
Der deutsche Mittelstand wird häufig als Rückgrat der Wirtschaft bezeichnet. als Deutschlands Wirtschafts- und Beschäftigungsmotor. Und wenn man sich die Zahlen anschaut, aus gutem Grund: Seine rund 3,6Mio. kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) – immerhin 99,3 Prozent aller Unternehmen in Deutschland – beschäftigen 51,3 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer, erwirtschaften 49,3 Prozent der Nettowertschöpfung, bilden 75 Prozent aller Auszubildenden aus und stellen 96,9 Prozent der Exporteure Deutschlands. Diese Unternehmen sind nicht nur für ihre Innovationskraft und Flexibilität bekannt, sondern auch für ihre hohe Exportorientierung und ihre Rolle als lokale Arbeitgeber. Ihre Bedeutung für die Wirtschaft kann also gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Herausforderung Arbeitskräftemangel und der Trend zum Homeoffice
Aber: Der deutsche Mittelstand leidet. Er leidet unter steigenden Kosten für Energie und staatlichen Forderungen, für den Umstieg auf erneuerbare Energien zu investieren. Er leidet unter dem Wettbewerbsdruck durch die ausländische Konkurrenz, die ihre Produkte deutlich günstiger anbieten kann, sei es aus einem Billiglohnland und/oder staatlich subventioniert – siehe China und die USA.
Eine der drängendsten Herausforderungen ist jedoch der zunehmende Arbeitskräftemangel, der insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in ihrer Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit gefährdet. Und während die Medien fast täglich über den Fachkräftemangel und dessen mögliche Behebung berichten, haben deutsche KMUs ebenso große Schwierigkeiten, weniger spezialisierte oder ungelernte Beschäftigte für die einfacheren Arbeiten zu finden.
Das liegt nicht zuletzt an der eher geringen Attraktivität solcher Tätigkeiten, da sie häufig monoton sind, kaum Aufstiegschancen bieten und nicht gerade üppig entlohnt werden. Hinzu kommen in einigen Branchen eher ungünstige Arbeitsbedingungen, beispielsweise durch Nacht- und Schichtarbeit oder eine schmutzige, laute und gefährliche Arbeitsumgebung. Ebenso hinderlich ist der Wunsch vieler Menschen, ganz oder zumindest teilweise von zuhause zu arbeiten, was bei den genannten Arbeiten natürlich nicht möglich ist. Auch hier sehen Personalverantwortliche einen der Hauptgründe für ihre Schwierigkeiten, die passenden Arbeitskräfte zu gewinnen. Das MOVEsystem von IEF-Werner transportiert Bauteile und Produkte zuverlässig, modular und kosteneffizient – ob auf Werkstückträgern, direkt auf Riemen oder in Paletten. Anwender profitieren von maximaler Flexibilität. ‣ weiterlesen
MOVEsystem bewegt mehr:
Was also tun, um diese wachsende Lücke zu schließen, die sogar noch größer wird, da jetzt die Babyboomer in Rente gehen? Während die Großindustrie diesem Problem mit zum Teil gigantischen Investitionen in die Automatisierung begegnet – wir kennen alle die Bilder menschenleerer Produktionshallen im Automobil- oder Halbleiterbau mit Armeen von Robotern -, stehen bei mittelständischen Unternehmen solche Budgets in der Regel nicht zur Verfügung. Daher haben die Firmenverantwortlichen das Thema Automatisierung in der Vergangenheit eher stiefmütterlich behandelt – möglicherweise zu Unrecht.

