
Das Unternehmen BWB-Ampho hat sich auf das Zusammenführen von Kleinstteilen mittels Schweiß- und Lötverfahren, auf die elektrolytischen Oberflächenbehandlungen, Sand- und Glasperlenstrahlen, sowie die Verarbeitung von Edelstahlseilen spezialisiert. Wenn es um Oberflächenveredelung geht, ist BWB-Ampho ein wichtiger Partner für die Uhren- und Schmuckindustrie. Aber auch in der Medizinaltechnik und in der Architektur wird auf das Knowhow des in La Chaux-de-Fonds ansässigen Spezialisten zurückgegriffen.
Tauchbäder für Elektrolyse
In der Produktion von BWB-Ampho gibt es einen Bereich mit mehreren Tauchbädern für die unterschiedlichsten elektrolytischen Verfahren vom Beizen bis zum Elektropolieren. Ein elektrlytisches Verfahren erfordert eine Stromquelle mit zwei Elektroden (Kathode und Anode) sowie ein Gefäß mit einer leitfähigen Flüssigkeit, dem Elektrolyt, darin. Der Gleichstrom wird über die Elektroden in die Elektrolyte geleitet und setzt einen chemischen Prozess in Gang. Dieser dient nun für die Oberflächenbehandlung von Werkstücken, die in die Flüssigkeit getaucht werden. Früher führten die Mitarbeiter den Tauchvorgang der zu behandelnden Teile manuell durch. Dieser Vorgang war vor allem belastend für Schulter und Rücken. Mit dem Ziel, den Mitarbeitern die Arbeit zu erleichtern, machte sich BWB-Ampho auf die Suche nach einer Hebelösung für diese Arbeitsschritte. Dabei kam es zur Zusammenarbeit mit GIS, dem Spezialisten in Sachen Hebetechnik. Das MOVEsystem von IEF-Werner transportiert Bauteile und Produkte zuverlässig, modular und kosteneffizient – ob auf Werkstückträgern, direkt auf Riemen oder in Paletten. Anwender profitieren von maximaler Flexibilität. ‣ weiterlesen
MOVEsystem bewegt mehr:
Kransystem mit Korrosionsschutz
Gesucht war ein Kransystem für die Beförderung der Werkteile vom Arbeitstisch hinüber zu den Tauchbecken. Den Schaltautomaten galt es fix in die Anlage zu integrieren. Dieser ist das Herzstück, steuert er doch die Stromversorgung der Bäder und enthält die Apparatur für die automatisierten Hub- und Schwenkbewegungen beim Tauchprozess. Da die dadurch entstehenden Dämpfe unbehandelten Stahl innerhalb kürzester Zeit korrodieren lassen, sollte der Hallenkran den gehobenen Anforderungen dieser Umgebung entsprechen. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten war eine hohe Präzision bei den Fahr- und Hubbewegungen gefordert und kein Bauteil durfte länger als 3m sein, um eine problemlose Montage zu ermöglichen.
Die realisierte Lösung besteht aus einem GISKB Leichtkransystem mit zwei Doppel-Kranträgern. Jeder Kranträger ist mit einem Elektrokettenzug GPM250 für 80kg Traglast ausgerüstet und zwei ausfahrbare Dreifach-Teleskoprohre ermöglichen eine Hubhöhe von 945mm, bei einer Gesamtbauhöhe von 997mm. Zusätzlich sorgen sie für die millimetergenaue Führung der Last und verhindern ein seitliches Wegdrehen des Laststranges inkl. Schaltautomat und Werkstück. Der Schaltautomat zur Energieversorgung der Bäder ist zwischen den ausfahrbaren Rohren angebracht. Die Stromzuführung wird in einem schwer entflammbaren Schlauch aus Polyurethan (PU) entlang von Kranbahn, Querträger und Teleskoprohr in den Automaten geführt. In der genauen Position über den Tauchbädern lässt sich die Kranbrücke einrasten, so dass während des Arbeitsvorganges kein ungewolltes Längs- oder Querverschieben stattfinden kann, womit ein Kurzschluss oder potentieller Funkensprung unterbunden wird. Für den Korrosionsschutz wurde die komplette GISKB Anlage galvanisch verzinkt und die Teleskoprohre chemisch vernickelt.
Verbesserung und Entlastung
Bei BWB-Ampho ist man äußerst zufrieden mit dem neuen Kransystem. Es sorgt dafür, dass sich die zu behandelnden Teile kontrolliert eintauchen und schwenken lassen, was entscheidend ist für das Endergebnis. Neben einer Produktionssteigerung und Qualitätsverbesserung, als positiven Nebeneffekt, konnte insbesondere eine deutliche Entlastung der Mitarbeiter erreicht werden.
















