu bekommen und den Überblick nicht zu verlieren, wird regelmäßig eine zeit- und personalintensive Revision durchgeführt, doch der Wunsch nach einer eleganteren, schnelleren und zuverlässigeren Lösung steigt. Diese wird schließlich bei Strelen Control Systems gefunden. Das Unternehmen mit Sitz in Büttelborn ist auf digitale Bildverarbeitung spezialisiert und bietet eine innovative und leicht umsetzbare Lösung an.

Schnell und ohne Aufwand das Chaos bändigen

Zuerst werden an den Regalen rechts und links eines jeden Fachs DataMatrix Codes mit den genauen Koordinaten angebracht und jeder Lagerbehälter erhält einen DataMatrix Code mit der genauen Bezeichnung des innen liegenden Produkts. Anschließend können die Lagerbehälter in beliebiger Anordnung in das Regal sortiert werden, es ist nicht nötig, darauf zu achten, dass logische Zusammenhänge bestehen. Es können also Knöpfe neben Schnallen, Ösen oder Haken stehen. Das Regal wird dann mit einer einfachen Handy-Kamera fotografiert. Die Aufnahmen werden automatisch in der Cloud gespeichert und die Codes von der Bildverarbeitungssoftware ausgelesen. Damit ist in der Datenbank genau hinterlegt, in welchem Regalfach sich welche Produkte befinden. Für diese Zuordnung der Produkte im Lager benötigt Büdel lediglich einen Drucker zum Erstellen der DataMatrix Codes und ein Handy zum Dokumentieren. Es muss keine teure Bildverarbeitungshardware angeschafft werden, die dann noch optimal und aufwändig im Regalsystem verbaut werden muss.

Inventur auf Knopfdruck

Soll nun ein Produkt aus dem Lager entnommen werden, zeigt einem das System die genauen Koordinaten an. Als optionale Funktion kann sogar das Foto mit dem entsprechenden Lagerbehälter in seiner Umgebung angezeigt werden. Die Aktualisierung der Datenbank erfolgt auf Wunsch. Büdel dokumentiert alle Regale einmal wöchentlich durch HandyFotos. Alternativ kann ein neues Foto bei jedem Zurückstellen eines Lagerbehälters aufgenommen werden, so muss auch der Behälter nicht an seinen vorherigen Ort zurückgebracht werden. Eine weitere Möglichkeit ist die reine „Neu-Dokumentation“ bei der nur neu einsortierte Ware fotografiert wird. In einem solchen System muss dann eine Entnahme händisch dokumentiert werden.

Das System kann auch bei automatisierten Umlaufregalen eingesetzt werden und so dafür sorgen, dass zu jedem Zeitpunkt sicher hinterlegt ist, wo sich welches Produkt befindet. Durch eine Anbindung der Bildverarbeitung an das Warenwirtschaftssystem wäre es auch optional möglich, Hinweise zum Nachbestellen zu generieren oder sogar automatisches Bestellen beim Unterschreiten einer Mindeststückzahl auszulösen. Die Möglichkeiten sind vielfältig – Strelen Control Systems berät, wie die optimale Lösung für ein Warenlager aussehen kann.

www.strelen.de

Das könnte Sie auch Interessieren

Anzeige

Anzeige

Bild: SpanSet GmbH & Co. KG
Bild: SpanSet GmbH & Co. KG
Was heißt: 
„In Anlehnung an die Norm“?

Was heißt: „In Anlehnung an die Norm“?

Dürfen Produkte, die das GS-Prüfzeichen und gleichzeitig den Zusatz „in Anlehnung an die Norm“ tragen, verwendet werden, als seien sie nachweislich sichere Produkte beziehungsweise Arbeitsmittel? Die Antwort lautet: Ja! Doch der Hinweis „in Anlehnung“ sorgt für Unbehagen. Es ist Zeit, über die Hintergründe zu informieren, die heutige Norm zu interpretieren und sie bei nächster Gelegenheit anzupassen. Es geht um die EN 12195-2.

Bild: VETTER Industrie GmbH
Bild: VETTER Industrie GmbH
Gabelzinken-Hersteller 
mit Tradition

Gabelzinken-Hersteller mit Tradition

Vetter ist heute einer der führenden Hersteller von Gabelzinken in Europa. An Produktionsstandorten in Deutschland und den USA wird das wohl umfangreichste Gabelzinken-Produktprogramm für die Flurförderzeugindustrie gefertigt. Mit Einführung der SmartFork – der intelligenten Gabelzinke mit integrierter Kamera- und Sensortechnik – ist Vetter Schrittmacher für mehr Sicherheit beim Staplereinsatz und einer erfolgreichen Logistik 4.0.

Bild: Körber AG
Bild: Körber AG
Warehouse der Zukunft

Warehouse der Zukunft

Körber unterstützt mit seinem Geschäftsfeld Supply Chain den Sportfachhändler Intersport beim Neubau und der Erweiterung des Zentrallagers in Heilbronn. Von der Planungsphase bis zur Finalisierung zeichnet Körber sich verantwortlich für die praktische Umsetzung eines vollautomatisierten Lagers, das nicht nur technologisch State of the Art ist, sondern auch den wachsenden Bedarf an intelligenter Lagerkapazität in den kommenden Jahren abdecken kann.

Bild: Schulte-Henke GmbH
Bild: Schulte-Henke GmbH
Sicherer Transport von 
Elektro- und Konsumgütern

Sicherer Transport von Elektro- und Konsumgütern

Fernseher, Kühlschränke und Waschmaschinen haben eine Gemeinsamkeit. Sie alle werden mit Hilfe von Karton- und Geräteklammern mittels Gabelstapler schnell und sicher transportiert. Da Stabau seine Kunden in schnellwachsenden Branchen wie der Konsumgüter- und Elektronikindustrie bestmöglich unterstützen möchte, bietet das Unternehmen zahlreiche Varianten des Anbaugeräts und individuelle Sonderlösungen an.

Anzeige

Anzeige

Anzeige