Probe aufs Exempel

Wer beim Kauf eines robusten Computers nur auf die Produktspezifikationen schaut, kann nicht sicher sein, dass sich das Gerät für den vorgesehenen Zweck eignet. Erst durch intensives Testen lassen sich unliebsame Überraschungen vermeiden, die das Deployment verkomplizieren, die Produktivität einschränken und zu Mehrkosten führen.
 Wenn bei der Dateneingabe im Tiefkühl-Lagerhaus dicke Handschuhe getragen werden müssen, kann es bei ungeeigneten Touchscreens oder Tastaturen leicht zu Eingabefehlern kommen. Am besten kommt hier ein Gerät zum Einsatz, das von Anfang an für diese Anwendung konstruiert wurde.
Wenn bei der Dateneingabe im Tiefkühl-Lagerhaus dicke Handschuhe getragen werden müssen, kann es bei ungeeigneten Touchscreens oder Tastaturen leicht zu Eingabefehlern kommen. Am besten kommt hier ein Gerät zum Einsatz, das von Anfang an für diese Anwendung konstruiert wurde.Bild: JLT Mobile Computers AB (publ)

In den allermeisten Fällen beginnt der Beschaffungsprozess mit dem Studieren des Datenblatts und es lässt dadurch feststellen, wozu ein robustes Gerät in der Lage ist. Der Anwender erfährt jedoch nichts darüber, wie sich das Gerät im Praxiseinsatz verhält. Erst ein Test bietet die Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit eines Geräts in seiner realen Arbeitsumgebung zu überprüfen.

Dieses Testen sollte als eine Investition betrachtet werden. Schließlich ist es besser, diesen Aufwand frühzeitig zu treiben, anstatt erst beim Deployment oder noch später vor kostspieligen Problemen zu stehen. Die Tests sind sozusagen eine Maßnahme zum Schutz des Kapitals, das in die Geräte investiert wird.

Ebenso wenig, wie niemand ohne vorherige Probefahrt ein Auto kaufen würden, sollten auch keine robusten Computer erworben werden, ohne intensive Tests im Vorfeld. Das Testen robuster Geräte darf allerdings nicht nur im Büroumfeld stattfinden. Getestet werden muss unter Bedingungen, die den realen Einsatzumständen möglichst nahekommen – sei es im Warenlager, Containerhafen, Wald oder wo sonst auch immer.

  Die Nutzung eines einheitlichen Betriebssystems in der gesamten IT vereinfacht den Betrieb, die Wartung und das Management der Geräte. Es lohnt sich deshalb, nach einem Anbieter Ausschau zu halten, der dedizierte Optionen für Windows und Android bereithält.
Die Nutzung eines einheitlichen Betriebssystems in der gesamten IT vereinfacht den Betrieb, die Wartung und das Management der Geräte. Es lohnt sich deshalb, nach einem Anbieter Ausschau zu halten, der dedizierte Optionen für Windows und Android bereithält.Bild: JLT Mobile Computers AB (publ)

Möglichst gründlich testen

Testen im normalen Einsatz bedeutet aber nicht, dass nur eine Person das Gerät eine Woche an einem Ort ausprobiert. Vielmehr sollten Tests so gründlich wie möglich erfolgen und alle Arbeitsabläufe einbeziehen, mit denen das Gerät im praktischen Einsatz konfrontiert wird.

Werden die Geräte an mehreren Standorten eingesetzt, sollten sie auch dort getestet werden – denn die Eigenschaften und Besonderheiten können überall anders sei. Aspekte wie die Konnektivität über die jeweilige WLAN-Infrastruktur mit den entsprechenden Access Points, die Kompatibilität zu den weiteren Ausrüstungs- und Peripheriegeräten, Anforderungen der Software-Applikationen, die Erwartungen der Anwender sowie die Einbauverhältnisse in den Fahrzeugen können von Standort zu Standort variieren.

 Anette Malmström, Business Development Manager bei JLT Mobile Computers, erklärt, warum und auf welche Weise Logistikcomputer vor dem Kauf getestet werden sollten.
Anette Malmström, Business Development Manager bei JLT Mobile Computers, erklärt, warum und auf welche Weise Logistikcomputer vor dem Kauf getestet werden sollten.Bild: JLT Mobile Computers AB (publ)

Unterschiedliche Testgruppen

Unbedingt sollte das Gerät möglichst vielen Endanwendern in die Hand gegeben werden, damit diese seine Anwenderfreundlichkeit überprüfen und beurteilen können, ob es beim Erledigen der anfallenden Arbeiten wie vorgesehen funktioniert. Bei einem Handheld-Produkt kommt es beispielsweise auch darauf an, ob es zu warm wird oder zu schwer ist, um den ganzen Tag herumgetragen zu werden. Es empfiehlt sich dafür immer die Mitarbeiter mit ins Boot zu holen – die Akzeptanz am Tag des Deployments kann davon nur profitieren.

Testen müssen jedoch nicht nur die Endanwender. Vielmehr sollte auch die IT-Abteilung die Spezifikationen überprüfen und sich von der Kompatibilität mit dem Betriebssystem und der Software überzeugen. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass Ihre Investition auch wirklich zukunftssicher ist.

Geschäftskritische Aspekte im Blick

Werden die Tests an allen Standorten und mit möglichst vielen Anwendern durchgeführt, wird eine Menge Input zum Aufdecken etwaiger Unstimmigkeiten erfasst, bevor sich diese zu echten Problemen auswachsen. Es sollte dabei besonders auf Bereiche geachtet werden, die für das Unternehmen kritisch sind sowie auf bestimmte Herausforderungen, die schon in der Vergangenheit auffällig waren (z.B. Netzabdeckung und Roaming).

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