Der Automatisierung in der Kommissionierung stehen Unternehmen grundsätzlich sehr positiv gegenüber, weil sie die Effizienz steigert und Antworten auf den akuten Arbeitskräftemangel gibt. Beim Einsatz von Robotern in der Kommissionierung ist zentrale Voraussetzung, dass sie eine große Vielfalt an Produkten greifen können müssen. Reine Online-Spezialisten scheuen aber oft noch die Kosten solcher Projekte.
Michael Schedlbauer betont: „Kommissionierroboter werden dank maschinellem Lernen nicht nur in kurzer Zeit immer besser, sondern lassen sich künftig beispielsweise auch dafür einsetzen, nachts Ware in Regale einzuräumen. Dafür gibt es spezielle Konfigurationen.“
Die Verantwortlichen des Forschungsprojekts gehen aufgrund ihrer Analysen davon aus, dass Automatisierung künftig im Verpackungs- und Versandprozess eine größere Rolle spielen wird als heute. Treiber sind vor allem der Arbeitskräftemangel und Effizienzsteigerungen. Roboter und Menschen werden dabei zusammenarbeiten: Roboter übernehmen die körperlich anstrengenden, monotonen Standardprozesse. Menschen kümmern sich um Spezialaufgaben, Korrekturen und die Kontrolle.
Erfolgsfaktor in der E-Food-Branche
Der Studie zufolge besteht aktuell sowohl bei Lebensmittelherstellern als auch -händlern noch wenig Interesse am Thema, obwohl speziell in urbanen Zentren der Anteil von Online-Lebensmittelbestellungen zunimmt. „Wer mit E-Food erfolgreich sein will, kommt künftig nicht mehr um das Thema Automatisierung herum“, betont Schedlbauer. Die Automatisierung von Verpackungsprozessen bietet zahlreiche Vorteile:
– Geschwindigkeit: Automatisierte Systeme können Lebensmittel schneller verpacken und versandfertig machen und so die Lieferzeit verkürzen.
– Fehlerreduktion: Menschliche Fehler werden minimiert, die Kundenzufriedenheit gesteigert und die Zahl der Rücksendungen verringert.
– Gesteigerte Effizienz: Langfristig senken automatisierte Systeme die Betriebskosten, da sie rund um die Uhr ohne Pause aktiv sein können.

