Lösungsansatz automatisierte Intralogistik mit FTF
Während der Einsatz von Fertigungsrobotern häufig an den immensen Anschaffungskosten scheitert, sind Transportroboter, sogenannte fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF), eine durchaus beachtenswerte Möglichkeit, den Arbeitskräftemangel zumindest teilweise zu beheben. Sie bieten mittelständischen Unternehmen mehrere Vorteile, ohne unrealistische Investitionen zu erfordern:
1. Effizienzsteigerung: Durch die Automatisierung von Transportaufgaben – also den Transport der Rohstoffe und Materialien vom Materiallager in die Produktionshallen und den Abtransport der Halb- oder Fertigzeuge weiter zum Auslieferungslager – können Unternehmen ihre Logistikprozesse erheblich beschleunigen. Auch Schicht- und Nachtarbeit erledigen fahrerlose Systeme ohne Murren; sie sind rund um die Uhr einsatzbereit und arbeiten ohne zu ermüden konstant mit hoher Präzision. All das führt zu einer schnelleren Bearbeitung der Aufträge und einer besseren Nutzung der Lagerflächen.
2. Kostenersparnis: Obwohl auch fahrerlose Transportfahrzeuge natürlich eine Anfangsinvestition erfordern, amortisieren sich die Kosten häufig in relativ kurzer Zeit durch eingesparte Arbeitskraft sowie weniger Fehler und Schäden. Auf lange Sicht können somit die Betriebskosten erheblich gesenkt werden, da weniger Personal für die Durchführung von Transportaufgaben erforderlich ist.
3. Flexibilität und Skalierbarkeit: Die meisten fahrerlosen Transportsysteme (FTS) sind modular aufgebaut und lassen sich daher ohne großen Aufwand an veränderte Anforderungen anpassen. Davon profitieren besonders mittelständische Unternehmen, die nicht selten schnell auf Marktveränderungen reagieren müssen oder ihre Produktionskapazitäten erweitern möchten.
4. Sicherheit und Zuverlässigkeit: Fahrerlose Transportfahrzeuge reduzieren messbar das Risiko von Arbeitsunfällen. Sie beseitigen viele der Gefahren, die von manuell betätigten Flurförderzeugen ausgehen. Um für potenzielle Mitarbeitende attraktiver zu werden – und Personalausfälle aufgrund von Unfällen zu vermeiden -, verfolgen Unternehmen heute unter dem Motto ‚Zero Accident‘ das Ziel, Unfälle möglichst ganz auszuschließen. Moderne FTF bieten hierzu die passende Ausstattung: Sie verfügen über sicherheitsgerichtete Laserscanner sowie sonstige Sicherheitsausrüstung wie Kameras und andere Sensortechnologie, mit denen sie kontinuierlich ihr Umfeld auf Hindernisse und Personen im Fahrweg abtasten. Erkennen sie ein Objekt auf ihrer Strecke, halten sie sofort an und geben ein Warnsignal aus. Eine Weiterfahrt ist erst möglich, nachdem das Hindernis beseitigt wurde. Zudem sorgen sie für eine deutlich höhere Zuverlässigkeit und Präzision bei der Lieferung von Waren und Materialien. Das ist beispielsweise von großer Bedeutung, wenn ein Unternehmen individuell konfigurierte Produkte herstellt und auf eine zeitgenaue Anlieferung der unterschiedlichen Materialien angewiesen ist. Hier lassen sich durch eine automatisierte Logistik Fehler vermeiden und Wartezeiten annähernd eliminieren.
Unverzichtbar: umfassende Beratung und Planung
Entschließt sich ein mittelständisches Unternehmen, in die Automatisierung seiner Intralogistik zu investieren, müssen zunächst alle Aspekte, Voraussetzungen – und mögliche Fallstricke – in Augenschein genommen werden. Hier besteht somit ein großer Beratungsbedarf durch den FTF-Anbieter selbst oder ein spezialisiertes Consulting-Unternehmen. Diese Beratung sollte im Idealfall das gesamte Projekt von den Vorüberlegungen bis zur Installation, Inbetriebnahme und Betriebsbegleitung reichen. Ohne eine solche gründliche Planung ist ein Misserfolg des Projekts praktisch vorprogrammiert. Unternehmen, die FTF ‚einfach mal gekauft‘ haben, sind in der Vergangenheit an den vielen Unwägbarkeiten gescheitert und haben in der Folge die Idee der Logistik-Automatisierung ganz fallen gelassen.
















