Ausbau der Logistikkapazitäten

Im Rahmen der Erweiterung optimiert modernste Intralogistik die Prozesse und verkürzt die Durchlaufzeiten im Breuninger-WDZ bei gleichzeitiger Bündelung der Kapazitäten.
Im Rahmen der Erweiterung optimiert modernste Intralogistik die Prozesse und verkürzt die Durchlaufzeiten im Breuninger-WDZ bei gleichzeitiger Bündelung der Kapazitäten.Bild: E. Breuninger GmbH & Co.

Das im Jahr 1881 gegründete Fashion- und Lifestyle-Unternehmen E. Breuninger zählt zu den führenden Omnichannel-Department-Stores in Europa. 13 Verkaufshäuser betreibt das Unternehmen in Deutschland und Luxemburg. Hinzu kommt der Onlineshop, der in zehn europäischen Ländern verfügbar ist. Lagerung und Versandfertigung der Fashion-, Beauty- und Lifestyle-Artikel für den stationären Handel und die Endkunden erfolgen im Breuninger Warendienstleistungszentrum (WDZ) in Sachsenheim bei Stuttgart. Nachdem Breuninger in den vergangenen Jahren sukzessive neue Märkte erschlossen hat und der Onlineshop das Unternehmenswachstum weiter beschleunigt, musste das Unternehmen neue Kapazitäten in den Bereichen Lager, Versand, Warenausgang sowie Retouren erschließen. Dazu wurden die rund 76.000m² Bruttogeschossfläche des 2019 in Betrieb genommenen WDZ um eine zusätzliche Halle mit rund 40.000m² erweitert.

Technisches Highlight der neuen Halle von Breuninger ist die Implementierung einer der gegenwärtig europaweit größten AutoStore-Anlagen.
Technisches Highlight der neuen Halle von Breuninger ist die Implementierung einer der gegenwärtig europaweit größten AutoStore-Anlagen.Bild: E. Breuninger GmbH & Co.

Eine der größten AutoStoreAnlagen in Europa

Mit der Erweiterung optimiert modernste Intralogistik die Prozesse und verkürzt die Durchlaufzeiten im Breuninger-WDZ bei gleichzeitiger Bündelung der Kapazitäten. Technisches Highlight der neuen Halle ist die Implementierung einer der gegenwärtig europaweit größten AutoStore-Anlagen. Den Auftrag zur Planung und Realisierung der Anlage erteilte Breuninger an Systemintegrator Element Logic, weltweit erster AutoStore-Integrator. „Gerade für die Artikellagerung und -kommissionierung im Omnichannel- und eCommerce bietet Automatisierung mit der AutoStore-Technologie deutliche Vorteile hinsichtlich Performance und Anpassungsfähigkeit“, unterstreicht Joachim Kieninger, Director Strategic Business Development Element Logic Deutschland. „Zudem ist der Energiebedarf äußerst niedrig, so dass die Technologie auch bei hohen Nachhaltigkeitsanforderungen der Nutzer zukunftsfähig punkten kann.“

Für die Artikellagerung und -kommissionierung im Omnichannel- und eCommerce bietet Automatisierung mit der AutoStore-Technologie deutliche Vorteile hinsichtlich Performance und Anpassungsfähigkeit.
Für die Artikellagerung und -kommissionierung im Omnichannel- und eCommerce bietet Automatisierung mit der AutoStore-Technologie deutliche Vorteile hinsichtlich Performance und Anpassungsfähigkeit.Bild: E. Breuninger GmbH & Co.

Zwei Anlagenblöcke in zwei Brandschutzbereichen

Für die Erweiterung des Breuninger-WDZ konzipierte Element Logic eine AutoStore-Anlage, die mit ihren gewaltigen Dimensionen bereits in einer ersten Realisationsphase über zwei Brandschutzbereiche hinweg reicht. In den Schächten der beiden über drei Brandschutztüren miteinander verbundenen Aluminium-Raster, den sogenannten Grids, bietet die Anlage insgesamt auf 5.400m² Lagerfläche mehr als 200.000 Behälterstellplätze. Zur schnellen Realisierung von Erweiterungsprojekten ist im Anlagenlayout bereits ein künftiger dritter Anlagenblock für eine kommende Ausbaustufe vorgesehen. Bei wachsendem Leistungs- oder Kapazitätsbedarf kann die Anlage so – ein grundlegendes Prinzip der AutoStore-Technologie – durch zusätzliche Schächte und Stellplätze beziehungsweise Robots und Ports mühelos erweitert werden.

Komponenten der Anlagentechnik auf zwei Gebäudeebenen

Bis zu 16-fach sind die 330mm hohen Systembehälter in den Schächten übereinander gestapelt. Auf der Grid-Oberfläche arbeiten insgesamt knapp 300 kleine Roboter. Bei der Einlagerung stapeln sie die befüllten Systembehälter in den Schächten, lagern sie um und geben sie – für die Kommissionierung – an die als Komponente des AutoStore-Gesamtsystems installierten Arbeitsstationen, den sogenannte Ports, ab. Für die Bestückung der Anlage und die Kommissionierung der Auftragsartikel hat Element Logic insgesamt 35 dieser Arbeitsstationen am AutoStore, installiert. Von ihnen sind 23 sogenannte Carousel-Ports auf höhere Lagerdurchsätze ausgelegt. Über sie erfolgt überwiegend die Kommissionierung. Die 12 weiteren Ports, sogenannte Conveyor-Ports für geringere Durchsätze, dienen weitgehend der Bestückung der Systembehälter mit den Wareneingängen. Besonderheit: die Ports sind freistehend in die Anlage integriert und ermöglichen damit die einfache Integration von zu- und abführender Fördertechnik an den Arbeitsplätzen am AutoStore. „Hierbei wurde eine optimale Trennung von Lagerkubus mit den Ports, Materialflüssen und Prozessflächen realisiert“, erläutert Joachim Kieninger, Director Strategic Business Development Element Logic Deutschland. „Der Lagerkubus mit den Ports ist im 3. Obergeschoß installiert.“

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