Mehr Flexibilität durch Miete

Um in Krisenzeiten keine langfristigen Investitionen eingehen zu müssen, kann der Fuhrpark durch Kurz- oder Langzeitmiete den aktuellen Bedürfnissen angepasst werden. Es gilt dabei, sich die Unterschiede zu Leasing, Kauf und anderen Modellen klarzumachen.
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Jede Fahrzeugflotte bindet Kapital. Von einer größtmöglichen Anpassungsfähigkeit der Flotte profitieren sowohl Krisengewinner als auch -verlierer: für die Branchen, die während der Corona-Pandemie kräftig boomten (etwa Retail oder E-Commerce), war es wettbewerbsentscheidend, den eigenen Fuhrpark an Flurförderzeugen kurzfristig aufstocken und alle Kundennachfragen erfüllen zu können. Und für die Wirtschaftszweige, die große Flauten erlebten (etwa Industrie und Gastgewerbe), war es von Vorteil, wenn benötigtes Kapital nicht in stillstehenden Nutzfahrzeugen gebunden war. Gut aufgestellt war, wer auf Mietfahrzeuge setzen konnte. „Insbesondere während der ersten Corona-Welle kam ein erhöhter Bedarf an Kurzfristmietverträgen auf“, bestätigt Niklas Wilkowski, der den Bereich Short Term Rental beim Hersteller Jungheinrich leitet. „Bestehende Möglichkeiten, Flexibilität innerhalb längerfristiger Verträge zu nutzen, wurden von unseren Kunden allerdings weniger als erwartet beansprucht.“

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Miete vs. Leasing

Insbesondere die klassische Kurzfristmiete erlaubt es, schnell über Fahrzeuge aus dem Bestand des Verleihers zu verfügen. Bei vollem Service ist man mit einer Laufzeit bis zu zwölf Monaten gut ausgestattet, um Spitzen abzufangen. Wartungs- und Gemeinkosten belasten nicht das Fuhrparkbudget, das freie Kapital kann in Automatisierung des Lagers, Kundendienst oder andere Kernbereiche fließen. Der aufgewandte Mietzins ist in der Regel steuerlich abzusetzen.

Wer spezielle Ausstattungswünsche hat, der kann mit einem Leasingvertrag zumeist neu ab Werk produzierte Fahrzeuge bekommen, bindet sich aber länger als zwölf Monate. Dafür kann der Flottenbetreiber den Servicegrad in der Regel variabel gestalten. Das per Finanzierungsleasing angeschaffte Flurförderzeug wird steuerlich Bestandteil der Bilanz. „Der Kundenfokus liegt beim Leasing auf Planbarkeit gegenüber Flexibilität bei der Kurzfristmiete“, weiß Jungheinrich-Mann Wilkowski.

Sale & Lease back für den Mittelstand

Ein Sonderfall ist das Modell ‚Sale & Lease back‘. Hier kauft die Leasinggesellschaft dem Flottenbetreiber das Fahrzeug ab und vermietet es ihm sogleich wieder. Der Leasinggeber wird Eigentümer und aktiviert das Asset in seiner Bilanz, tatsächlich verbleibt es jedoch beim Unternehmen und kann dort unverändert eingesetzt werden. Statt Zinsen und Tilgung für eine Finanzierung zahlt der Flottenbetreiber Raten fürs Leasing. Vorteile: die Bilanz wird nicht belastet, die Raten lassen sich zumeist steuerlich geltend machen, Kapital wird frei. Das Modell vereint die Vorteile von Miete und Leasing und ist insbesondere im Mittelstand beliebt.

Nutzfahrzeugmiete boomt

Auch bei den großen Nutzfahrzeugen, etwa Lkw und Tieflader, ist Miete möglich. Clemens Stadler, Geschäftsführer des Nutzfahrzeuganbieters Starent Trucks & Trailers, sagt: „Der Eigentumsgedanke spielt nicht mehr eine so große Rolle. Die Unternehmen wollen einfach Fahrzeuge nutzen können, mit denen sie ihren Bedarf punktgenau decken, ohne unnötige finanzielle Risiken einzugehen.“ Er ist überzeugt, „dass sich die Miete langfristig besser entwickeln wird.“

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Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG

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