
Die autonomen Routenzüge (ATi-M und ATi-H) von 4am Robotics basieren auf Standard-Flurförderfahrzeugen. Mit einem Automatisierungskit aus Mechanik, Elektrik und Software wird das Basisgerät um die entsprechende Technologie erweitert, um einen autonomen Betrieb bei gleichzeitigem Erhalt der manuellen Bedienbarkeit zu ermöglichen – ein Pluspunkt für Unternehmen, die schrittweise in die Automatisierung einsteigen wollen. Die autonomen Routenzüge finden Anwendung in verschiedenen Branchen und sind ideal für den Transport von Waren zwischen Produktionslinien, Lagern und Versandbereichen.
Je nach Ausführung befördern die Fahrzeuge bis zu 8t Last in max. sechs Anhängern bei einer Geschwindigkeit von bis zu10km/h. Die Kommunikation mit anderen Fahrzeugen, Peripherie und übergeordneten Systemen erfolgt über WiFi oder 4G/5G Netz. Optional ist die Integration von Smart Devices (z.B. Smart Watch) möglich, um die Handhabung der fahrerlosen Fahrzeuge noch weiter zu vereinfachen.
Das System verfügt über Sensoren für die Lokalisierung und Sicherheits-Laserscanner, die zu jeder Zeit den Fahrweg in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit überwachen. Bei Hindernissen im Sicherheitsbereich startet sofort der Bremsvorgang, so dass ein rechtzeitiges Stoppen jederzeit gewährleistet ist. In der Kurve wird das Fahrverhalten des Routenzugs (Ausscheren von Zug und Anhänger) entsprechend berücksichtigt und seitlich abgesichert. Er fährt auch im Mixbetrieb mit anderen manuellen und autonomen Fahrzeugen sicher.
Die Ansteuerung der Fahrzeugbestandteile übernimmt ein präzises Steuerungssystem, während die Software im Hintergrund mittels SLAM-Methode die Position des Routenzugs berechnet. Der Vorteil: Es sind keine baulichen Veränderungen nötig, die Fahrzeuge kommen bei der Orientierung ohne künstliche Referenzpunkte wie Leitdrähte oder Reflektoren aus. Durch das Einlernen neuer Karten können sich die autonomen Züge leicht auf veränderte Situationen im raschen Wandel der Fertigungsprozesse einstellen und sind auch an anderen Standorten einsetzbar. Das MOVEsystem von IEF-Werner transportiert Bauteile und Produkte zuverlässig, modular und kosteneffizient – ob auf Werkstückträgern, direkt auf Riemen oder in Paletten. Anwender profitieren von maximaler Flexibilität. ‣ weiterlesen
MOVEsystem bewegt mehr:
Verbaut werden Standardkomponenten namhafter Hersteller, die in den Instandhaltungsabteilungen von automatisierten Logistikbetrieben gängig sind. Damit steht der Wartung und Reparatur durch die kundenseitige Instandhaltung nichts im Wege und die Servicekosten bleiben überschaubar.

Praxiserprobt in der Industrie
Die Kosteneffizienz der fahrerlosen Fahrzeuge zeigt sich sowohl in einem schnellen Return on Investment (ROI) als auch in einer hohen technischen Verfügbarkeit. Die Technologie von 4am Robotics hat sich bereits bei führenden Unternehmen bewährt, insbesondere in der Automobilindustrie. Dort sind Flotten von bis zu 50 Fahrzeugen im Einsatz, die jährlich zusammen bis zu 200.000km zurücklegen – bei einer beeindruckenden Verfügbarkeit von bis zu 99,99 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen die hohe Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Systems, auch im harten industriellen Alltag.
Wetterfest: Der ATo-H für den Outdoor-Einsatz
Der autonome Routenzug ist auch als Outdoorlösung (ATo-H) erhältlich, der den Materialtransport zwischen Hallen am Produktionsstandort ermöglicht. Beim autonomen Fahren im Freien gilt es sicherzustellen, dass Sensoren und Sicherheitsscanner auch bei Wettereinflüssen und Straßenschmutz immer optimal funktionieren.
Mit einem speziell entwickelten Sensorreinigungssystem, das die Sensoren bei Bedarf automatisch mit Druckluft reinigt, kann der ATo-H auch unter Außenbedingungen zuverlässig arbeiten. Eine Scannerhaube schützt die integrierten Safety Scanner vor mechanischer Beschädigung und direktem Regeneinfall. Zusätzlich verbaut ist ein Heizungssystem gegen die Bildung von Kondenswasser sowie eine Spritzwasseranlage, um beispielsweise eine Salzkruste im Winter zu vermeiden. Für hohe Sommertemperaturen, die die Elektronik der Fahrzeuge belasten könnten, sorgt 4am Robotics mit speziellen Klimageräten und einer doppelten Schaltschrankhülle für den Schutz der Bauteile vor Überhitzung.
Flottenmanagement
Die fahrerlosen Transportsysteme lassen sich über die VDA 5050-Schnittstelle nahtlos in bestehende Leit- und Flottenmanagementsysteme des Kunden integrieren. Sollte ein solches System nicht vorhanden sein, bietet 4am Robotics alternativ ein eigenes Flottenmanagement an.
Seit kurzem besteht zudem eine strategische Partnerschaft mit Synaos, einem namhafen Anbieter von Intralogistik-Software mit Sitz in Hannover. Die AMR von 4am Robotics können nun bei Kunden, die Synaos nutzen, noch schneller und effizienter in Betrieb genommen werden. Die ersten gemeinsamen Projekte zeigen bereits beeindruckende Ergebnisse: Im ersten Projekt werden etwa 25 Fahrten pro Stunde im Dreischichtbetrieb (Tag und Nacht) durchgeführt, während im zweiten Projekt 30 Transporte pro Stunde mit 13 Fahrzeugen im 24/6-Betrieb realisiert werden.
Weitere Automatisierungslösungen für Stapler
Das Produktportfolio von 4am Robotics umfasst darüber hinaus Automatisierungskits für verschiedene Stapler (AFi). Ob in der Fördertechnik, im Blocklager, in Regalen oder bei den Routenzügen – der autonome Stapler AFi verbindet vollautomatisch sämtliche Schnittstellen im Materialfluss. Auf diese Weise werden bestehende Lücken im Materialfluss geschlossen und noch effizientere und kontinuierlichere Logistikprozesse erreicht.
Nachhaltige Wertschöpfung
Die Produktlösungen von 4am Robotics sind nicht nur darauf ausgerichtet, Prozesse zu automatisieren, sondern auch wertvolle Ressourcen freizusetzen. Durch die Übernahme von repetitiven, zeitaufwendigen und risikoreichen Aufgaben durch AMR können sich Fachkräfte auf kreativere und wertschöpfendere Tätigkeiten konzentrieren. Damit sind Unternehmen nicht nur technologisch, sondern auch personell für die Zukunft gewappnet.
















