
‚Effizienzsteigerung‘ ist nach wie vor eines der wichtigsten Investitionsthemen der Lebensmittelindustrie. Laut DLG Trendmonitor 2024 gab jedes zweite der darin befragten Unternehmen an, innerhalb der nächsten drei Jahre entsprechende Investitionen tätigen zu wollen. Für die Lebensmittel- und Getränkeproduktion ist das eine anspruchsvolle Aufgabe. Es gilt gleichermaßen, die Vielzahl von Verarbeitungs-, Abfüll-, Förder- und Verpackungsprozessen zu koordinieren, große Produktionsmengen im Dauerbetrieb zu realisieren und dabei hohen Anforderungen an die Produktsicherheit gerecht zu werden. Eine wichtige Stellschraube, um hier die Balance zwischen Zuverlässigkeit und Kosteneffizienz zu halten, ist die richtige Auslegung der Antriebssysteme.
Der Systemlieferant Nord Drivesystems berät seine Kunden darin, Antriebe branchengerecht auszuwählen und auszulegen. Für die Umsetzung bietet das Unternehmen einen umfangreichen Produktbaukasten, aus dem es Getriebe, Motoren und Antriebselektronik modular zu maßgeschneiderten Antriebssystemen kombiniert. „Die aktuellen Anforderungen in der Lebensmittel- und Getränkeproduktion sind herausfordernd“, sagt Jörg Niermann, Bereichsleiter Marketing bei Nord. „Wir wollen unsere Kunden darin unterstützen, dennoch Bestleistungen erzielen zu können.“ Am Beispiel von drei Faktoren macht Niermann deutlich, wie Nord dies mit bedarfsgerechten Lösungen unterstützt.
Faktor Energieeffizienz
„Die bestmögliche Nutzung der Energie ist ein zentrales Thema bei der Auslegung eines Antriebssystems“, so Niermann. „Dies kann durch eine optimale Auslegung der Antriebskomponenten, aber auch durch den Einsatz hocheffizienter Komponenten erreicht werden.“
Ein Beispiel aus dem Produktbaukasten von Nord ist das patentierte Getriebemotorkonzept Duo Drive. Der Hersteller hat hier einen hocheffizienten IE5+ Synchronmotor in ein einstufiges Stirnradgetriebe integriert. IE5+ Synchronmotoren verfügen bereits über eine hohe Leistungsdichte. Als System erzielt das Duo Drive-Konzept einen der höchsten Wirkungsgrade in dieser Leistungsklasse am Markt. Der Grund liegt in der integrierten Bauweise. „Je weniger Schnittstellen, desto höher der Systemwirkungsgrad“, erläutert Niermann. Das MOVEsystem von IEF-Werner transportiert Bauteile und Produkte zuverlässig, modular und kosteneffizient – ob auf Werkstückträgern, direkt auf Riemen oder in Paletten. Anwender profitieren von maximaler Flexibilität. ‣ weiterlesen
MOVEsystem bewegt mehr:
Das Duo Drive kann auch bei Teillast effizient verwendet werden. Dies wird durch eine relativ konstant hohe Effizienz über einen weiten Drehzahlbereich möglich. „Damit kann auch die Zahl der Antriebsvarianten reduziert werden“, so Niermann. „Die Variantenreduktion über die gesamte Anlage hinweg minimiert die Verwaltungskosten und verschlankt Produktions-, Logistik-, Lager- und Serviceprozesse.“
Faktor Prozesssicherheit
„Auch hinsichtlich der Prozesssicherheit können wir mit der anwendungsspezifischen Konzeption von Antriebssystemen einige Potenziale heben“, sagt Jörg Niermann. „Dafür bieten wir Komponenten, die langlebig, zuverlässig sowie wartungsarm und bedienfreundlich sind.“
Auch hier passt das Beispiel Duo Drive. Der Getriebemotor ist wash-down-fähig und leicht zu reinigen, was die Kosten senkt und die Anlagenverfügbarkeit erhöht. Die Integration von Getriebe und Motor in ein Gehäuse reduziert den Bauraum und macht einige Verschleißteile überflüssig, was gleichzeitig den Wartungsaufwand senkt. Die marktkompatiblen Anschlussmaße des DuoDrive erleichtern die Integration in bestehende Anlagendesigns.
Ein weiteres Beispiel ist der Safomi-IEC-Adapter von Nord. Mit ihm lassen sich Industriegetriebe ausstatten, die meist in Rührwerksanwendungen zum Einsatz kommen. Safomi steht für Sealless Adapter For Mixers. Der kompakte Adapter verfügt über ein integriertes Ölausgleichsvolumen. Auf Ölbehälter und -schläuche sowie den leckage- und verschleißanfälligen Wellendichtring zwischen Getriebe und IEC-Zylinder kann damit verzichtet werden.
Faktor TCO
Energieeffizienz und Prozesssicherheit sind bereits Stellschrauben, mit denen sich die Total Cost of Ownership (TCO) deutlich optimieren lässt. Dennoch stellen sie nur einen Ausschnitt dessen dar, was in Sachen TCO-Gestaltung möglich ist. „Als Systemlieferant nehmen wir den kompletten Prozess, jede einzelne Antriebsaufgabe und jede Komponente ins Visier und prüfen, wie sie sich hinsichtlich der spezifischen Anforderung einer Branche sowie einer Applikationssituation weiter verbessern lassen“, sagt Jörg Niermann von Nord.
















