Automatisiert in die Zukunft

Sascha Jordan, Senior Director Strategy & Solution Portfolio bei Still.
Sascha Jordan, Senior Director Strategy & Solution Portfolio bei Still.Bild: Still GmbH

– Die Kion Group hat Ende letzten Jahres das Kion Automation Center Antwerpen in Belgien eröffnet, eine Center of Excellence-Einrichtung für automatisierte Lösungen. Warum wird gerade jetzt in ein Automatisierungszentrum investiert?

Sascha Jordan: Angesichts der großen Herausforderungen, vor denen Unternehmen heute stehen, sind wir überzeugt, dass die Prozessautomatisierung ein entscheidender Schlüssel zu langfristigem Erfolg ist. Automatisierte Prozesse sind skalierbar, sicher, steigern den Durchsatz und ermöglichen Mehrschichtbetriebe ohne zusätzliche Personalbedarfe. Mit dem Automation Center tragen wir der wachsenden Bedeutung automatisierter Lösungen Rechnung. Hier vereinen wir unterschiedliche Kompetenzen unter einem Dach und stellen kurze und vor allem schnelle Wege in Entwicklung, Testing, Softwareentwicklung, kundenspezifische Produktion und Projektrealisierung sicher. So können wir noch effizienter auf Kundenbedürfnisse reagieren und innovative Automatisierungslösungen schneller und kostenwirksamer umsetzen.

– Kion ist, u.a. mit seiner Marke Still, als einer der führenden Gabelstaplerhersteller bekannt. Hat sich das Bild gewandelt oder weshalb wird Automatisierung so stark in den Fokus gerückt?

Die Entwicklung und Fertigung innovativer Flurförderzeuge ist eine essenzielle Säule unseres Geschäftsmodells. Wir beobachten allerdings seit einigen Jahren, dass automatisierte Lösungen Stück für Stück manuelle Prozesse übernehmen. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Entwicklung fortsetzt – und so ist die Stärkung unseres Automatisierungsgeschäfts strategisch ein zukunftsweisender Prozess und sichert unseren Kunden, aber auch uns, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft.

Davon unabhängig behält das Geschäft mit Flurförderzeugen hohe Priorität für Still und wir investieren auch weiterhin in die Entwicklung unserer nicht-automatisierten Portfolios „Classic Line“ und „Xcellence Line“. Denn oberste Priorität hat für uns stets, Lösungen aus der Kundenperspektive zu denken und passgenaue Lösungen für jeden einzelnen Kunden zu entwickeln. Längst nicht jede Entscheidung fällt dabei zugunsten einer automatisierten Lösung aus.

– Welche weiteren Trends sind aktuell in der Intralogistik zu erkennen?

Verfügbarkeit und Skalierbarkeit sind Trends, die die Branche derzeit stark beschäftigen. Unternehmen suchen Lösungen, die heute auf dem Markt sind, einsatzbereit und schnell verfügbar. Standardisierung und modulare Konzepte, wie wir sie beispielsweise mit unserer Automatisierungslösung Still iGo umsetzen, sind dabei die Basis für unkomplizierte und schnelle Skalierbarkeit sowie größtmögliche Flexibilität. Aber auch in anderen Bereichen, wie dem smarten Flottenmanagement oder flexiblen Servicelösungen, spielt Modularität eine zunehmend wichtige Rolle.

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