So vielfältig kann Werkzeugwechsel sein

Neben dem hohen Gewicht von 15t wurde auch eine negative Beschleunigung auf der langen Wegstrecke berücksichtigt.
Neben dem hohen Gewicht von 15t wurde auch eine negative Beschleunigung auf der langen Wegstrecke berücksichtigt.Bild: Genkinger GmbH

Oft sind die Wege zwischen den Lagern und der Produktion oder Instandsetzung eng und lang – und die Lasten sperrig und schwer. Von Halle zu Halle können engere Tore die Fahrten mühsam machen. Genkinger Transporter für den Werkzeugwechsel bieten präzise Anpassung an die Umgebungsbedingungen, eine zuverlässige Lastsicherung und einfache Bedienung sowie zusätzliche Sicherheitsfeatures. Vor allem passen sie sich an die jeweilige Werkzeuglast an, und nicht umgekehrt.

Intelligente Assistenzsysteme (Sensoren, Sicherheitsabfragen) und eine flexible Bedienung (Fahrerstand, Funkfernsteuerung) sorgen für eine schnelle, gesicherte Aufnahme und Abgabe des Werkzeugs. Der kompakte Rahmenaufbau und eine flexible Lenkung bieten Flexibilität auch auf kleinen Flächen. Für das Manipulieren von Sonderlastgütern hat Genkinger Grundtypen im Portfolio: Fahrbare Hubtische, Elektro-Geh-Hochhubwagen und freitragende Elektro-Deichsel-Stapler (Mitgänger). Die Tragkraft reicht von 500 bis über 100.000kg.

Beispiel 1:Plattformwagen für 1m breiten Zugang

Wachsende Produktvielfalt brachte einen Hersteller von Steckverbindungen dazu, Lagerung, Transport und den Wechsel seiner Werkzeuge zu überdenken. Die Werkzeuge auf Hubtische zu legen und per Muskelkraft in die Stanzmaschinen zu schieben, erschien nicht mehr zeitgemäß. Eine Herausforderung war dann, dass die Zugänge zu den eng eingehausten, schallabsorbierenden Stanzautomaten lediglich 1m breit sind. Gemeinsam mit Genkinger wurden zwei Mehrwege-Plattformwagen als Werkzeugwechsler konzipiert, welche die Anforderungen an die Abmessungen sowie an die Sicherheit erfüllen, u.a. durch: einen variablen Hubbereich für unterschiedliche Stanzautomaten und hydraulische Rollleisten für eine einfache Werkzeugübergabe.

Beispiel 2: Schwerlast-Hubwagen beherrscht negative Beschleunigung

Für eine steigende Anzahl von Spritzgusswerkzeugen benötigte ein Automotive-Zulieferer mehr Lagerfläche. Deshalb wurden die bis zu 15t schwere Werkzeuge in eine andere Halle umgelagert. Um den neuen Lagerplatz zu erreichen, ist eine enorme Steigung zu berücksichtigen. Die damit einhergehende negative Beschleunigung wird als Gefahren- und Unfallquelle oft unterschätzt. In diesem Fall wurde sie vorbildlich berücksichtigt. Die Steigung bzw. Neigung wird mit einem Genkinger Schwerlast-Hubwagen bewältigt, der über eine Tragkraft von 18t verfügt. Auch die dazugehörigen Schwerlastplatten entwickelte Genkinger für den Automobilzulieferer.

Der Hubwagen hat zwei drehmomentstarke Antriebe. Denn es ist nicht nur wichtig, dass die tonnenschweren Werkzeuglasten fortbewegt werden. Vielmehr muss der Hubwagen auch die dynamischen Kräfte beherrschen, damit er aus voller Fahrt möglichst schnell sicher zum Stehen gebracht werden kann (Stichwort: Negative Beschleunigung) – insbesondere bei Abwärtsfahrten.

Beispiel 3: Werkzeugwechsler mit 60°-Zuführung

Der Werkzeugwechsler für einen Kunden aus der Verpackungsindustrie ist im wahrsten Sinne des Wortes ein schräges, heißes Gerät. Es bringt ein 350kg schweres Werkzeug exakt in einem Winkel von 60° in eine Stanzmaschine. Da das Werkzeug nach dem Gebrauch sehr heiß ist, kann es nicht mehr mit den Händen angefasst werden. Beim Einbringen und Herausnehmen des Werkzeugs geht es sehr eng zu, und der Bediener bewegt die Hydraulik per Funkfernsteuerung millimetergenau. Präzise, schnell und sicher arbeiten die weiteren Komponenten zusammen:

  • Die Einfahrschiene am Boden sorgt dafür, dass das Fahrzeug genau am richtigen Platz steht.
  • Der mechanische Hubstopp stellt sicher, dass die Hubhöhe exakt eingehalten wird.
  • Der digitale Winkelmesser unterstützt zusätzlich bei der Aufnahme der Werkzeuge.
  • Sicherheitsabfragen und Zweihandbedienung minimieren die Gefahr einer Fehlbedienung erheblich.

Die außergewöhnliche Maschine ist für den Kunden eine Rundum-sorglos-Lösung. Das Flurförderzeug wechselt die Werkzeuge nicht nur, sondern legt diese auch in einem Regal mit über 2m Höhe ab und transportiert diese ggf. zur Wartung in die Werkstatt. Der Footprint liegt bei 1,36m2. Und der Carbon Footprint ist durch eine auf lange Lebensdauer ausgelegte Konstruktion und ausgewählte Komponenten ebenfalls klein.

Beispiel 4: Kunde suchte Ersatz für einen Schlepper

Bei einem weiteren Kunden aus der Automobilindustrie sind die Wege zwischen den Spritzgussmaschinen, dem Werkzeuglager und der Instandsetzung lang und eng. Mehrmals am Tag müssen Werkzeuge zwischen den einzelnen Stationen transportiert werden. Der Genkinger Werkzeugwechsler ersetzte einen Schlepper mit Anhänger, der nur sehr aufwendig rangiert werden konnte. Das neue Fahrzeug überzeugt hingegen durch:

  • einfaches Bedienen
  • einen niedrigen Schwerpunkt
  • einfache Lastsicherung.

Außerdem verfügt der Plattformwagen über eine Funkfernbedienung, die dem Fahrer das Leben noch einfacher macht. Bei Tordurchfahrten ist zum Einweisen keine zweite Person mehr notwendig, und das Fahrzeug kann exakt positioniert werden. Bis zu 10t Gewicht bewegt dieser Werkzeugwechsler von Genkinger.

Beispiel 5: Kompaktes Gerät passt in einen Fahrstuhl

Ein Hersteller von Kühlern für die Automobilindustrie stellte die Anforderung, hohe, schmale Werkzeuge sicher zu transportieren. Der Grund: Das bisherige System mit einem Gabelstapler-Aufsatz erfüllte die gestiegenen Ansprüche nicht. Genkinger entwickelte daraufhin die Lösung in Form eines kompakten, wendigen Werkzeugwechslers. Dazu gehörte auch ein Schub-Zug-Mechanismus für das Werkzeug. Zurrgurte sichern die Last bei unvorhergesehenen Situationen, z.B. einer Notbremsung. Eine Person mit Funkfernbedienung reicht zur Bedienung aus. Eine weitere Anforderung war zu erfüllen: Gesamtgewicht und Abmessungen des Werkzeugwechslers waren so passend klein zu entwickeln, damit er über einen Fahrstuhl ins Werkzeuglager gelangen kann.